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Schlechte Körperhaltung: Test entwickelt

Schlechte Haltung: Test entwickelt
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Chronische Probleme aufgrund langjähriger Fehlhaltungen werden leider immer häufiger. (Andrey Popov / Fotolia.com)

Haltungsprobleme junger Menschen werden leider immer häufiger, in Mitteleuropa sollen sogar mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen betroffen sein. Ein neues Testverfahren könnte künftig der besseren Analyse dienen. 

Die Geschichte der Menschheit ist von einem steten Wandel der Lebensweisen geprägt. In den letzten Jahrzehnten haben sich Veränderungen aber besonders schnell entwickelt, was unseren Körpern sowohl Vor- als auch Nachteile beschert hat. Der Fortschritt der medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten ist freilich enorm, der Alltag hingegen wird stets etwas ungesünder. Besonders gut zu erkennen ist das an Schätzungen, wonach etwa jeder zweite Mitteleuropäer bereits im Kindes- oder jugendlichen Alter Haltungsprobleme haben soll. 

Weniger Bewegung

Größter Faktor bei dieser bedenklichen Entwicklung ist der akute Bewegungsmangel. Nicht nur der fehlende Sport ist ein Problem, prinzipiell erlebt die Freizeitgestaltung einen Wandel. Der Boom technischer Geräte - von Computer bis Smartphone - führt dazu, dass gerade junge Menschen immer mehr Tätigkeiten im Sitzen verüben. Gesundheitliche Probleme wie Hohlkreuz, Rundrücken oder vorstehende Schultern werden in der Folge häufiger. Zumindest im Feststellen einer Fehlstellung wurde nun ein wichtiger Fortschritt erzielt. 

3 Fotos zur Diagnose

Bislang fehlten einheitliche Richtlinien, Ärzte diagnostizierten oft sehr unterschiedlich. Im Zuge eines Forschungsprojektes haben Experten nun aber ein Verfahren erzielt, das ein eindeutiges Ergebnis hervorbringen soll. Zentrum dieses Tests sind 3 Fotos, die das womöglich betroffene Kind jeweils von der Seite abbilden. Beim ersten Bild wird eine möglichst natürliche Körperhaltung eingenommen, auf dem zweiten Foto soll das Kind sich bewusst aufrichten und zum Abschluss muss es genau so stehen bleiben, schließt allerdings die Augen

Gute Therapiemöglichkeiten

Der dritte Punkt dürfte wohl etwas überraschend sein, tatsächlich aber verändert sich bei vielen Menschen die Haltung, wenn sie die Augen schließen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Körperwahrnehmung nicht gut genug ist, um aus dem Gehirn abgerufen werden zu können. So düster all dies klingen mag, junge Menschen müssen keineswegs verzweifeln. Mit entsprechenden Übungen sowie regelmäßiger Bewegung lassen sich Haltungsprobleme gut therapieren. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


09.06.2016

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