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Sport mit künstlichem Gelenk

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Auch nach der Reha: Gelenke – eigene wie künstliche – wollen regelmäßig bewegt werden. (Tyler Olson / Fotolia)

Regelmäßige Bewegung – etwa Nordic Walking, Yoga oder Radfahren – hilft, die Funktion einer Endoprothese langfristig aufrechtzuerhalten.

Nach dem Einsatz einer Endoprothese fragen sich viele Patienten, ob und wann sie sich wieder sportlich betätigen können. Häufig wird angenommen, dass Bewegung vermieden werden sollte, da sie die Prothese schneller verschleißen lässt. Dabei ist regelmäßige körperliche Aktivität der langfristigen Funktion von Hüftgelenk & Co. sogar zuträglich. Ein neues Gelenk bringt jedoch häufig eine gewisse Verunsicherung mit sich. Grundsätzlich raten Experten: Regelmäßige Belastung ist wichtig für die Knochenintegration der Prothese und hilft, einer Osteoporose vorzubeugen. Mangelnde körperliche Aktivität kann zu einem Knochenmasseverlust von bis zu zehn Prozent führen. „Mangelnde Bewegung aufgrund einer Endoprothese kann enorme gesundheitliche Folgen haben, welche oft zu weiteren Operationen führen – diese Kettenreaktion gilt es, gar nicht erst zuzulassen“, warnt Dr. Max Böhler, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Wien.

Mit dem Arzt absprechen

Knorpel, Knochen, Muskeln und Gelenke brauchen die regelmäßige Belastung, um ihre Funktion aufrecht zu erhalten und zur Nährstoffaufnahme. „Für Patienten mit Endoprothesen, die weiterhin Sport betreiben oder mit regelmäßiger Bewegung beginnen möchten, ist es wichtig, die richtige Sportart, Methode und Intensität zu wählen“, so Dr. Böhler. Besonders Sporteinsteiger sollten sich unbedingt vorab beraten lassen und ein geeignetes Training mit einem Arzt besprechen.

Lieber Yoga statt Squash

„Je nach Art des Implantats sind andere Sportarten und Bewegungsabläufe zu empfehlen. Zyklische Bewegungen und Sportarten sind jedoch in den meisten Fällen besonders gut geeignet“, rät Dr. Böhler. Nordic-Walking, Radfahren, Yoga, Schwimmen, Rudern und auch moderates Joggen eignen sich gut, um trotz Endoprothese fit zu bleiben und Gelenke in Bewegung zu halten, ohne sie zu sehr dabei zu belasten. Dr. Böhler weist jedoch darauf hin: „Unbedingt zu vermeiden sind Sportarten mit raschen Bewegungen und schnellem Belastungswechsel wie zum Beispiel Tennis, Squash oder Fußball.“ Diese Bewegungsabläufe bergen ein erhöhtes Risiko für Ausrenkungen und Stürze.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


27.06.2018
QUELLEN
Presseaussendung "Unbeschwerter Sport trotz Endoprothese" vom 27.06.2018

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