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HAUT

Frau nimmt ihre Haut unter die Lupe
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Nicht umsonst heißt es, die Haut sei der Spiegel der Seele. (karelnoppe/Shutterstock.com)

Das MINI MED Studium widmet dem größten Organ des Menschen – der Haut – eine eigene Initiative mit interessanten Vorträgen namhafter Referenten.

Die menschliche Haut nimmt eine Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmeter ein. Je nach Körperteil ist sie zwischen 1,4 und 4 Millimeter dick. Sie besteht von außen nach innen aus drei Schichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis). Lederhaut und Oberhaut bilden zusammen die Cutis. Ebenso zur Haut gehören Anhangsgebilde wie Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen. Als Hüllorgan erfüllt sie wichtige Aufgaben. Sie schützt unseren Körper vor physikalischen (Kälte, Strahlung, Reibung, …) und chemischen Reizen. Zudem spielt sie eine wichtige Rolle für unsere Immunabwehr, indem sie eine Barriere gegen das Eindringen von Mikroorganismen bildet. Die Haut schirmt uns dadurch jedoch nicht von der Außenwelt ab, denn viele Reize nehmen wir über den Tastsinn wahr: In der Haut sitzen viele Millionen Rezeptoren: Winzige Messwerkzeuge, die jeden Reiz, der auf die Körperoberfläche einwirkt, registrieren und bewerten. So verwundert es auch nicht, dass wir uns in unserer Haut nicht wohlfühlen, wenn diese krank oder verletzt ist und es sich umgekehrt an der Haut zeigen kann, wenn es uns nicht gut geht.

Zahlen und Fakten

  • In Österreich sind etwa 250.000 Menschen von Schuppenflechte (Psoriasis) betroffen. Bei etwa jedem fünften Psoriatiker tritt im Zusammenhang mit der Hauterkrankung auch eine Gelenksentzündung auf (Psoriasis-Arthritis).
  • Rund 20 Prozent aller Kinder im ersten Lebensjahr sind von Neurodermitis betroffen. Die Erkrankung kann aber auch im Erwachsenenalter auftreten.
  • Laut Statistik Austria erkranken in Österreich pro Jahr etwa 1.500 Menschen an Hautkrebs. Neben familiärer Vorbelastung sind Hautschäden durch Sonnenstrahlen (Sonnenbrand) ein Risikofaktor bei der Entstehung.
  • An Akne leiden etwa 70 bis 95 Prozent aller 15- bis 18-Jährigen. Meist bildet sich die Erkrankung nach der Pubertät wieder zurück, bei bis zu sieben Prozent der Betroffenen bleiben jedoch Narben zurück.
  • Bei einem Viertel aller Menschen bildet sich wenigstens einmal im Leben eine akute Nesselsucht. Die Nesselsucht ist charakterisiert durch das Auftreten von Quaddeln und/oder Angioödemen (Schwellungen in der tiefer liegenden Hautschicht).
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