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Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ursachen, Symptome und Therapie

HFMK ist hoch ansteckend, aber harmlos.
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Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit können rote Punkte bzw. Bläschen auf den Händen auftreten. (fotohay / Shutterstock.com)

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine harmlose, aber hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern unter zehn Jahren vorkommt.

Die Krankheit zeichnet sich durch ihre typischen Symptome, wie Fieber, Halsschmerzen und rote Punkte bzw. Bläschen auf Händen, Füßen und um im Bereich der Mundschleimhaut aus. Eine Infektion mit HFMK kann ein Kind mehrmals betreffen.

Häufigkeit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Bei der HFMK handelt es sich um eine weit verbreitete Infektionskrankheit, der Großteil der Infektionen verläuft jedoch klinisch stumm. Obwohl die HFMK ganzjährig diagnostiziert wird, tritt die Krankheit vermehrt im Sommer und Herbst auf.

Ursachen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die HFMK wird meist durch Enteroviren der Gruppe A ausgelöst. Dazu gehören die Coxsackie-A-Viren, das humane Enterovirus 71 und neuere Serotypen. Eine Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen. Des Weiteren kann sie durch eine Schmierinfektion mit Speichel, Stuhl oder durch mit Bläschenflüssigkeit infizierte Gegenstände erfolgen. Während der ersten Woche ist die infizierte Person höchst ansteckend. Aber auch nachdem die Symptome abgeklungen sind, werden die Viren noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden.

Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Krankheit beginnt normalerweise mit Fieber, geringem Appetit, Abgeschlagenheit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage danach entwickeln sich in der Mundhöhle schmerzhafte Bläschen. Des Weiteren bilden sich rote Punkte an Händen, Füßen und um den Mund, die nach einiger Zeit in weißlich-graue Bläschen übergehen. Die Bläschen können Juckreiz verursachen, eher aber Schmerzen. Im Regelfall heilen diese nach acht bis zwölf Tagen von selbst und ohne Narbenbildung ab. In vielen Fällen, meist bei älteren Kindern und Erwachsenen, verläuft die Krankheit ohne Symptome und somit unbemerkt. In Einzelfällen kann es jedoch auch zur Beteiligung anderer Organe, wie z.B. des Herzens oder Gehirns kommen, was jedoch auch eine gute Prognose hat.

Diagnose der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Diagnose wird üblicherweise durch die typischen klinischen Symptome gestellt. In der Regel sind keine weiteren Untersuchungen notwendig, auch keine Blutabnahme. Im Zweifelsfall können die Erreger z.B. im Abstrich oder im Stuhl nachgewiesen werden.

Therapie der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Eine ursächliche Therapie gibt es derzeit noch nicht, lediglich die Symptome können behandelt werden. Schmerzlindernde und entzündungshemmende Tinkturen können die Beschwerden im Mundinneren lindern. Um Fieber und Schmerzen zu senken, sind Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen hilfreich.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Präventive Maßnahmen

Eine Impfung gibt es nicht. Jedoch kann durch gute Händehygiene das Infektionsrisiko gesenkt werden. So ist das regelmäßige Händewaschen mit Seife, besonders nach dem Toilettengang oder nach dem Windelwechseln wichtig. Außerdem sollte enger Kontakt, wie etwa Küssen oder Umarmen, mit der erkrankten Person vermieden werden. Gemeinschaftseinrichtungen sollten erst nach Abklingen der Symptome wieder besucht werden.

AUTOR


Carola Bachbauer, BA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Marie-Thérèse Fleischer, BSc


ERSTELLUNGSDATUM


16.07.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Lydia Obernosterer
Dr. Lydia Obernosterer
Foto (c): Klinikum Wels-Grieskirchen
Ärztin für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Wels-Grieskirchen

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