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Zeitumstellung: Tipps für einen guten Schlaf

Zeitumstellung im Frühling
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Die Zeitumstellung, insbesondere jene im Frühling, ist für Körper und Psyche eine Herausforderung. (Zephyr_p / Shutterstock.com)

Dieser Artikel ist Teil des Themenschwerpunktes SCHLAFAPNOE

Jeden Frühling werden die Uhren von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Die Zeitumstellung ist physisch und psychisch belastend, denn der Mensch verliert eine Stunde Schlaf.

Die Zeitumstellung macht deutlich, wie sich Schlafmangel und Schlafstörungen auf uns Menschen auswirken. Viele uns spüren das, was Studien beweisen: Unmittelbar nach der Zeitumstellung verschlechtert sich das Immunsystem (kurzfristig) signifikant, Auto- und andere Unfälle steigen deutlich an, sogar die Selbstmordraten gehen in die Höhe. Auch eine um 24 % höhere Anzahl an Herzinfarkten wird gemeldet. Nehmen wir die Zeitumstellung zum Anlass, den Schlaf und seine immense Bedeutung für unser Leben unter die Lupe zu nehmen.

Bedeutung für das Immunsystem

Experimente des Schlafforschers Matthew Walker haben gezeigt, dass bei nur 4 Stunden Schlaf täglich sich die Aktivität unserer Killerzellen um 70 % reduziert. Unsere Killerzellen erkennen Krebs und eliminieren Tumorzellen. Überspitzt formuliert schützt guter Schlaf also vor einer Krebserkrankung. In jedem Fall spielt er bei der Riskoverringerung eine tragende Rolle.

Aufnahme- und Lernfähigkeit, Demenz, Alzheimer

Wir brauchen Schlaf, um Informationen aufnehmen zu können, aber auch um Informationen in unserem Gehirn zu speichern, denn das Gehirn baut während des Schlafs Abfallprodukte ab. Bei Schlafmangel zeigt sich eine um 40 % reduzierte Merkfähigkeit. Gesunder Schlaf hingegen verbessert unsere Entscheidungsfähigkeit und das Verständnis für komplexe Zusammenhänge. Studien zeigen auch einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und dem Aufkommen von Demenz oder Alzheimer.

Tipps für die Zeitumstellung

Um auch nur kurzfristig von derlei negativen Effekten verschont zu bleiben, haben wir einige Tipps für die Umstellung.

  • Schrittweise umstellen: Gehen Sie 15 Minuten früher ins Bett und gewöhnen Sie sich stufenweise an die Zeitumstellung. Beginnen Sie damit schon einige Tage vor der Zeitumstellung. 
  • Spazierengehen: Besonders am Beginn und am Ende des Tages ist es sinnvoll, sich die Beine etwas zu vertreten. Das hilft Ihrem Körper beim Ausscheiden von Melatonin – dieses Hormon steuert den Tag-Nacht-Rhythmus. Zudem unterstützen frische Luft und Bewegung gesunden Schlaf.
  • Auto stehen lassen: Die Zahlen beweisen es: In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung steigt die Unfallgefahr. Wenn möglich, lassen Sie Ihr Auto daher für einige Tage in der Garage.
  • Stress vermeiden: Geben Sie sich Zeit und gehen Sie Ihre Vorhaben ruhig an. Damit geben Sie Körper und Geist die nötige Zeit, um stressfrei in die Sommerzeit zu gleiten.
AUTOR


Mag. Edith Wildmann
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


24.03.2021
QUELLEN
"Das große Buch vom Schlaf. Die enorme Bedeutung des Schlafs - Beste Vorbeugung gegen Alzheimer, Krebs, Herzinfarkt und vieles mehr" von M. Walker. Goldmann, 2018.
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