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Mini-Schlaganfall: Große Gefahr

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Herabhängende Mundwinkel können auf (kleinere) Schlaganfälle hindeuten. (Trofimov Denis - Shutterstock.com)

"Schlagerl" werden kleinere Schlaganfälle im Volksmund bezeichnet - das klingt verharmlosend und nicht nach Gefahr. Jedem 3. Mini-Schlaganfall folgt jedoch ein schwerer. Jeder Schlaganfall, egal wie "klein" oder "groß", ist ein medizinischer Notfall.

Auf diese Gefahr möchte die Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus der Ärzte verweisen. Schlaganfälle sind der häufigste Grund für Pflegebedürftigkeit und Behinderung im Erwachsenenalter, und die dritthäufigste Todesursache. Ausgelöst werden Schlaganfälle durch verstopfte Gefäße im Gehirn. Diese Engpässe müssen aufgespürt und medizinisch behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden oder zu verringern. Ein "Mini-Schlaganfall" ist im besten Fall ein Warnsignal - nur wer darauf hört, kann einen schlimmerer Anfall mit all seinen Konsequenzen verhindern.

Warnsignale erkennen

Typisch für einen Mini-Schlaganfall sind ein oder mehrere Symptome, die plötzlich auftreten und dann - scheinbar spurlos - wieder vergehen. Dabei können sie aber Schäden hinterlassen, die teilweise erst später wirklich abschätzbar sind. In der Fachsprache werden kleinere Schlaganfälle als TIAs bezeichnet, was für "transiente ischämische Attacke" steht.

 

Folgende Signale können auf TIAs hindeuten:

  • Mundwinkel hängt herab
  • Halbseitige Lähmungserscheinungen
  • Muskelschwäche
  • Wortfindungsstörungen
  • Sehstörungen
  • Starke Kopfschmerzen

Schlaganfall mit Folgeschäden

Jährlich haben etwa 25.000 Menschen in Österreich einen Schlaganfall. In einem Drittel der Fälle bleiben körperliche und/oder geistige Beeinträchtigungen zurück, ganze 20 % überleben den Schlaganfall gar nicht. Übrigens: Schlaganfall-Patienten sind nicht immer alt, es werden zunehmend auch jüngere Patienten mit dieser Diagnose behandelt. Reagiert auch das Umfeld schnell bei TIAs, können Leben gerettet werden. Wird der Schlaganfall rechtzeitig als solcher erkannt, können Gefäßblockaden u. a. mit der Thrombolyse im Spital lokalisiert und therapiert werden.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


02.02.2015 / 06.03.2019
QUELLEN
Presseaussendung: Gefahr Mini-Schlaganfall: Auf jedes dritte "Schlagerl" folgt ein Schlaganfall, Verlagshaus der Ärzte und Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft, 02/2015

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