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7 Basisübungen für ein Faszientraining

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Das Faszien-Training gewinnt immer mehr an Beliebtheit. (sabine hürdler - Fotolia.com)

Die Fascial-Fitness-Basisübungen lassen sich in präventive Gesundheitsprogramme, in ganzheitliche Bewegungsansätze, in die medizinische Rehabilitation und das Training für Leistungssportler integrieren. 

Die aus Kollagen, Wasser, Zucker und Eiweißen aufgebauten weißen, nahezu durchsichtigen Faszien vernetzen den gesamten Körper. Ihre Eigenschaften sind mit denen einer Frischhaltefolie vergleichbar. Legt man zwei Stücke inhaltslos übereinander, verkleben die Teile augenblicklich und werden unbenutzbar. Ähnlich verhält es sich beim menschlichen Bindegewebe: Mangelt es den Faszien an Geschmeidigkeit, sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt. Umgekehrt aber:  Je flexibler und elastischer die Faszien sind, umso belastbarer sind sie auch im Alltag. Und desto eher sind wir vor Verspannungen und Schmerzen gefeit.

Ein optimales Faszientraining beruht auf 4 Prinzipien

1. Prinzip: Elastisches Federn 

Was ist das? Kängurus können bis zu 13 Meter springen. Das Interessante daran: Die Tiere beziehen die enorme Sprungkraft nicht aus reiner Muskelkraft, sondern aus einer elastischen Speicherenergie – dem sogenannten Katapultmechanismus. Über eine Vielzahl an dynamischen Federungen lässt sich dieser Katapulteffekt auch im Faszientraining forcieren. Kinder, die auf Spielplätzen herumtoben und herumspringen, bedienen sich so eines natürlichen Faszientrainings.

 

Wofür wichtig? Ziel dieses Prinzip ist es, die Elastizität der Faszien zu steigern, um sie so jugendlicher und widerstandsfähiger zu machen. 

 

2. Prinzip: Fasziales Dehnen

Was ist das? Faszien lieben es, in möglichst viele Richtungen und Winkeln gezogen und gedehnt zu werden. Die Dehnübungen sollten über möglichst lange Faszienketten, also über Positionen, die über mehrere Gelenke ziehen durchgeführt werden. Durch kleine Minifederungen oder den Einsatz von Gewichten wird die Muskulatur innerhalb der Dehnbewegung aktiviert.

 

Wofür wichtig? Durch das Dehnen in unterschiedliche Richtungen, werden die Faszienschichten wieder gleitfähiger. Auf diese Weise können Beweglichkeit und Flexibilität bis ins hohe Alter beibehalten werden.

 

3. Prinzip: Sensorisches Verfeinern

Was ist das? Ob wir geschmeidig elegant oder eher tollpatschig durchs Leben gehen hängt von der Körperwahrnehmung, der sogenannten Propriozeption ab. Überraschender Weise findet sich diese „Wahrnehmungsfühler“ im faszialen Netzwerk. Tatsächlich stellen die Faszien mit ihren sensiblen Nerven unser größtes Sinnesorgan dar. Spannend: In den Faszien gibt es sechs Mal mehr dieser Rezeptoren als in den Muskelspindeln. Diese sensiblen „Antennen“ gilt es zu trainieren.

 

Wofür wichtig? Bestimmte Schmerzformen können durch das Verfeinern der Körperwahrnehmung reduziert werden.

 

4. Prinzip: Fasziales Lösen

Was ist das? Über das Training mit einer festen Schaumstoffrolle können fasziale Verdickungen gelöst und das Gewebe wieder durchfeuchtet werden.

 

Wofür wichtig? Durch die verbesserte Wasserbindung werden die Faszien wieder fester und belastbarer. Auf diese Weise werden auch Schmerzzustände gelindert.

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGSDATUM


27.07.2017
QUELLEN
Faszien Fitness, R. Schleip, riva Verlag, München, 2015
Training für die Faszien - die Erfolgsformel für ein straffes Bindegewebe, D. Müller, südwest Verlag, München 2015

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