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Knochendichtemessung

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Die Knochendichtemessung ist eine Methode zur Diagnose von Osteoporose. (fotoliaxrender / Fotolia)

Die Knochendichtemessung (DXA, DEXA, Osteodensitometrie) ist eine Röntgenuntersuchung bei der der Mineralgehalt der Knochen, die "Knochendichte", überprüft wird. 

Sie wird meist an Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals gemessen. Neben einem ausführlichen Arzt- Patienten-Gespräch und verschiedenen Blutuntersuchungen ist die Knochendichtemessung das wichtigste Instrument zur Diagnose von Osteoporose. Die am häufigsten verwendete und von der WHO empfohlene Methode ist die sogenannte DXA-Knochendichtemessung. Die Untersuchung ist schmerzfrei und hat keine Risiken. 

  • Vorsorgeuntersuchung: Eine Knochendichtemessung sollte bei allen Frauen ab 65, wenn die Menopause besonders früh beginnt oder wenn auch Angehörige an Osteoporose erkrankt sind durchgeführt werden. Eine jährliche Knochendichtemessung ist jedoch nicht sinnvoll, da die Knochendichte sehr langsam abnimmt. Je nach Schweregrad sollten Osteoporose-Risiko-Patienten alle 2-3 Jahre eine Knochendichtemessung durchführen lassen. 
  • Diagnosestellung: Zur Früherkennung und Diagnose von Osteoporose ist die Knochendichtemessung die wichtigste Untersuchungsmethode. 
  • Verlaufskontrolle, Operations- und Behandlungsnachsorge: um den Erfolg einer Behandlung festzustellen. 

Was passiert bei einer Knochendichtemessung?

Die Knochendichtemessung mittels Doppelenergie-Röntgenabsorptionsmethode (DXA, DEXA) ist die von der WHO empfohlene und am häufigsten verwendete Methode zur Diagnose von Osteoporose. Sie ist nur mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden und misst den Mineralstoffgehalt des Knochens. Eine DXA- Knochendichtemessung dauert nur ein paar Minuten und kann ambulant passieren. Die Untersuchung erfolgt im Liegen in einem speziellen Röntgengerät. Ein spezieller Röntgenstrahl "tastet" den Körper ab. Die häufigsten osteoporotischen Knochenbrüche erfolgen an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals, daher wird eine Knochendichtemessung an diesen Stellen durchgeführt. 
 

Die ermittelten Werte werden anschließend mit den Standardwerten eines gesunden 20-40 jährigen Menschen verglichen. Diese Differenz wird als T-Score oder T-Wert bezeichnet. Liegt dieser Wert bei -1 bis -2,5 spricht man von der Vorstufe von Osteoporose (Osteopenie). Werte ab -2,5 diagnostizieren eine Osteoporose. 

Quantitative Computertomographie

Eine weitere Methode der Knochendichtemessung ist die quantitative Computertomographie (QCT). Gemessen wird dabei an der Wirbelsäule. Dabei ist die Strahlenbelastung höher. Die QCT-Knochendichtemessung ist nicht so aussagekräftig wie die DXA-Knochendichtemessung. 

Ultraschall

Die Knochendichte lässt sich mit Hilfe von Röntgenstrahlen oder im CT ermitteln, es besteht auch die Möglichkeit der Knochendichtemessung mittels Ultraschall. Der Vorteil dabei ist, dass es für den Patienten zu keiner Strahlenbelastung kommt. Der Nachteil ist aber, dass es noch zu wenig Erfahrungswerte für eine sichere Diagnose gibt. Nach der Untersuchung werden die Ergebnisse mit dem Patienten besprochen. Gegebenenfalls wird auch eine erforderliche Therapie in die Wege geleitet. 

Wer macht eine Knochendichtemessung?

  • Radiologietechnologe

  • Auswertung durch Facharzt für Radiologie oder Nuklearmedizin 

Hat die Knochendichtemessung Risiken?

Eine Knochendichtemessung ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Bei der Untersuchung kommen jedoch Röntgenstrahlen zum Einsatz, deshalb sollte eine Knochendichtemessung bei Schwangeren vermieden werden. 

Was können Sie zur Knochendichtemessung beitragen?

Vor der Knochendichtemessung müssen Sie alle metallischen Gegenstände, die Sie tragen entfernen. Setzen Sie Ihren Arzt darüber in Kenntnis, falls Sie an der Wirbelsäule oder am Oberschenkel operiert wurden, wenn Sie Metallteile im Knochen haben oder bereits Knochenbrüche erleiden mussten. All diese Dinge können die Knochendichtemessung verfälschen. 

Anlass einer Knochendichtemessung

Vorsorgeuntersuchung: Eine Knochendichtemessung sollte bei allen Frauen ab 65, wenn die Menopause besonders früh beginnt oder wenn auch Angehörige an Osteoporose erkrankt sind durchgeführt werden. Eine jährliche Knochendichtemessung ist jedoch nicht sinnvoll, da die Knochendichte sehr langsam abnimmt. Je nach Schweregrad sollten Osteoporose-Risiko-Patienten alle 2-3 Jahre eine Knochendichtemessung durchführen lassen. 

Kosten & Krankenkasse

Für eine Knochendichtemessung ist eine Zuweisung nötig. Diese ist nach Ausstellungsdatum einen Monat gültig. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. 

AUTOR


Elisabeth Mondl, Barbara Bürscher


ERSTELLUNGSDATUM


13.03.2014
MEDIZINISCHER EXPERTE
Prim. Dr. Hans Peter Sochor
Facharzt für Radiologie Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer Diagnosticum Gersthof, Röntgenordination Dr. Sochor & Partner, 1180 Wien
QUELLEN
Osteoporose. Prävention, Diagnostik, Therapie. R. Bartl (Hrsg.), 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2011

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