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Elektroenzephalographie

Junge Frau beim EEG
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Das Elektroenzephalogramm kommt vorwiegend bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Epilepsie zum Einsatz. (Viacheslav Iakobchuk / Fotolia)

Eine Elektroenzephalographie (EEG, Hirnstrombild) misst die Gehirnaktivität, indem sie die Spannungsänderungen der Nervenzellen im Bereich der Hirnrinde abbildet.

Das Elektroenzephalogramm kommt vorwiegend bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Epilepsie zum Einsatz, sowie bei der Überwachung von Patienten mit Beusstseinsstörungen. Während eines EEG werden Elektroden am Kopf angebracht, die die Hirnströme messen. Die Elektroenzephalographie ist schmerzfrei und stellt für den Patienten unter Beachtung von Kontraindikationen gegen Aktivierungsmethoden kein Risiko dar.

Anlass einer Elektroenzephalographie

  • Vorsorgeuntersuchung: Das EEG ist keine Vorsorgeuntersuchung.
  • Diagnosestellung: Zur Diagnose von Epilepsie und bei der Feststellung des Hirntodes spielt das EEG eine wichtige Rolle. In der Schlafmedizin dient das EEG der Diagnostik von Schlafstörungen.
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Das EEG ist Verlaufskontrolle bei Epilepsie. Bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen lässt sich mit einem EEG die Hirnaktivität beurteilen.

Was passiert bei einem EEG?

Ein EEG erfolgt in einem abgedunkelten Raum. Es wird meist im Liegen durchgeführt, ist aber auch im Sitzen möglich. Die Untersuchung nimmt in etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Bei einer Elektroenzephalographie werden an der Schädeldecke Elektroden angebracht, die die elektrischen Spannungen der Nervenzellen registrieren. Die Elektroden sind in eine Art Haube eingearbeitet. So wird sichergestellt, dass sie während der Untersuchung nicht verrutschen. Ähnlich wie bei der Elektrokardiographie verstärkt das Messgerät, der Elektroenzephalograph, die elektrische Spannung und zeichnet sie auf.

 

Für die Diagnose von Schlaganfällen oder Hirnaneurysmen eignen sich bildgebende Verfahren wie das CT oder die MRT besser, weil sie, anders als das EEG, ein Bild vom Gehirn liefern.

 

Das EEG in der Schlafmedizin

Auch in der Schlafmedizin findet das EEG Verwendung. Die sehr aufwendige Methode kommt allerdings erst zum Einsatz, wenn der Grund für eine Schlafstörung nicht anders gefunden wird. Im Schlaflabor werden dem Patienten verschiedene Untersuchungsgeräte, darunter auch das EEG, angelegt. Dann legt sich der Patient schlafen. Verschiedene Messgeräte zeichnen währenddessen Körperfunktionen auf.

 

Schlaf wird in die Phasen Übergang von wach zu Schlaf, Leichtschlaf, Tiefschlaf und Traumschlaf, der sogenannte REM-Schlaf, unterteilt. Das EEG ermöglicht es, festzustellen, in welcher dieser Phasen sich der Schlafende befindet.

Wo kann ein EEG gemacht werden?

Ein EEG kann von einem Facharzt oder einer Fachärztin für Neurologie oder Kinder-und Jugendheilkunde sowie in Krankenhäusern mit einer neurologischen Abteilung oder einer Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde gemacht werden.

Welche Risiken hat ein EEG?

Eine Elektroenzephalographie ist schmerzlos und unter Beachtung von Kontraindikationen gegen Aktivierungsmethoden ohne Nebenwirkungen.

Was können Sie zum Gelingen des EEGs beitragen?

Für ein EEG ist ein guter Kontakt zwischen Elektroden und Hautoberfläche nötig, daher sollten Sie Ihre Haare vor einem EEG frisch waschen. Verzichten Sie auf Haarspray oder -gel.

 

Lassen Sie Ihre Augen während einem EEG geschlossen. Die Untersuchung erzielt genauere Ergebnisse wenn Sie sich weder bewegen noch sprechen.

Kosten & Krankenkasse

Die Kosten für eine Elektroenzephalographie werden von der Krankenkasse übernommen. Je nach Situation ist eine Überweisung nötig. Diese ist ab Ausstellungsdatum einen Monat gültig.

AUTOR


Elisabeth Mondl , Barbara Bürscher
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


25.08.2017 / 03.08.2018
MEDIZINISCHER EXPERTE
Univ.Doz. Dr. Martin Graf
Neurologie und Psychiatrie
QUELLEN
Pflege heute, N. Menche (Hrsg), Urban & Fischer Verlag, 5. Auflage, München, 2011

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