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Coronavirus bei Kindern

Eltern sollten Sorgen ihrer Kinder bezüglich des Coronavirus ernst nehmen
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Auch Kinder haben in der Zeit der Coronakrise Ängste und Sorgen. (spixel / Shutterstock.com)

Grundsätzlich kann sich jeder Mensch mit Sars-CoV-2 ("Coronavirus") infizieren – so auch Kinder. Was Eltern in Zeiten des Coronavirus beachten sollten.

Die gute Nachricht: Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren sind sehr selten von einer Corona-Erkrankung betroffen. Der bisher größten Fallstudie des chinesischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zufolge machen die Krankheitsfälle etwa 1 % aus. Zudem verläuft bei jungen und gesunden Menschen eine Erkrankung meist glimpflich. Bedenklich ist allerdings das Risiko, andere Menschen – vor allem ältere und kranke Menschen im Umfeld – anzustecken.

 

"Mögliche Symptome sind Fieber, trockener Husten und Atemnot", so der Kinderarzt Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm. Allerdings ließen sich die Symptome schwer von jenen eines grippalen Infekts abgrenzen, und Tests auf eine allfällige Sars-CoV-2-Infektion seien derzeit nur unzureichend möglich. "Bislang ist die Situation nicht ganz klar. Relativ wenige Kinder erkranken, und der Krankheitsverlauf ist noch nicht eindeutig beschrieben. Der Verlauf scheint allerdings harmloser zu sein als bei Erwachsenen", so Widhalm.

 

Laut der Studie des CDC infizieren sich Kinder genauso leicht wie Erwachsene und sind somit potentielle Überträger des Virus, jedoch scheint ihr Abwehrsystem anders zu reagieren. Deshalb entwickeln sie nur leichte Symptome und gesunden rascher.

Symptome lindern, Kontakte stark einschränken

Grundsätzlich gilt im Falle einer eventuellen Corona-Erkrankung, was auch bei anderen Erkrankungen – seien es Erkältungs- oder die "klassischen" Kinderkrankheiten – gelten sollte. Der Kontakt mit anderen Menschen – vor allem mit jenen, die zu den Risikogruppen zählen – sollte im Krankheitsfall demnach möglichst unterbunden werden. Vorerst gilt es, die Symptome zu lindern. Dabei können bereits bewährte Hausmittel wie Erkältungstees oder die gute alte Hühnersuppe helfen.

Offen darüber reden

Laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF sollte das Thema offen Kindern gegenüber auf spielerische Art und altersgerecht angesprochen werden. Kinder haben das Recht – und als potenzielle Überträger des Virus – auch die Pflicht – über die aktuelle Situation Bescheid zu wissen. Wichtig sei es, herauszufinden, wie viel das Kind bereits über die Virus-Erkrankung weiß. Malen, Geschichten erzählen und andere spielerische Aktivitäten können hilfreich sein, sich mit diesem ernsten Thema auseinanderzusetzen. Wichtig ist es, Ängste und Sorgen des Kindes nicht zu verharmlosen. Kinder sollten jederzeit die Möglichkeit haben, über ihre Gefühle sprechen zu können.

Zeigen, wie man sich schützt

Unumgänglich ist es, dem Kind das richtige Händewaschen zu zeigen. Wesentlich im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ist es auch, dem Kind zu vermitteln, wie man sich im Fall von Husten oder Niesen verhält (Armbeuge). Wenn sich das Kind krank fühlt, sollte es die Sicherheit haben, dies auch sagen zu können. Das Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" ist nicht angebracht. Bei allen Verdachtsfällen – ob Jung oder Alt – gibt es nur eine Telefonnummer, die zu wählen ist: 1450.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


19.03.2020
MEDIZINISCHER EXPERTE
ÖAIE
Univ.-Prof. Dr. Kurt Widhalm
Foto (c): ÖAIE
Humangenetik Kinder- und Jugend­heil­kunde, Med. und Chem. Labordiagnostik

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