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Übertragungsweg von Alzheimer: Ansteckend?

Übertragungsweg von Alzheimer: Ansteckend?
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130.000 sind in Österreich an Alzheimer, 20.000 an Parkinson erkrankt. (bilderstoeckchen / Fotolia.com)

Parkinson und Alzheimer (Demenz) - Wer die falschen Gene oder einen ungesunden Lebenswandel hat, hat ein größeres Risiko daran zu erkranken. Forscher entdeckten nun einen weiteren Übertragungsweg. 

 

130.000 Menschen sind in Österreich erkrankt - die Ursachen von Alzheimer und Parkinson sind noch weitgehend unerforscht - Thesen darüber gibt es viele, erst kürzlich beschäftigte sich eine Studie darüber, wie das Gehirn mit erhöhter Denkaktivität Alzheimer ausgleicht. Jetzt macht ein Neuropathologe auf einen neuen Übertragungsweg aufmerksam: Alzheimer und Parkinson könnten ansteckend sein. Aber nicht etwa im sozialen Kontakt, sondern per Kettenreaktion in den Gehirnarealen. Damit würden sie sich wie eine Infektionskrankheit verhalten. 

Wie ansteckend ist Alzheimer?

Mögliche neue Übertragungswege wurden am Medizinerkongress in München diskutiert. Gleichzeitig betont der Neuropathologe Armin Giese, dass es keine Hinweise gibt sich beim sozialen Kontakt mit Alzheimer oder Parkinson anzustecken. Bei Bluttransfusionen oder Hirnoperationen sind mögliche Übertragungswege nicht vollständig geklärt. In Tierexperimenten mit Affen konnten diese Mechanismen beobachtet werden. 

Was im Gehirn passiert

Alzheimer und Parkinson breiten sich im Gehirn wie eine Infektionskrankheit aus, berichtet Giese. Die Ablagerungen im Gehirn können offenbar eine Kettenreaktion auslösen, die sich auf verschiedene Gehirnteile übertragen. 

 

Wie sich diese Kettenreaktion aufhalten lässt, damit beschäftigt sich die Neuromedizin. Gelingt es herauszufinden wie diese Kettenreaktionen gestoppt werden können, kann das ein wichtiger Schritt zur Behandlung von Demenz oder Parkinson sein. 

AUTOR


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


17.09.2014

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