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Wechselbeschwerden lindern

Wie kann man Wechselbeschwerden lindern?
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Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung können Wechselbeschwerden mildern. (Picture-Factory / Fotolia)

4 Faktoren können Wechselbeschwerden verschlimmern: zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel Salz und zu wenig Bewegung.

Die Ernährung trägt wesentlich dazu bei, dass die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, gesund bleiben. Die Energie, die für alle Abläufe im Körper notwendig ist, wird in den Mitochondrien bereitgestellt.

 

„Mit zunehmendem Alter und auch durch Dauerstress, Medikamenteneinnahme oder Nikotin‐ und Alkoholkonsum benötigt der Körper immer mehr Energie. Bekommt er sie nicht, steigt die Belastung, die Zellen werden träge, radikale Stoffe – sogenannte freie Radikale – nehmen zu“, wie Univ.-Ass. Prof. Dr. Markus Metka, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Oberarzt an der Univ. Klinik für Frauenheilkunde am Wiener AKH zusammenfasst.

Jungbrunnen Ernährung

Folgende Lebensmittel und Inhaltsstoffe beeinflussen den Stoffwechsel gerade auch im Wechsel positiv:

  • Omega3Fettsäuren: sie sind wichtig für das Gehirn und tragen zur gesunden Funktion des Herzens bei, Omega-3-Fettsäuren regulieren die Blutfettwerte.

  • Ginseng: er unterstützt die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

  • Knoblauch: er beeinflusst den Cholesterinspiegel und die Blutfette positiv.

  • Kräuter statt Salz: zuviel Salz ist schädlich, Kräuter hingegen enthalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

  • Olivenöl: es verbessert den Cholesterinwert, das Pflanzenfett erhöht das gute HDL‐ und senkt schädliches LDL‐Cholesterin.

  • Tomaten: sie bergen den Radikalfänger Lycopin, ihm werden krebsschützende Eigenschaften nachgesagt.

Welche Rolle die Bewegung spielt

Vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Rudern und Radfahren sind in den Wechseljahren und danach besonders geeignet, den Sauerstoffaustausch in den Zellen anzukurbeln. Ideal ist es zusätzlich 2 bis 3 Mal in der Woche die Muskeln gezielt zu trainieren. Entspannungs- und Meditationstechniken wie Yoga, Qigong und Tai‐Chi wirken sich nicht nur positiv auf die Psyche, sondern unter anderem auch auf Blutdruck und Bewegungsapparat aus. Schwimmen schont die Gelenke und Tanzen reduziert auf vielfache Weise altersbedingte Probleme. Es kurbelt die Gehirntätigkeit an und wirkt Stress entgegen.

Was passiert in den Wechseljahren?

Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr der Frau stellen die Eierstöcke schrittweise ihre Tätigkeit ein, es kommt zur letzten Menstruation – diese Phase wird auch als Wechsel oder Klimakterium bezeichnet; gefolgt von der Menopause, die nach der letzten Regelblutung beginnt und bis ins hohe Alter dauert. Bei jeder zweiten bzw. dritten Frau können Symptome wie

  • Wallungen,

  • Schweißausbrüche,

  • Durchschlafstörungen

  • Trockenheit der Schleimhaut

  • Depressive Verstimmungen,

  • Gewichts‐ und Verdauungsprobleme

  • Herzklopfen oder auch

  • Kopfschmerzen auftreten.

 

Bei leichteren bis mittleren Beschwerden können Substanzen wie etwa pflanzliche Arzneimittel aus Soja, Rotklee, Traubensilberkerze, Frauenmantel oder Scharfgarbe mildernd wirken aber auch Wirkstoffe aus der TCM. Isoflavone aus Soja und Rotklee können regulierend den Hormonhaushalt beeinflussen, ohne selbst Hormone zu sein.

 

Sollte eine medikamentöse Hormontherapie bei starken Beschwerden nötig sein, ist es wichtig mit dem Arzt genau abzuklären: welches Hormon wird benötigt, in welcher Dosierung, lokal oder für den ganzen Körper und wie lange wird das Hormon eingenommen.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


11.03.2015
QUELLEN
Pressekonferenz "Individualisierte Therapien gegen das Menopausen‐Syndrom", Wien am 04.03.2015

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