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Die Grippe, die immer ins Auge geht

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Die Augengrippe wird oft mit einer Bindehautentzündung verwechselt. (Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com)

Es mag zunächst wie ein schlechter Scherz klingen, aber die Augengrippe gibt es tatsächlich und sie ist gar nicht mal so selten. Viele Betroffene vermuten zunächst eine Bindehautentzündung.

Von Ingwer-Shots über Kräutertees bis hin zu spirituellen Herangehensweisen gibt es unzählige Methoden, um sich vor Erkältungen zu schützen. Dabei wünschen wir uns, endlich mal einen Winter ohne Schnupfen oder Halsweh zu überstehen, an unsere Augen denken wir hingegen kaum. Dabei sind auch diese in den kalten Jahreszeiten gefährdet, sich mit Viren zu infizieren.

Ähnlich zur Bindehautentzündung

Was im Fachjargon auf die unaussprechliche Bezeichnung "Keratoconjunctivitis epidemica" hört, wird im Volksmund simpel Augengrippe genannt. Wie eine echte Grippe wird auch diese Krankheit durch Viren ausgelöst. Die Symptome ähneln hingegen jenen einer Bindehautentzündung. Typische Anzeichen sind dementsprechend rote, tränende, brennende oder geschwollene Augen.

Schwere Diagnose

Außerdem kann es in Einzelfällen zu geschwollenen Lymphknoten kommen. Eine Augengrippe und eben keine Bindehautentzündung zu diagnostizieren ist auch für den Arzt nicht immer leicht, zudem letztgenannte Beschwerde wesentlich häufiger ist. Absolute Sicherheit kann nur durch einen Bindehautabstrich erreicht werden, den der Augenarzt entnimmt, um in weiterer Folge den Erreger zu analysieren.

Abwarten

Denn während die Bindehautentzündung von Bakterien ausgelöst wird, sind bei der Augengrippe eben Viren für die Symptome verantwortlich. In Sachen Therapie ist vor allem Geduld das beste Heilmittel, im Regelfall klingt die Infektion spätestens nach zwei Wochen wieder ab. Wirklich behandelt werden können nach aktuellem Stand nur die Symptome. So sind etwa entsprechende Salben oder Tropfen hilfreich, um ausgetrocknete Augen wieder in den Griff zu bekommen. Bei Verdacht sollten Sie aber in jedem Fall zum Arzt gehen, da im Falle einer Bindehautentzündung andere Mittel notwendig sind.

Gewaschen, nicht geschüttelt

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und auch anderen Viren keine Chance zu geben, ist regelmäßiges Händewaschen in der kälteren Zeit des Jahres unabdingbar. Wer besonders vorsichtig sein möchte, sollte außerdem bei der Begrüßung der Mitmenschen auf das Händeschütteln verzichten. Ob das im Arbeitsalltag umsetzbar ist, sei einmal dahingestellt. Aber ein Winter ohne Schnupfen, das ist ja ohnehin nicht das Wahre.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


18.11.2016

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