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Sonnenbrille: Schutz vor UV-Strahlung

Junge Frau mit Sonnenbrille ist vor Sonnenlicht geschützt
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Eine perfekte Sonnenbrille sollte, neben dem passenden Stil, vor allem einen hohen UV-Filter vorweisen. (sergey causelove / Shutterstock.com)

Mode und Komfort sind beim Kauf einer Sonnenbrille nicht die einzigen Kriterien. Wie hoch muss der UV-Schutz sein und welche Farbe sollten die Gläser haben?

Sommerbräune, Produktion von Vitamin D, Sonnenbrand und im schlimmsten Fall Hautkrebs: UV-Licht bewirkt vieles in unserem Körper. Intensive UV-Strahlung belastet aber nicht nur die Haut, sie kann auch Schäden an den Augen hinterlassen. Entzündungen und Reizungen der Augen bis hin zu schweren Erkrankungen wie Grauer Star sind mögliche Folgen. Hornhaut, Netzhaut und Bindehaut, aber auch die Iris und die Augenlinse reagieren empfindlich auf übermäßige Sonneneinstrahlung. Um die Augen bestmöglich zu schützen, muss die passende Sonnenbrille mit einem hohen UV-Filter ausgestattet sein.

Zusammenfassung

  • UV-Licht kann auf Dauer den Augen schaden und das Auftreten von Entzündungen, aber auch schweren Krankheiten wie Grauer Star begünstigen.
  • Sonnenbrillen schützen die Augen vor der UV-Strahlung, gute Modelle haben einen optimalen UV-Schutz von bis zu 400 nm. Der Wert bezieht sich auf die verschiedenen Wellenlängen.
  • Für den Alltag sind braune, grüne oder graue Brillengläser am besten geeignet, da die Farben davon am wenigsten verfälscht werden.
  • Um mit der Sonnenbrille auch gut sehen zu können, ist eine regelmäßige Überprüfung der aktuellen Sehkraft notwendig.

Wie hoch soll der UV-Schutz sein?

Das Sonnenlicht besteht aus Ultravioletter Strahlung in verschiedenen Wellenlängen wie UVA mit bis zu 380 nm, UVB mit bis zu 325 nm und UVC Strahlung mit bis zu 280 nm. Gute Sonnenbrillen haben einen optimalen UV-Schutz von bis zu 400 nm.

 

Welchen Schutz eine Sonnenbrille tatsächlich hat, kann aber nur mit einem speziellen Messgerät beim Optiker bestimmt werden. Eine Hilfestellung sollen Schutzzeichen wie "100% UV-Schutz", das "CE"-Zeichen oder die Normen "EN 1836:2005" und "UV400", sein. Wenn eine Sonnenbrille mit "UV 400"-Brillengläsern ausgestattet ist, bedeutet dies, dass keine UV- Strahlen unterhalb 400 nm zum Auge durchgelassen werden.

Welche Sonnenbrille ist die richtige?

Ob rund, eckig, mit breitem oder schmalem Rand, modisches Accessoire oder Zweckmäßigkeit, bunt oder einfarbig, aus Kunststoff oder Metall, mit dunklen oder hellen Gläsern – für nahezu jeden Geschmack gibt es die passende Sonnenbrille. Vor dem Kauf sollte man sich Gedanken über die eigenen Ansprüche machen:

  • Soll sie nur alltagstauglich sein?
  • Soll sie modisch sein und einen "In-Faktor" haben?
  • Soll sie für das Autofahren geeignet sein?
  • Soll sie für lichtempfindliche Personen oder Kinder passen?
  • Soll sie sporttauglich sein?
  • Soll sie vor Fahrtwind, Insekten oder Wasser schützen?
  • Soll sie leicht und robust sein?

Wie soll die Fassung beschaffen sein?

Eine perfekte Sonnenbrille sollte fest, aber trotzdem bequem sitzen. Damit die Augen bestmöglich vor UV-Strahlung geschützt werden, sollten diese vollständig abgedeckt werden. Breite Fassungen und Bügel reduzieren den Einfall des Sonnenlichts ober- und unterhalb, sowie seitlich der Brille. Leichte Materialien aus Kunststoff oder Titan haben meist ein angenehmes, leichtes Tragegefühl.

Welche Arten von Brillenglas gibt es?

