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Uhrentest

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Beim Uhrentest werden Zahlen und Zeitangaben in einem Kreis eingezeichnet. (Juliane Egger)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters DEMENZ

Der Uhrentest ist neben dem Mini-Mental Status ein Teil der Demenz-Diagnostik. Er hat eine hohe Aussagekraft und wird häufig zur Abklärung eines Demenzverdachts, zum Beispiel bei Alzheimer, angewendet.

Ein Uhrentest allein reicht aber nicht, um eine Demenzerkrankung zu diagnostizieren, er gibt lediglich einen Hinweis darauf. Die Diagnose einer Alzheimererkrankung ist eine Ausschlussdiagnose - das bedeutet, dass weitere Untersuchungen notwendig werden, wenn die verlangte Uhrzeit nicht aufgezeichnet werden konnte.

Anlass eines Uhrentests

  • Vorsorgeuntersuchung: Der Uhrentest ist keine Vorsorgeuntersuchung.

  • Diagnosestellung: Der Uhrentest kommt bei der Diagnosestellung von Demenz zum Einsatz. Der Test ist allerdings nur ein Hinweis auf eine mögliche Demenzerkrankung. Für eine korrekte Diagnosestellung reicht er allein nicht aus. Liegt nur eine leichte Demenzerkrankung vor, kann der Uhrentest zu ungenauen Ergebnissen führen.

  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Mit einem Uhrentest kann der Verlauf einer Demenz überwacht werden.

Was passiert bei einem Uhrentest?

Der Uhrentest ist eine der bekanntesten Möglichkeiten, eine Demenzerkrankung festzustellen. Die Aufgabe für die Testperson besteht darin, Zahlen und Zeitangaben in einem Kreis einzuzeichnen. Anschließend soll die auf der Uhr gezeichnete Zeit im "Fahrplanformat" niedergeschrieben werden. Bei leichten Demenzerkrankungen sind die Ergebnisse allerdings ungenau.

 

Der Uhrentest ermöglicht es, innerhalb kürzester Zeit wichtige kognitive Aspekte einer Demenzerkrankung zu untersuchen. Die einzelnen Aspekte werden mit Punkten bewertet. Erreicht der Patient weniger als 5 Punkte besteht der Verdacht, dass eine Demenz vorliegt. Folgende Kriterien werden zur Auswertung des Uhrentests nach Watson herangezogen:

  1. Alle 12 Zahlen sind vorhanden - 1 Punkt

  2. Die Zahl Zwölf ist oben - 2 Punkte

  3. Es sind zwei unterscheidbare Zeiger eingezeichnet worden - 2 Punkte

  4. Die in der Uhr gezeichnete Zeit entspricht der notierten Uhrzeit - 2 Punkte     

Wer macht einen Uhrentest?

  • Hausarzt

  • Neurologe

  • Psychologe

Welche Risiken gibt es beim Uhrentest?

Beim Uhrentest und auch anderen Tests zur Feststellung einer eventuellen Demenzerkrankung müssen auch andere mögliche Erkrankungen berücksichtigt werden. So können beispielsweise ein Sehfehler, eine Parkinsonerkrankung oder eine Beeinträchtigung durch einen Schlaganfall die Ergebnisse verfälschen.

Kosten & Krankenkasse

Ein Uhrentest ist kostenlos.

AUTOR


Elisabeth Mondl , Barbara Bürscher
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


10.08.2017 / 24.08.2018
MEDIZINISCHER EXPERTE
Univ.Doz. Dr. Gerald Gatterer
Psychologe und Psychotherapeut Leiter der psychologisch-psychotherapeutischen Ambulanz und der Abteilung für psychosoziale Rehabilitation Geriatriezentrum am Wienerwald
LETZTES REVIEW
QUELLEN
Gerontopsychiatrie und Neurologie für die Altenpflegeausbildung, M. Bellinger, U. Kocs, Bildungsverlag EINS, Troisdorf, 2002
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