×
×
articleicon

Pilotprojekt: Wie verhält sich Alzheimer bei Jüngeren?

Pilotprojekt: Wie verhält sich Alzheimer bei Jüngeren?
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Bei jüngeren Alzheimer-Betroffenen stellen sich keine Gedächtnislücken ein, sondern Verhaltensaufälligkeiten. (Finanzfoto / Fotolia.com)

Denken Sie bei Alzheimer auch zuerst an betagte Menschen? Die Erkrankung kann allerdings auch deutlich Jüngere treffen. Ein Pilotprojekt aus Deutschland setzt sich nun mit jungen Alzheimer-Betroffenen zwischen 45 und 69 Jahren auseinander, denn für diese Altersgruppe gibt es noch keine passenden Hilfestellungen. 

 

Die Münsterer Alzheimer Gesellschaft merkt an, dass jüngere Betroffene bei der Diagnose häufig durchs Raster fallen, weil Alzheimer bei ihnen meist mit anderen Erst-Symptomen verbunden ist. Anstatt der erwarteten Gedächtnislücken stellen sich bei jüngeren Betroffenen zunächst häufig Verhaltensauffälligkeiten ein. Die Folge: Betroffene landen häufiger bei der Eheberatung als beim Alzheimer-Experten. 

"FrühLink" soll neue Erkenntnisse schaffen

Das Forschungsprojekt "FrühLink", an dem neben der Technischen Krankenkasse auch die LWL-Klinik Münster beteiligt ist, hat sich deshalb das Ziel gesetzt, Fehldiagnosen zukünftig zu vermeiden. Zudem sollen bis 2015 konkrete Alltagshilfen für junge Alzheimer-Patienten herausgearbeitet werden, da sich die bestehenden nicht ausreichend an den Umständen und Bedürfnissen jüngerer Betroffener orientieren. Angehörige und medizinisches Personal werden im Rahmen von "FrühLink" beratend unterstützt. Zudem wird auf Basis der Projektergebnisse eine Informationsbroschüre herausgearbeitet. 

 

Alzheimer gilt als die häufigste vorkommende Demenzerkrankung. Vor dem Hintergrund, dass alleine in Österreich rund 130.000 Menschen betroffen sind und eine Früherkennung die Selbstständigkeit der Betroffenen durch die rechtzeitige Einnahme von Antidementiva hinaus gezögert werden kann, dürfte das Projekt "FrühLink" für viele eine große Hilfe sein. In Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Erst vor kurzem sorgte ein Studienergebnis für Aufsehen, demnach Vitamin-D- Mangel das Risiko verdopple an Demenz zu erkranken. 

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


19.08.2014

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von minimed.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von minimed.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von minimed.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.