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Nervenschmerzarten und Ursachen

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Das Karpaltunnelsyndrom ist eine häufige Form des Nervenschmerzes. (Ralf Geithe / Fotolia)

Die Ursachen für neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen) sind mannigfaltig und haben eines gemeinsam: Die meist ununterbrochene Weiterleitung von Schmerzsignalen ans Gehirn.

Beim peripheren Nervensystem (PNS) handelt es sich um jenen Teil des menschlichen Nervensystems, der außerhalb des Gehirns und Rückenmarks bzw. des Schädels und des Wirbelkanals liegt. Es verläuft wie ein Stromnetz oder wie eine Schnur durch den gesamten Körper und zeichnet für die Wahrnehmung bzw. Weiterleitung von Berührungen, Temperatur oder Schmerz verantwortlich. Des Weiteren sind die zum peripheren Nervensystem gehörenden Nerven für die Steuerung der Muskulatur zuständig

Was sind Nervenschmerzen?

Wenngleich eigentlich das periphere Nervensystem die Schmerzweiterleitung zum Gehirn, das zum Zentralnervensystem (ZNS) gehört, zur Aufgabe hat, kann es mitunter selbst zur Schmerzursache werden bzw. von Schmerzen betroffen sein. In solchen Fällen spricht man von neuropathischen Schmerzen oder Nervenschmerzen, die aufgrund von Schädigungen oder Erkrankungen nervaler Strukturen entstehen.

 

Ein peripherer Nerv ist äußerst komplex und folgendermaßen aufgebaut:

  • Nervenfaser (= mikroskopische Einheit des peripheren Nervs)
  • Faszikel (= eine Anzahl von Nervenfasern)
  • Nervenstamm (= mehrere Faszikel, umgeben vom Bindegewebe, das den Nerv umgibt)

 

Ein Nerv setzt sich aus parallel laufenden Nervenfasern zusammen, die wiederum in eine Bindegewebshülle eingebettet sind. Dieses Bindegewebe besteht aus drei Zonen:

  • Endoneurium, ein lockeres Bindegewebe, das die Schwann-Zellen der einzelnen Nervenfasern umgibt
  • Perineurium, bei dem es sich um ein straffes Bindegewebe handelt, das einzelne Nervenfasern zu Faszikeln zusammenfasst
  • Epineurium, das den Nerv gemeinsam mit jenen Gefäßen, die ihn versorgen, umgibt (= Bindegewebe)

 

Periphere Nerven versorgen die Erfolgsorgane und werden in sensorische oder sensible (= bezieht sich auf die Wahrnehmung von Reizen der Sinnesorgane), motorische (= betreffen den Bewegungsablauf) und gemischte Nerven unterteilt. Sie sind einerseits sehr elastisch und stabil, reagieren allerdings andererseits hochsensibel auf äußere Reize oder anatomische bzw. ihre Anatomie betreffende Veränderungen.

Periphere Nerven werden in den meisten Fällen nach dem Gebiet, das sie versorgen oder nach ihrer Leitstruktur benannt. Beim Nervus pudendus beispielsweise handelt es sich um den Schamnerv, der Nervus ulnaris wiederum ist der Ellennerv (ulnar = zur Elle hin bzw. zur Elle gehörig). Sie sind im Gesicht, der Haut und dem Körper zu finden, sind dünn, dick und verzweigen sich bei Bedarf.

Nervenschmerzen strahlen in das Versorgungsgebiet einer oder mehrerer Nerven aus, während sie gleichzeitig von ihnen verursacht werden. Diese Schmerzen können sich bis zur Unerträglichkeit steigern und chronisch werden.

Was löst Nervenschmerz aus?

Die Ursachen für neuropathische Schmerzen oder Nervenschmerzen sind mannigfaltig und haben eines gemeinsam: Die meist ununterbrochene Weiterleitung von Schmerzsignalen ans Gehirn, wobei der Nerv selbst als Schmerzursprung bzw. das periphere Nervensystem als Schmerzverursacher bezeichnet werden kann. Nervenschmerzen werden durch eine Verletzung oder Dysfunktion an einer oder mehreren Stellen des peripheren Nervensystems verursacht und als brennend, dumpf, stechend oder bohrend beschrieben. Auftreten kann diese Schmerzform am Kopf, dem Rumpf, dem Hals sowie an allen Extremitäten.