Nachdem man die passende Brille gefunden hat, ist es der nächste Schritt, die Art des Glases auszuwählen – Kunststoff oder Mineralglas? Kunststoffgläser sind leichter als Mineralgläser, aber auch hitzeempfindlicher und neigen dazu, schneller Kratzer auf der Oberfläche zu bekommen. Die Qualität des Brillenglases kann man durch einen einfachen Test überprüfen: hält man das Glas auf eine gerade Linie, so darf diese Linie nicht verzerrt oder ungerade erscheinen.

Welche Farbe sollen die Brillengläser haben?

Das Auge reguliert die Menge an einfallendem Sonnenlicht und passt die Pupille an die Gegebenheiten an. Die Wahl der Farbe des Brillenglases soll Farben nicht verfälschen und das Auge schützen. Braune, graue oder grüne Brillengläser sind für den Alltagsgebrauch am besten geeignet, da sie die natürlichen Farben am wenigsten verfälschen. Bei roten, gelben und blauen Gläsern hat es das Auge schwerer – hier korrigiert es die Farbe und passt sie an die Umgebung an. Im Straßenverkehr sollte deshalb darauf verzichtet werden. Orange und Gelb sind bei Sportlern sehr beliebt, weil dadurch Kontraste besser dargestellt werden. Auch von diesen Tönen sollte, wegen der verfälschenden Farbe, beim Autofahren jedoch verzichtet werden.

Welche Tönung ist für welchen Einsatz geeignet?

Die Tönung und die Farbe des Glases sagen nichts über den UV-Schutz der Sonnenbrille aus. Neben dem Schutz vor der unsichtbaren UV-Strahlung soll aber auch die Wirkung des sichtbaren Sonnenlichtes abgeschwächt werden. Zu beachten ist: Je dunkler die Tönung, desto weniger grell erscheint das Licht. Die Pupille stellt sich weit. Das Auge wird durch eine Sonnenbrille, deren Gläser zwar dunkel getönt, aber ohne UV-Schutz ausgestattet sind, mehr belastet.

 

Schutzstufe 0 bis zu 20 % Lichtfilterung

sehr heller Lichtfilter zur leichten Dämpfung des Lichtes

Schutzstufe 1 bis zu 57 % Lichtfilterung

heller bis mittlerer Filter für den Alltagsgebrauch

Schutzstufe 2 bis zu 82 % Lichtfilterung

dunkler Filter für mittlere Lichtverhältnisse

Schutzstufe 3 bis zu 92 % Lichtfilterung

sehr dunkler Filter für starke Lichtverhältnisse

Schutzstufe 4 bis zu 97 % Lichtfilterung

extrem dunkler Filter für extrem starke Lichtverhältnisse

Die richtige Sehstärke

Damit Sie auch mit Ihrer Sonnenbrille gut sehen, lassen Sie bei Ihrem Augenarzt oder Optiker einmal jährlich Ihre Augen und Ihre Sehstärke überprüfen. Denn die schönste Sonnenbrille hilft wenig, wenn man durch Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen nicht ausreichend sieht.

Wie wird die Sonnenbrille gepflegt?

Reste von Sonnencreme, Schweiß, Wasserspritzer oder Staub: Um möglichst lange etwas von seiner Sonnenbrille zu haben, sollte sie regelmäßig mit einem speziellen Reinigungstuch, z.B. aus Mikrofaser, gesäubert werden. Taschentücher, Kleidung oder alkoholische Brillenputztücher eignen sich nicht, da sie die Oberfläche der Gläser zerkratzen oder die Schutzschicht zerstören können.

Wie soll die Sonnenbrille gelagert werden?

Damit die Fassung der Sonnenbrille seine Form behält und keine Kratzer beim Herumliegen entstehen, sollte sie nach dem Tragen in einem für die Brille passenden Hartschalenetui gelagert werden. Lassen Sie die Sonnenbrille außerdem nicht im aufgeheizten Auto zurück: Temperaturen von über 50° Celsius sind im Sommer keine Seltenheit – Kunststofffassungen und Kunststoffgläser können sich verformen. Auch bei Metallbrillen muss man aufpassen: sie können sich ebenso wie das Auto stark aufheizen und dann beim Aufsetzten Verbrennungen verursachen.

AUTOR


Nicole Ecker
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


30.04.2014 / 23.12.2020
MEDIZINISCHER EXPERTE
Manfred Schermann
Augenoptiker