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Hitzekrämpfe

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Bei Hitzekrämpfen muss man sofort den Körper kühlen und viel trinken. (absoluteimages / Fotolia.com)

Hitzekrämpfe entstehen durch eine Kombination aus Hitze, Flüssigkeitsmangel und Salzmangel. Überwiegend sind Schwerstarbeiter und Sportler betroffen. 

Symptome von Hitzekrämpfen sind unangenehme Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe, die besonders in stark belasteten Körperteilen, wie z.B. Waden, Oberschenkeln oder Rücken auftreten. Wie bei anderen Hitzeerkrankungen, z.B.Hitzeschlag oder Sonnenstich, können auch Unwohlsein, Kopfschmerzen sowie Bewusstlosigkeit hinzukommen. Erstmaßnahmen sind Wechsel in kühlere Umgebung, Trinken von Kochsalzlösungen und Ruhe. Bei schweren Verläufen mit Ohnmacht muss die Rettung verständigt werden. 

Häufigkeit von Hitzekrämpfen

Hitzekrämpfe treten besonders häufig bei Personen auf, die strahlender Hitze ausgesetzt sind und dabei gleichzeitig schwere Arbeit verrichten, z.B. an einem Hochofen. Sport im Sommer (Radfahren, Laufen etc.) kann bei zu geringer Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung ebenfalls Hitzekrämpfe begünstigen. 

Hitzekrämpfe: Ursache/Symptome/Verlauf

Ein Hitzekrampf kann entstehen, wenn es aufgrund von starkem Schwitzen zu Flüssigkeits- und Salzmangel kommt. Je höher das Flüssigkeitsdefizit, desto eher kann es zu den unangenehmen Symptomen der Hitzeerkrankung kommen. Wenn 2 bis 3 Liter Wasser im Körper fehlen und der Salzgehalt (insbesondere Kochsalz) im Blut unter einen bestimmten Wert gesunken ist, sind Hitzekrämpfe wahrscheinlich. 
 

Durch den Salzverlust, auch als Elektrolytstörung bezeichnet, treten folgende Symptome auf: 

  • Muskelzuckungen
  • Muskelkrämpfe

 

Die Krämpfe treten vor allem in den am stärksten beanspruchten Köperregionen auf, z.B. bei Arbeitern in den Beinen oder in der Rückenmuskulatur. Neben Hitzekrämpfen kann es auch zu Symptomen eines Hitzeschlags kommen, wie Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerz oder sogar Bewusstlosigkeit (Hitzesynkope). Hitzekrämpfe treten asymmetrisch auf, wodurch sie sich deutlich vom Wundstarrkrampf (Tetanus) abgrenzen lassen. 

Diagnose von Hitzekrämpfen

Die Diagnose stellt der Arzt aufgrund der Schilderungen des Patienten bzw. anhand der offensichtlichen Umstände (Hitze, Arbeitssituation etc.). Im Zweifelsfall kann eine Blutuntersuchung als diagnostisches Hilfsmittel herangezogen werden. 

Therapie von Hitzekrämpfen

Zur Linderung von Hitzekrämpfen sind folgende Erste-Hilfe- und ärztliche Sofortmaßnahmen sinnvoll: 
 

  • Wechsel in kühlere Umgebung
  • 
Infusionen mit isotonischer Kochsalzlösung

  • Trinken von Wasser mit 0,1 % Salzzusatz (bei 2 Liter Wasser ein halber Teelöffel Salz)
  • Zur Stabilisierung des Kreislaufs Hochlagerung der Beine
  • Bei Ohnmacht stabile Seitenlage zur Freihaltung der Atemwege 
     

Hitzekrämpfe: Was können Sie selbst tun?

  • Flüssigkeitsmangel vermeiden: Trinken Sie bei anstrengenden Tätigkeiten, sei es Sport oder Arbeit, stets ausreichend Wasser, ungezuckerte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Bei Neigung zu Hitzeerkrankungen sind isotonische Getränke empfehlenswert. 
  • Eigene Energiereserven richtig einschätzen: Bekommen Sie Kreislaufschwierigkeiten, wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Muskelbeschwerden, legen Sie eine Pause ein, trinken Sie etwas und gehen Sie in eine kühlere Umgebung. Legen Sie sich hin und lagern Sie die Beine hoch. 
  • Sport im Sommer gut dosieren: Übertreiben Sie Bewegung bei Hitze nicht. Muten Sie sich nicht zu viel zu und achten Sie darauf, nicht in praller Sonne bei wenig Flüssigkeitskonsum zu trainieren. 
  • Elektrolythaushalt unterstützen: Hitzekrämpfe entstehen u.a. durch Salzmangel. Trinken Sie bei körperlicher Belastung isotonische Getränke und essen Sie bei Wärme über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten, um den Salzgehalt im Blut stabil zu halten. 
AUTOR


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


08.07.2015 / 23.04.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Peter Haubenberger
Akupunktur, Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie, Notarzt
LETZTES REVIEW
QUELLEN
EbM-Guidelines, Evidenzbasierte Medizin für Klinik und Praxis, S. Rabady, A. Sönnichsen (Hg.), 5. Auflage, Verlagshaus der Ärzte, Wien, 2011

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