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Mythen der Medizin: Lesen bei schlechtem Licht

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Mythen der Medizin: Schadet Lesen bei schlechtem Licht wirklich den Augen? (JenkoAtaman / Fotolia)

In der Serie "Mythen der Medizin" wollen wir die verbreitetesten Weisheiten rund um den menschlichen Körper genauer unter die Lupe nehmen – Was stimmt, was nicht? Diesmal hinterfragen wir, ob Lesen bei schlechtem Licht wirklich den Augen schadet.

Zumindest was die Freizeitgestaltung betrifft, haben Bücher in den letzten Jahren etwas an Bedeutung verloren. Streaming-Angebote und Computerspiele empfinden gerade junge Menschen mittlerweile als attraktivere Abendbeschäftigung. Dennoch bleibt Lesen natürlich ein weit verbreitetes Hobby, das viele auch zum Entspannen vor dem Schlafen nützen – am besten bei getrimmtem Licht. Aber haben unsere Eltern nicht immer gewarnt, dass wir bei schwachem Licht nicht lesen sollen?

Der Mythos

Lesen bei schlechtem Licht schadet den Augen.

Die Erklärung

Schlechtes Licht strengt die Augen mehr an, was zum Verschwimmen der Buchstaben und zu Müdigkeit führen kann. Eine nachhaltige Sehschwäche hat es allerdings nicht zur Folge. Anders ist das bei Kindern im Wachstumsalter. Bei ihnen bewirkt etwa Lesen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke einen Wachstumsreiz für den Augapfel. Dadurch kann sich der Augapfel verlängern und sich eine Kurzsichtigkeit entwickeln.

Das Urteil

RICHTIG! Ganz korrekt ist der Mythos vielleicht nicht, es steckt aber ein wahrer Kern in ihm. Zumindest für Kinder ist das Lesen bei schlechtem Licht keine gute Idee.

AUTOR


Emanuel Munkhambwa
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


11.01.2018
QUELLEN
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