 

Neuropathischer Schmerz bzw. Nervenschmerz tritt in der Regel aufgrund von Faktoren auf, die das Nervensystem verändern und so irritieren, dass es nicht mehr einwandfrei funktioniert. Zu dieser Schmerzform kann es kommen:

  • nach Einsatz einer Endoprothese bzw. eines künstlichen Gelenks/Gelenksersatzes
  • nach einem operativen Eingriff wie Kaiserschnitt, Leistenbruch, Amputation etc.
  • aufgrund von Erkrankungen (z. B. Gürtelrose), Traumata oder Entzündungen
  • aufgrund eines Nerventumors (Schwannom, Neurinom)
  • im Rahmen einer Schwangerschaft (z. B. Karpaltunnelsyndrom)

 

Wird beispielsweise die Gürtelrose, auch Herpes Zoster genannt, zu spät oder unzureichend behandelt, können die für sie charakteristischen Schmerzen chronisch werden. Das bedeutet, dass Betroffene nach Abheilung des damit einhergehenden Hautausschlags mit einem dumpfen, brennenden Dauerschmerz konfrontiert sind.

 

Wurde ein Nerv im Rahmen einer Operation verletzt, äußert sich dies meist in permanenten brennenden, kribbelnden oder stechenden Schmerzen. Je nachdem, welcher Nerv in Mitleidenschaft gezogen wurde, können außerdem Muskelschwäche oder Lähmungen auftreten.

 

Eine nichttraumatisch verursachte Erkrankung, die generalisiert oder über mehrere Nerven oder Innervationsgebiete auftritt und das periphere Nervensystem betrifft, wird Polyneuropathie genannt. Sie ist wiederum eine Folge bestimmter Erkrankungen oder anderer Faktoren wie:

 

Die Polyneuropathie kann motorische, vegetative sowie sensible Nerven betreffen und geht mit vielfältigen Symptomen einher, wie z. B. einerseits Taubheit, andererseits extremer Berührungsempfindlichkeit.

 

Für neuropathischen Schmerz bzw. Nervenschmerz gibt es bestimmte Auslöser, er kann aufgrund mechanischer, entzündlicher, stoffwechselbedingter sowie toxischer Einflüsse entstehen. Er tritt niemals grundlos oder ohne Vorgeschichte auf, allerdings gestalten sich die Ursachenforschung und die Behandlung von Nervenschmerzen mitunter schwierig.

Wie äußern sich Nervenschmerzen?

Nervenschmerz bzw. neuropathischer Schmerz hat viele Gesichter. Allein gemeinsam ist, dass sich diese Schmerzform zur Unerträglichkeit steigern kann. Betroffene berichten von einschießenden starken Schmerzen, die anfallsartig auftreten und sich stechend, brennend, „elektrisch“ oder dumpf äußern. Sie können begleitet sein von Parästhesien (= schmerzhafte Empfindungen im Hautnerv-Versorgungsgebiet), Hyper-/Hypoästhesien (= übermäßige Hautempfindlichkeit), Hyperalgesie sowie Allodynie (= übersteigerte Schmerzempfindlichkeit auf einen schmerzhaften Reiz bzw. Schmerzauslösung bei kleinsten Berührungen). Je nachdem, welche Region betroffen ist, können sich Nervenschmerzen unterschiedlich äußern.

 

Periphere Nerven, die sich wie ein Stromnetz durch den Körper ziehen, sind anatomisch bedingt mit Engstellen konfrontiert. Werden diese aufgrund bestimmter Einflüsse noch enger (z. B. im Falle von Wassereinlagerungen während einer Schwangerschaft), kann das den davon betroffenen Nerv negativ beeinflussen. Es kommt zu einem so genannten Nervenkompressionssyndrom, auch Nerveneinengungssyndrom genannt. Dazu zählt das sehr bekannte Karpaltunnelsyndrom (= Einengung des Nervus medianus/Mittelarmnervs im Handgelenkbereich). Zu den Beschwerden zählen

  • kurzfristige oder chronische Schmerzen
  • Ausstrahlungsschmerz in den Arm
  • Taubheitsgefühl in den Fingerspitzen (Daumen, Zeige- und Mittelfinger)
  • vermindertes Feingefühl und Schwäche beim Greifen
  • Nachtschmerz

 

Ähnlich verhält es sich mit dem Tarsaltunnelsyndrom, das als Pendant des Karpaltunnelsyndroms bezeichnet werden kann und den im Fuß befindlichen Nervus tibialis betrifft. Es äußert sich durch Missempfindungen, Schmerzen in den Zehen oder dem gesamten Fuß, Ameisenlaufen, vermindertes Gefühl in der Fußsohle, Brennen etc.

