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Kopfschmerztagebuch

Kalender mit einem roten Kugelschreiber
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Das Führen eines Kopfschmerztagebuchs kann z.B. helfen, der Ursache des Schmerzes auf den Grund zu gehen. (kamasigns - Fotolia.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters KOPFSCHMERZEN

Mehr als eine Million Österreicher klagen regelmäßig über Kopfschmerzen oder Migräne. Um für die Fragen des Arztes gerüstet zu sein - egal ob man Migräne, Spannungskopfschmerzen oder gewöhnliche Kopfschmerzen hat - ist das Führen eines Kopfschmerztagebuches bzw. eines Kopfschmerzkalenders hilfreich.

Es erleichtert dem Arzt und den Betroffenen die Suche nach den möglichen Auslösern sowie die Einschätzung der Kopfschmerzart, abhängig von der Stärke, Dauer und den auftretenden Begleitsymptomen. Dabei gilt: Regelmäßige und genaue Aufzeichnungen erleichtern die Diagnose und können viel zu einer effizienten Therapie beitragen.

Kopfschmerzen? Wann zum Arzt?

Wenn die Kopfschmerzen bzw. Migräne häufiger als einmal im Monat auftreten oder die Schmerzen länger als 2 Tage andauern.

Warum ist ein Kopfschmerztagebuch wichtig?

Entscheidet man sich bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen für einen Gang zum Arzt, wird dieser eine körperliche und neurologische Untersuchung durchführen und Fragen

  • zur Art, Dauer und Intensität der Kopfschmerzen
  • nach möglichen Auslösern
  • zur Einnahme von Medikamenten bzw.
  • zu auftretenden Begleitsymptomen, wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit
  • zu Ernährungs- und Trinkgewohnheiten

stellen. Aber wer weiß schon so genau, wann der letzte Kopfschmerz aufgetreten ist, welche Ausprägung er hatte oder was ihn ausgelöst hat? Ein Kopfschmerztagebuch erleichtert dem Betroffenen selbst und dem behandelnden Arzt die Suche nach den Ursachen und der Häufigkeit der Kopfschmerzen. Sie erhalten ein vorgefertigtes Kopfschmerztagebuch in Apotheken oder beim Arzt. Auch ein Kalender kann zweckentfremdet werden. Kleiner Tipp: Mehr Platz für alle Notizen hat ein einfaches Notizbuch. Hier können die unten angeführten Informationen ausführlich eingetragen werden.

Was wird vermerkt?

Ein detailliertes Kopfschmerztagebuch oder ein Kopfschmerzkalender sollte über mehrere Wochen geführt werden und folgende Informationen enthalten:

 

DATUM UND UHRZEIT

 

Wann ist der Kopfschmerz aufgetreten?

Wie lange hat die Kopfschmerzattacke gedauert?

Wann hat der Kopfschmerz aufgehört?

MÖGLICHE AUSLÖSER

 

Was könnte ein möglicher Auslöser gewesen sein?

Was wurde gegessen und getrunken?

Waren Schokolade, Käse, Nüsse, Salami, Alkohol, Kaffee oder Cola dabei?

Wurde genug getrunken?

Wie war der Schlaf?

Gibt es derzeit viel Stress?

Liegt eine Nackenverspannung vor?

Bei Frauen: Hormonelle Veränderungen? Regelblutung?

Einnahme von Medikamenten?

Wie war das Wetter (Wetterempfindlichkeit)?

WIE STARK WAR DER KOPFSCHMERZ?

 

Sehr oft verwenden Ärzte die „Visuelle Analog-Skala“ (VAS) um die subjektive Schmerzempfindung zu messen. Auf einer 100 mm langen Linie werden subjektive Schmerzempfindungen gemessen. 
Meistens handelt es sich um eine 100 mm lange Linie, deren Endpunkte extreme Zustände darstellen, wie z.B. kein Schmerz (0 Punkte) über mittlere Schmerzen (5 Punkte) bis unerträglicher Schmerz (10 Punkte).

ART DES SCHMERZES

 

Welche Art hatte der Schmerz?

Pulsierend oder stechend?

Dumpf oder drückend?

Einseitig oder beidseitig?

VORBOTEN (AURA-SYMPTOME)

 

Flimmersehen?

Kribbeln?

Sprachstörungen?

Lichtblitze?

Gesichtsfeldausfälle?

BEGLEITSYMPTOME

 

Übelkeit?

Erbrechen?

Lichtempfindlichkeit?

Lärmempfindlichkeit?

Geruchsempfindlichkeit?

Naserinnen?

THERAPEUTISCHE MASSNAHME

 

Einnahme von Medikamenten?

Abgeschiedenheit in einem dunklen Zimmer?

Auflegen von Kältekompresse?

Auftragen von ätherischen Ölen?

Einnahme von Magnesium?

MEDIKAMENTE

 

Welches Medikament wurde eingenommen?

(Name und Stärke des Medikamentes)

Wurde das Medikament erneut eingenommen?

Hat das Medikament geholfen?

Wie lange hat es gedauert, bis die Wirkung eingetreten ist?

Traten Nebenwirkungen auf?

AUTOR


Nicole Ecker


ERSTELLUNGSDATUM


05.06.2014
MEDIZINISCHER EXPERTE
OA Dr. Mohammad Baghaei
Facharzt für Neurologie, Arzt für Allgemeinmedizin, ÖAK Diplom Manuelle Medizin
LETZTES REVIEW
QUELLEN
Klinische Neurologie, P. Berlit, Springer Verlag, 3. Auflage, Berlin Heidelberg, 2011
Neurologie, K.F. Masuhr et al., Thieme Verlag, 6. Auflage, Stuttgart, 2007
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