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4 Fragen zum PSA-Test

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Die Prostatagesundheit wird beim PSA-Screening ganz genau unter die Lupe genommen. (RFBSIP - Fotolia.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters MOVEMBER

Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. gesund.at beantwortet 4 häufige Fragen zum für die Früherkennung eingesetzten PSA-Test.

Das Prostatakarzinom ist tückisch: Denn eine bösartige Veränderung des Gewebes der Vorsteherdrüse bereitet erst dann Probleme, wenn der Tumor bereits so groß ist, dass er auf die Harnröhre drückt oder Metastasen gebildet hat. Eine Heilung ist dann meist nicht mehr möglich. „Der PSA-Test in Kombination mit der rektalen Untersuchung ist die zurzeit einzig etablierte Möglichkeit ein Prostatakarzinom in einem heilbaren Stadium zu entdecken“, erklärt Dr. Christian Seitz, stellvertretender Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien. Ein Facharzt oder eine Fachärztin für Urologie muss die Beschwerden abklären – in 9 von 10 Fällen handelt es sich aber lediglich um eine gutartige Prostatavergrößerung.

Frage 1: Wie funktioniert der PSA-Test?

Die Abkürzung PSA steht für „Prostataspezifisches Antigen“. Dieser Eiweißstoff wird in der Prostata gebildet und kommt im männlichen Blut vor. Somit kann der PSA-Test als Screening-Methode für die Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt werden. Dabei wird Blut entnommen und im Labor analysiert. Übersteigt die Konzentration des Prostataspezifischen Antigens pro Milliliter Blut einen bestimmten Grenzwert, kann das ein Hinweis auf eine Erkrankung der Prostata sein.

Frage 2: Wann soll ein PSA-Test gemacht werden?

„Der Baseline-PSA im Alter von 40 oder 45 Jahren gibt eine gute Information über das individuelle Risiko, irgendwann später an einem Prostatakarzinom zu erkranken“, meint Dr. Seitz. „Je nach Höhe des PSA-Wertes, insbesondere wenn in der Familie bereits ein Prostatakarzinom vorgekommen ist, kann angemessen reagiert werden. Danach werden individuell passende Kontrollintervalle definiert, die von einem bis zu mehreren Jahren reichen und lebensrettend sein können“, berichtet der Urologe weiter. PSA-Tests werden auch zur Verlaufskontrolle bei einer Prostatakrebserkrankung eingesetzt.

Frage 3: Wie geht es nach dem PSA-Test weiter?

Zeigt der PSA-Test Auffälligkeiten, müssen weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Dazu zählen neben der Abtastung der Prostata unter Umständen auch bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen und die Entnahme von Gewebeproben (Prostatabiopsie), welche im Labor auf krankhafte Veränderungen untersucht werden.

Frage 4: Hat der PSA-Test Risiken?

Ein Risiko bei dieser Screening-Maßnahme ist, dass teilweise auch Männer erhöhte PSA-Werte haben, die keine Prostatakrebserkrankung haben. Die Werte im Blut können auch durch eine Prostataentzündung oder eine gutartige Prostatavergrößerung ansteigen. Darüber hinaus muss nicht jedes Prostatakarzinom therapiert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig die PSA-Ergebnisse, sowie Risiken und Nutzen einer Prostatakarzinomtherapie mit einem Facharzt für Urologie zu besprechen. „Eine Krebsvorsorgeuntersuchung ist jedenfalls für jeden Mann ab 45 oder bei bestehenden Risikofaktoren wie einer familiären Belastung ab 40 zu empfehlen“, erklärt Dr. Seitz abschließend.

AUTOR


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


13.11.2017
MEDIZINISCHER EXPERTE
Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Christian Seitz
Facharzt für Urologie, Stv. Leiter der Urologischen Univ.-Klinik, AKH, Wien
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