 

Das Lendennervengeflecht kann ebenfalls von Problemen betroffen sein. Zu diesem gehören:

  • Nervus iliohypogastricus: Dieser Nerv entsendet motorische Äste zum inneren schrägen Bauchmuskel, zum queren Bauchmuskel sowie zum Pyramidenmuskel. Des Weiteren zeichnet er für die sensible Versorgung der Hüftregion und des Unterbauchs verantwortlich. Ist er eingeengt oder verletzt, strahlen die Schmerzen in den Unterbauch aus und führen nicht selten zu gebeugter, entlastender Haltung.
  • Nervus ilioinguinalis: Ebenso wie der Nervus iliohypogastricus entsendet er motorische Äste zum schrägen inneren sowie zum queren Bauch- und zum Pyramidenmuskel. Außerdem ist er für die sensible Versorgung des Hodensacks und der äußeren Schamlippen zuständig. Die Schmerzen ziehen sich vom Unterbauch bis in den Genitalbereich.
  • Nervus genitofemoralis: Dieser Nerv zeichnet sowohl für die Versorgung einiger Bereiche des Oberschenkels als auch der äußeren Geschlechtsorgane verantwortlich. Er teilt sich in die Äste Ramus genitalis, der die Haut im Leistenbereich, den Hodensack bzw. die großen Schamlippen sowie den Hodenheber versorgt, und Ramus femoralis, der die Innenseite des Oberschenkels innerviert. Ist der Nervus genitofemoralis bzw. einer seiner Äste eingeengt oder verletzt, strahlen die Schmerzen vom Genitalbereich bis in den Oberschenkel.

 

Weitere Ursachen sind:

