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Psoriasis und Coronaimpfung

Frau mit Schuppenflechte bekommt COVID-Impfung
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Die Coronavirus-Schutzimpfung ist auch für Menschen mit Schuppenflechte uneingeschränkt zu empfehlen. (insta_photos / Shutterstock.com)

Dieser Artikel ist Teil des Themenschwerpunktes SCHUPPENFLECHTE

Das Vorliegen einer Schuppenflechte ist kein Grund, sich nicht gegen COVID-19 impfen zu lassen, und beeinflusst auch den Impferfolg nicht negativ.

Rund um die Impfung gegen SARS-CoV-2 (Coronavirus) ist vielerorts Verunsicherung entstanden, nicht zuletzt dadurch, dass zu diesem Thema viele falsche Informationen verbreitet werden. Besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie z. B. solchen, die an Schuppenflechte (Psoriasis) leiden und aufgrund dieser verschiedene Behandlungen haben, gibt es viele Fragen im Zusammenhang mit ihrer Therapie und der Coronaimpfung. Im Folgenden soll das Wichtigste dazu in verständlicher Form kurz zusammengefasst werden.

Wie funktionieren Corona-Impfungen?

Alle derzeit in Österreich verfügbaren Impfstoffe werden zu den sogenannten Totimpfungen gerechnet. Das bedeutet, dass sie keine lebenden Coronaviren enthalten. Die vier im Augenblick (Stand Juni 2021) zugelassenen Impfstoffe enthalten auch keine abgetöteten Viren, sondern nur den Bauplan für einen bestimmten, im Coronavirus enthaltenen Eiweißstoff. Dieser wird bei der Impfung dem Körper zugeführt. Die körpereigenen Zellen beginnen daraufhin, diesen Eiweißstoff zu produzieren und an ihrer Zelloberfläche anzulagern. Dieser Vorgang ist für den Körper ungefährlich, aber er führt dazu, dass das Immunsystem Antikörper gegen den Eiweißstoff bildet. Diese Antikörper sind dann imstande, bei Infektion mit dem Coronavirus dieses zu neutralisieren, bevor es überhaupt zu Virusvermehrung und Symptomen kommt.

 

Mehr lesen » Schuppenflechte in Zeiten von Corona

Kann ich als Patient mit Psoriasis gegen COVID-19 geimpft werden?

Menschen, die an Schuppenflechte leiden, haben weder ein größeres noch ein geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Deshalb sollten auch Menschen mit Schuppenflechte gegen das Coronavirus geimpft werden.

 

Die Medikamente, die gegen Psoriasis verabreicht werden, haben einen gewissen Einfluss auf das Immunsystem – man spricht von Immunmodulatoren. Sofern eine Schuppenflechte neu diagnostiziert wurde und die Behandlung noch nicht begonnen hat, kann man unter Umständen, nach Absprache mit dem Hautarzt, zuerst die Coronaimpfung (und gegebenenfalls auch andere, anstehende Impfungen) durchführen und dann erst, zwei bis vier Wochen nach Abschluss der Impfung mit der Behandlung beginnen.

 

Häufig wird es aber so sein, dass die medikamentöse Behandlung der Schuppenflechte bereits im Gang ist. In diesem Fall sollte die Therapie wegen einer Coronaimpfung nicht unterbrochen werden. Darüber sind sich alle medizinischen Fachrichtungen einig.

 

Das Risiko von Nebenwirkungen einer Coronaimpfung ist bei Patienten mit Psoriasis grundsätzlich nicht höher als bei Menschen ohne diese Erkrankung. Allerdings kann es bei Behandlung mit Medikamenten, welche stärker auf das Immunsystem einwirken, dazu kommen, dass der Impferfolg eingeschränkt ist. In solchen Fällen ist es möglicherweise sinnvoll, nach erfolgter Impfung gegen SARS-CoV-2 den Impferfolg zu kontrollieren. Dies geschieht, indem die durch die Impfung gebildeten Antikörperspiegel im Blut gemessen werden. Dies sollte aber nur dann geschehen, wenn es von den impfenden Ärzten, nach Rücksprache mit dem behandelnden Hautarzt, für sinnvoll erachtet wird.

Weitere nützliche Informationen

Allgemein gilt: Wenn die Erkrankung (dies gilt für Psoriasis, aber auch für andere Erkrankungen mit Beteiligung des Immunsystems) gut unter Kontrolle ist, kann die Impfung problemlos verabreicht werden und wird auch wirken. Lediglich dann, wenn gerade ein Krankheitsschub vorliegt, sollte eventuell mit der Impfung zugewartet und zuerst der Schub behandelt werden.

 

Viele nützliche Informationen sind auch auf der Website lassdichanschauen.at gesammelt. Hier gibt es Fragen und Antworten zur Coronaimpfung bei Psoriasis, weiters auch einen Link zu Adressen von Hautärzten, viele Informationen über die Krankheit und die Behandlungsoptionen, einen Lebensqualitäts-Check und so manches mehr.

 

AT-OTZ-0621-00012

AUTOR


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ERSTELLUNGSDATUM


09.07.2021
QUELLEN
Wagner, N et al.: Impfen bei Immundefizienz – Anwendungshinweise zu den von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen. (IV) Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 2019;62(4):494-515. doi:10.1007/s00103-019-02905-1
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