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Schirmer-Test

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Mit einem Schirmer-Test kann ein trockenes Auge diagnostiziert werden. (PixieMe - Fotolia.com)

Mit dem Schirmer-Test lässt sich ermitteln, wie gut die Augen befeuchtet werden. Das Testverfahren untersucht die Bildung von Tränenflüssigkeit aus der Tränendrüse (Tränensekretion).

Die Tränensekretion ist zum Beispiel bei einem Trockenen Auge (Dry eye syndrome) nicht ausreichend vorhanden. Der Schirmer-Test ist, neben der Tränenfilmaufrisszeit (BUT) und der Vitalfärbung mit Bengalrot, der am häufigsten verwendete Test zur Diagnose von Benetzungsstörungen. Er ist annähernd schmerz- und risikofrei.

Anlass des Schirmer-Tests

  • Vorsorgeuntersuchung: Ein Schirmer-Test ist keine Vorsorgeuntersuchung.
  • Diagnosestellung: Mit einem Schirmer-Test kann ein trockenes Auge diagnostiziert werden. Ein positiver Schirmer-Test kann verschiedene Ursachen haben: Das Sjögren-Syndrom (Keratoconjunctivitis Sicca oder Dry eye syndrome), ein Vitamin-A-Mangel, eine Medikamenteneinnahme, eine Erkrankung wie Diabetes oder Rheuma sind nur einige Beispiele.
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Ein einzelner Schirmer-Test sollte nicht als alleiniges Diagnosekriterium für das Sjörgen-Syndrom herangezogen werden. Wiederholte Testergebnisse außerhalb der Normwerte stützen die Diagnose jedoch.

Was passiert bei einem Schirmer-Test?

Zuerst wird die überschüssige Tränenflüssigkeit vorsichtig abgetupft, dann wird ein 35 Millimeter langer und 5 Millimeter breiter spezieller Filterpapierstreifen im Unterlid angebracht. Der Arzt zieht dafür das untere Augenlid vorsichtig nach unten, während der Patient geradeaus und leicht nach oben schaut, und hängt vorsichtig und ohne das Auge zu berühren den umgeknickten Papierstreifen über die Unterlidkante. Der Patient wird aufgefordert, seine Augen leicht zu schließen. Nach 5 Minuten wird das Papier entfernt. Die Strecke, die die Tränenflüssigkeit bis dahin zurückgelegt hat, wird gemessen. Hat die Tränenflüssigkeit weniger als 10 Millimeter zurückgelegt, gilt das Auge als zu trocken.

 

Mit einer lokalen Betäubung des Auges kann sichergestellt werden, dass es zu keiner Reizung des Auges kommt. Es ist aber auch möglich, den Schirmer-Test ohne Lokalanästhesie durchzuführen.

Wer führt den Schirmer-Test durch?

Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie

Gibt es Risiken beim Schirmer-Test?

Der Test ist kaum schmerzhaft und äußerst risikoarm. Ohne eine örtliche Betäubung mit Tropfen kann sich die Untersuchung gelegentlich unangenehm anfühlen. Im sehr seltenen Fall kann es auch zu kleinen Verletzungen kommen.

Was können Sie zum Gelingen des Schirmer-Tests beitragen?

Bewahren Sie Ruhe, auch, wenn es Ihnen unangenehm ist, wenn Ihnen jemand ins Auge greift. Blicken Sie nach oben, während der Arzt den Papierstreifen anbringt.

Kosten & Krankenkasse

Der Schirmer-Test ist eine Leistungsposition der Sozialversicherungen und damit kostenfrei für Versicherte.

AUTOR


Elisabeth Mondl, Barbara Bürscher


ERSTELLUNGSDATUM


11.12.2013
MEDIZINISCHER EXPERTE
UNIV.-PROF. Dr. Andreas Kruger
Augenheilkunde / Allgemeinmedizin
QUELLEN
Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, S. Andreae et al., Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart, 2008
Augenärztliche Therapie, A.Kampik, F. Grehn (Hrsg.), Georg Thieme Verlag. Stuttgart, 2002
Klinische Ophthalmologie, Lehrbuch und Atlas, Jack J. Kanski, B. Bowling, Urban & Fischer Verlag, München, 2008

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