  • Einengung des Nervus cutaneus femoralis lateralis (Meralgia paraesthetica oder auch „Krankheit der zu engen Jeans“). Wird der Nervus cutaneus femoralis lateralis im Bereich des Leistenbandes eingeengt, kommt es zu brennenden Schmerzen und Parästhesien (= schmerzhafte Empfindungen im Hautnerv-Versorgungsgebiet) an der Oberschenkelaußenseite. Bei Beugung des Hüftgelenks verbessern sich die Beschwerden. Nicht selten ist aufgrund dieses Nervenengpasssyndroms das Tragen enger Kleidung nahezu unmöglich.
  • Einengung des Oberschenkelnervs (Nervus saphenus-Engpasssyndrom). Der Nervus saphenus ist der sensible Endast des Nervus femoralis, befindet sich ebenso wie die Oberschenkelarterie an der Innenseite des Oberschenkels und zeichnet für die sensible Versorgung der Oberschenkel- und Unterschenkelinnenseite verantwortlich. Ist er eingeengt, kommt es zu brennenden Schmerzen an der Oberschenkel- und Unterschenkelinnenseite, im Bereich des Knies sowie Parästhesien (= schmerzhafte Empfindungen im Hautnerv-Versorgungsgebiet) und Ausfallerscheinungen, die sich auch auf den Fuß auswirken können.
  • Peroneusparese (Einengung des Nervus peroneus communis) . Nachdem der Nervus peroneus communis im Bereich des Fibulaköpfchens am Knie liegt, wird er häufig durch mechanischen Druck (z. B. aufgrund eines Gipses, übereinandergeschlagener Beine, etc.) in Mitleidenschaft gezogen. Des Weiteren können Ganglien, Poplitealzysten, Neurinome und Tumoren für eine Peroneusparese verantwortlich zeichnen, die durch eine Fuß- und Zehenhebeschwäche und Sensibilitätsstörungen am Fußrücken und Unterschenkel gekennzeichnet ist.
  • Pudendusneuralgie (Einengung bzw. Störung des Schamnervs). Der Nervus pudendus versorgt After, Damm, Hoden und Schamlippen bzw. ist zuständig für deren sensible Wahrnehmung. Ist er eingeengt oder verletzt, äußert sich das in unerträglichen Schmerzen in diesem Bereich, die meist einseitig auftreten und die Seite wechseln können. Betroffene sind häufig mit Brennen beim Urinieren konfrontiert, ohne dass ein Infekt vorliegt. Des Weiteren können sie nicht schmerzfrei sitzen.
  • Migräne (Einengung des Nervus trigeminus und kleiner Nervenfasern). Die Entstehung der Migräne ist noch nicht vollständig geklärt, allerdings geht man davon aus, dass unter anderem die Einengung des Gesichtsnervs bzw. kleiner, aus dem knöchernen Schädel austretender, Nervenfasern für die Schmerzentstehung verantwortlich zeichnen. Der einseitig auftretende Kopfschmerz betrifft Menschen weltweit.
  • Kopfschmerzen (Einengung des Nervus occipitalis). Liegt eine Okzipital-Neuralgie vor, treten stechende Schmerzen am Hinterkopf bis hin zum Scheitel auf. Sie folgen mitunter dem Nervenverlauf Richtung Schläfenbereich, Schädelseite und Stirn und manifestieren sich in der Regel einseitig. Druckschmerzhaftigkeit oder Parästhesien (= schmerzhafte Empfindungen im Hautnerv-Versorgungsgebiet) sowie Bewegungseinschränkung des Kopfes sind ebenfalls möglich.
  • Nervenschmerz nach Einsatz eines Gelenksersatzes. Manifestieren sich nach endoprothetischen Operationen an Hüfte oder Knie chronische Schmerzen, zeichnen meist sensible Nervenäste dafür verantwortlich, die durch den Eingriff irritiert wurden. Kribbeln, Brennen, Stechen, Taubheit und Missempfindungen sind nicht selten die Folge.
  • Nervenschmerz aufgrund von Abnutzungserscheinungen (z. B. Arthrose) oder Verletzungen (z. B. Kreuzbandriss)
  • Nervenschmerz aufgrund eines Neuroms (z.B. nach Amputation, Operation, Verletzung). Neurome (= Nervenfaserbündel) können nach einer Nervendurchtrennung entstehen und sind gekennzeichnet durch starke Schmerzen sowie Druckempfindlichkeit. Es handelt sich bei ihnen um Verdickungen, die mittels Operation entfernt und deren Neubildung durch eine Verlagerung des Nervenstumpfes verhindert werden kann.
  • Nervenschmerz und/oder Lähmung aufgrund eines Nerventumors (Schwannom, Neurinom). Bei einem Schwannom oder Neurinom handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der von den Schwann-Zellen des peripheren Nervensystems ausgeht und langsam wächst. In manchen Fällen wird gesundes Gewebe verdrängt, wodurch es zu Lähmungserscheinungen und/oder Nervenschmerzen kommen kann.
  • Neurofibromatose  (genetische Erkrankung). Im Rahmen der peripheren Neurofibromatose können Neurofibrome auftreten. Bei diesen handelt es sich um gutartige Tumoren mit gut abgrenzbaren Strukturen innerhalb des Nervs bzw. diffusen Strukturen außerhalb desselben. Die chirurgische Entfernung aus dem peripheren Nervensystem ist mit Risiken wie Funktionsverlust verbunden.
  • Metastasen . Diese Tochtergeschwulste eines Tumors gelten als häufigster Grund einer peripheren Nervenkompression, z. B. aufgrund eines Pancoast-Tumors.
  • Nervenverletzung traumatisch /iatrogen (Axonotmesis, Neurotmesis). Kommt es zu einer traumatischen Schädigung eines peripheren Nervs, können sowohl das Axon, die Myelinscheide als auch Perineurium und Epineurium (bindegewebige Begleitstrukturen) mehr oder weniger durchtrennt werden (= Neurotmesis). Wird das Axon durchtrennt, die Myelinscheide aus Schwann-Zellen beschädigt, aber die Kontinuität des Endoneurium, Perineurium und Epineurium bleiben erhalten, liegt eine Axonotmesis vor. Es kann zu Muskelatrophien, Paresen (= unvollständige Lähmung) und Störungen der Sensibilität kommen.

 

 

Das Paradoxe an Nervenschmerzen bzw. neuropathischen Schmerzen ist, dass sie einerseits für eine Gefühlsminderung im Bereich betroffener Regionen sorgen, andererseits aber mit einer extremen Berührungs- und Schmerzempfindlichkeit einhergehen. Sie können sich mit der Zeit verändern, stärker werden und sich negativ auf die Psyche auswirken.

