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Polycythaemia vera: Therapie

Frau wird Blut abgenommen, weil sie Polycythaemia vera hat.
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Für Betroffene einer Polycythaemia vera sind regelmäßige Blutabnahmen nahezu unumgänglich. (Ronald Rampsch / Fotolia.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters PROBLEME BEI DER BLUTBILDUNG

Das wichtigste Ziel in der Behandlung der Polycythaemia vera ist es, die krankhaft erhöhte Anzahl der roten Blutkörperchen wieder zu senken und somit das Risiko für Komplikationen zu minimieren.

Dadurch wird das Blut wieder dünnflüssiger und Symptome wie Schwindel, Juckreiz und Kopfschmerzen gehen durch die verbesserte Durchblutung zurück. Außerdem können schwerwiegende Komplikationen wie Thrombosen, Herzinfarkte und Schlaganfälle so vermieden werden.

Verschiedene Therapiemöglichkeiten

Als Behandlungsmöglichkeiten stehen folgende zur Verfügung:

 

  • Aderlass: es wird Blut entnommen, bis der Anteil der roten Blutkörperchen (gemessen mit dem Hämatokrit-Wert) weniger als 45% beträgt.
  • Thrombozytenaggregationshemmer: Diese Medikamente verlangsamen die Blutgerinnung und schützen das Blut vor Verklumpungen – dazu zählt etwa die Acetylsalicylsäure.
  • Zytoreduktive Medikamente: Wenn die Erkrankung trotz der ersten beiden Behandlungsansätze weiter fortschreitet, wird oft eine "milde Form der Chemotherapie" eingesetzt (Hydroxyurea), um die Anzahl der Blutzellen generell zu reduzieren/normalisieren.

 

Als weitere, neue Behandlungsmöglichkeit gibt es JAK-Hemmer, die das Eiweiß Januskinase gezielt daran hindern, unkontrolliert Blutzellen zu bilden.

 

Heilbar ist die Polycythaemia vera nur durch eine allogene Stammzelltransplantation – da diese aber auch sehr risikoreich ist, gilt sie bei Polycythaemia vera nicht als Standardtherapie. Sie wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt und das Für und Wider ihres Einsatzes muss genau abgewogen werden.

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

In regelmäßigen Kontrolluntersuchungen erhebt der Arzt, ob die Blutwerte gut eingestellt sind. Während diese Kontrollen anfangs recht häufig durchgeführt werden müssen, können sich die Abstände dank einer guten medikamentösen Einstellung im weiteren Verlauf dann auch auf einige Monate verlängern. Auch körperliche Untersuchungen gehören zum Programm dazu, beispielsweise um zu kontrollieren, ob sich die Milz vergrößert hat. Dazu wird oft auch etwa ein Mal pro Jahr ein Ultraschall der Milz durchgeführt.

Was kann der Betroffene zusätzlich tun?

Für Betroffene ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der die gesamte Krankheitsgeschichte kennt. Das kann z. B. der Hausarzt oder ein Hämatologe sein. Mit diesem sollten neu auftretende Symptome immer besprochen werden – auch, wenn Sie vielleicht denken, dass diese nichts mit der Erkrankung zu tun haben. Nur wenn wirklich alle Symptome mit dem Arzt besprochen werden, kann der Therapieplan optimal angepasst werden.

Gesunden Lebensstil einhalten

Des Weiteren ist eine gesunde Lebensweise sehr wichtig: Um die Blutgerinnung zu verbessern und das Thromboserisiko zu senken, ist viel trinken (mind. 2 Liter pro Tag) sowie eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse von Bedeutung. Auch Sport hat einen positiven Einfluss auf den Körper. Zu langes Sitzen – sei es im Büro, im Auto oder im Flugzeug – sollte vermieden werden. Regelmäßig aufzustehen und herumzugehen fördert die Durchblutung ebenfalls.

 

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AUTOR


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


15.05.2018
MEDIZINISCHER EXPERTE
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Assoc. Prof. PD. Dr. Maria-Theresa Krauth
Foto (c):
Innere Medizin I, Abteilung Hämatologie & Hämostaseologie Medizinische Universität Wien
QUELLEN
Broschüre "Patienteninformation: Polycythaemia vera", S. Burgstaller, V. Buxhofer-Ausch, Stand: 09/2016
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