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Gebärmutterhalskrebs: Diagnose-Tool Tampon

Gebärmutterhalskrebs kann jetzt auch mit Tampon nachgewiesen werden.
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Gebärmutterhalskrebs kann künftig neben dem PAP-Abstrich auch via Tampons nachgewiesen werden. (George Dolgikh / Fotolia.com)

Gebärmutterhalskrebs kann auf gebrauchten Tampons nachgewiesen werden. Herausgefunden haben das Forscher der Mayo Clinic, sie möchten damit die Diagnose vereinfachen.

Die Periode ist ein reinigender Prozess. Sie stößt in jedem Zyklus die neu gebildete Gebärmutterschleimhaut ab. Bei Gebärmutterhalskrebs verändern sich Zellen – Sie mutieren zu Krebszellen. Bei der Regel würden auch diese Krebszellen aus der Gebärmutter ausgeschwemmt werden, und sich auf Tampon oder Binde wiederfinden. Zur Diagnose von Gebärmutterhalskrebs ist derzeit nur der PAP-Abstrich im Einsatz.

Änderung des Zellerbgutes auf Tampon nachweisbar

66 Frauen wurden untersucht, davon waren 38 erkrankt und 28 gesund. Auf den Tampons der Frauen mit Gebärmutterhalskrebs wurde eine Änderung des Zellerbgutes festgestellt. Damit haben die Forscher gezeigt: Gebärmutterhalskrebs ist auf Tampons nachweisbar.

 

Sie möchten die Tampons via Spezialsets in Apotheken verkaufen. Bis dahin müssen sie den Tampon noch weiterentwickeln, denn das derzeitige Verfahren ist für den Heimgebrauch bisher zu teuer.

Gebärmutterhalskrebs in Österreich

In Österreich erkranken rund 400 Frauen an Gebärmutterhalskrebs jährlich. Durch Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt, insbesondere der PAP-Abstrich und die HPV-Impfung, die seit 2006 am Markt ist, sinkt die Zahl der Neuerkrankungen. Rund 180 Österreicherinnen sterben jährlich an Gebärmutterhalskrebs.

AUTOR


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


08.04.2015

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