Wie werden Nervenschmerzen diagnostiziert?

bildgebenden Verfahrens lassen sich kleinste Nervenfasern und ihre Umgebung (Bänder, Sehnen, Muskeln) millimetergenau darstellen. Der neuropathische Schmerz bzw. Nervenschmerz kann somit sichtbar gemacht werden, wenn andere Maßnahmen erfolglos bleiben. Des Weiteren gilt der Ultraschall als ergänzendes Tool, um bereits diagnostizierte Erkrankungen, Verletzungen oder Ähnliches zweifelsfrei sichtbar zu machen bzw. darzustellen.

 

Zur exakten Diagnosestellung ist ein interdisziplinärer Ansatz (Neurologie, Radiologie, Orthopädie, Nervenchirurgie) maßgeblich. Neben der Schmerzart muss die Schmerzursache festgestellt werden. Handelt es sich ohne Zweifel um Nervenschmerzen bzw. neuropathische Schmerzen, ist das zeitnahe Erkennen der Ursache oftmals von großer Bedeutung. Je nachdem, welches Problem zugrunde liegt, besteht schneller Handlungsbedarf, um irreversible Schädigungen zu verhindern.

Wie werden Nervenschmerzen behandelt?

beim Zahnarzt vergleichbar und legt den betroffenen Nerv im Idealfall für mindestens zwei Stunden still (= zweistündige Schmerzfreiheit). Daraus lässt sich schließen, ob eine Operation helfen kann, schmerzfrei zu werden. Eine präoperative Hautmarkierung unter Ultraschall erlaubt es dem Chirurgen, zielgenau zu schneiden und somit zu große Hautschnitte zu vermeiden.

6 Tipps bei Nervenschmerzen

  1. Gehen Sie zum Arzt! Treten Brennen, Stechen, Kribbeln oder andere Missempfindungen auf, wenden Sie sich so bald wie möglich an einen Facharzt.
  2. Schmerzen nicht ignorieren! Sind Sie beim Sporteln oder bei körperlicher Aktivität von brennenden Schmerzen betroffen, trainieren Sie nicht in den Schmerz hinein. Gönnen Sie sich eine Pause.
  3. Nehmen Sie Ihre Medikamente! Sollten Sie Medikamente gegen Nervenschmerzen im Haus haben, nehmen Sie diese nach ärztlicher Anweisung ein und warten Sie nicht, bis die Schmerzen unerträglich werden.
  4. Entspannen Sie sich! Wenngleich Hausmittel bei Nervenschmerzen wirkungslos sind, sollten Sie sich regelmäßig entspannen und versuchen, Stress zu vermeiden.
  5. Reduzieren Sie Übergewicht! Ist beispielsweise Ihr Knie von einer Nervenschädigung betroffen, sollten Sie im Falle von Übergewicht dasselbe mittels Schwimmtraining reduzieren.
  6. Mentale Unterstützung suchen! Neuropathische Schmerzen sind nicht selten sehr belastend. Suchen Sie sich Hilfe, falls die Schmerzen Sie und Ihr Umfeld belasten.

Medizinische Experten

Priv. Doz. Dr. Gerd Bodner

Facharzt für Radiologie und Nervenspezialist

Der Experte war langjähriger Leiter des Bereichs neuromuskulärer Ultraschall an der klinischen Abteilung für Neuroradiologie und Muskuloskeletale Radiologie der Medizinischen Universität Wien und arbeitet im 1. Wiener Nervenschmerz Zentrum interdisziplinär mit seinen Kollegen zusammen.

www.nervenschmerz.com

 

OA Dr. med. univ. Veith Moser

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Handchirurgie, Nervenchirurgie

Leiter der Rekonstruktiven Ambulanz im AUVA-Traumazentrum Wien am Standort Lorenz Böhler und Gründer des 1. Wiener Nervenschmerz Zentrum

www.nervenschmerz.com

AUTOR


Mag. Sonja Streit


ERSTELLUNGSDATUM


21.08.2018
QUELLEN
Chirurgie der peripheren Nerven, Hanno Millesi, Urban & Schwarzenberg, München – Wien – Baltimore, 1992
Pain Solutions (Third Edition), A Lee Dellon, Lightning Source Inc, La Vergne, 2013