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Neue OP bei Leistenbruch für schnellere Heilung

Neue OP bei Leistenbruch für schnellere Heilung
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Bei manchen Hernien-Operationen ist man schon nach einer Woche wieder einsatzfähig. (photophonie / Fotolia.com)

Fast jeder 3. Mann hat einmal im Leben einen Leistenbruch. Eine neue OP-Methode sorgt für einen schnelleren Heilungsprozess. 

Aufgrund eines anatomischen Unterschiedes in der Bauchwand treten Hernien bei Männern und Buben wesentlich häufiger auf als bei Frauen. Eine Hernie, umgangssprachlich auch "Bruch" genannt, liegt vor, wenn Gewebe oder Organe ihren Platz verändern und durch eine Schwachstelle der Bauchwand austreten. Durch eine Operation kann eine Hernie zumeist relativ problemlos behoben werden. Bleibt sie unbehandelt, kann ein Organ eingeklemmt werden, was einen medizinischen Notfall darstellt. Mit der Knopfloch-OP wird die Heilungsdauer verkürzt und das Risiko einer Komplikation in der Heilungsphase reduziert. 

Risiko-Faktoren für Hernien

Manche Menschen haben aufgrund anatomischer Gegebenheiten von vornherein ein erhöhtes Risiko, eine Hernie zu entwickeln. Folgende Faktoren können das Bindegewebe zusätzlich schwächen und erhöhen so das Risiko einer Hernie: 

Knopfloch-Methode mit Netztechnik

Hernien müssen operiert werden, da sie von selbst nicht heilen. Eine OP kann die Schwachstelle der Bauchmuskulatur schließen. Dabei kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Neuartige Methoden versprechen eine kürzere Heilungsdauer und ein verringertes Rückfallrisiko. Bei sogenannte "Knopflochtechniken" wird die Hernie von außen operiert, ohne das Bauchfell einzuschneiden oder in die Bauchhöhle einzudringen. Bei der TEP-Methode wird ein Kunststoffnetz über die Bruchstelle gelegt und muss nicht fixiert werden. Der natürliche Bauchinnendruck sorgt dafür, dass das Netz festgehalten wird. 

Schneller wieder fit

Da OP-Techniken wie diese nicht tief in den Körper eindringen, braucht es nur einen Klinikaufenthalt von ein bis zwei Nächten und gelten als sehr schmerzarm. Bereits nach nur einer Woche kann der Patient langsam wieder gewohnte Aktivitäten aufnehmen. Im Vergleich zu der herkömmlichen Operationstechnik ist der Heilungszeitraum wesentlich verkürzt. 
 

Außerdem sind die neuen OPs weniger fehleranfällig. Da der Chirurg mit sensiblen Organen, wie etwa dem Darm nicht in Berührung kommt, kann es nicht zu inneren Verletzungen oder einer Schädigung der Nerven kommen. 

OP-Methode nicht für alle geeignet

Gerade Personen, die im Berufsleben stehen oder viel Sport ausüben, wünschen sich häufig eine Operation, nach der sie schnellstmöglich wieder einsatzfähig sind. Bei Hernien kann man jedoch erst ab circa 18 Jahren die Netzimplantation vornehmen, da der Körper vollständig ausgewachsen sein muss. Kommt die TEP-Methode infrage und ist der Chirurg dafür ausgebildet, verspricht sie eine sehr geringe postoperativen Komplikationsrate. 

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Juli Wild


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


24.10.2014 / 23.05.2019

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