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5 Fragen zur Nackenfaltenmessung

Nackenfaltenmessung während der Schwangerschaft
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Wägen Sie die Vor- und Nachtelle einer Nackenfaltenuntersuchung am besten mit Ihrem Partner ab. (serhiibobyk / Fotolia.com)

Die in der Schwangerschaft durchgeführte Nackenfaltenmessung kann Hinweise auf mögliche Fehlbildungen beim Ungeborenen geben. Was sollten Sie zu dieser Form der Pränataldiagnostik wissen?

Die Nackenfaltenmessung ist eine Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft. Im Zuge dessen kann die Nackenfalte des Bauchbewohners auf anlagebedingte Störungen untersucht werden. Sie zeigt jedoch nur die statistische Wahrscheinlichkeit für ein erhöhtes Risiko an und ist nicht als Diagnose zu verstehen. Wann sollten Schwangere eine Nackenfaltenmessung durchführen, was passiert dabei und wie zuverlässig ist das Ergebnis?

1. Frage: Wozu dient die Nackenfaltenmessung?

Gegen Ende des dritten Schwangerschaftsmonats bildet der Fötus ein Nackenödem aus. Das bedeutet: Im Nackenbereich des Bauchbewohners sammelt sich Flüssigkeit an. Dieses Nackenödem zeichnet sich auf dem Ultraschallbild dunkel ab. Bei einem gesunden Kind sollte die Nackenfalte eine maximale Transparenz von 2,5 mm aufweisen. Je nach Schwangerschaftswoche liegt der optimale Wert zwischen 1 und 2,5 mm. Werte, die deutlich darüber liegen, können ein Hinweis auf eine Fehlbildung sein. Möglich sind zum Beispiel eine Chromosomenabweichung oder ein Herzfehler.

2. Frage: In welcher Schwangerschaftswoche wird die Nackenfaltenmessung üblicherweise durchgeführt?

Üblicherweise erfolgt die Nackenfaltenmessung zwischen der 10. und der 14. Schwangerschaftswoche. Idealerweise fällt sie auf die 12. Schwangerschaftswoche, in der ein besonders aussagekräftiges Ergebnis zu erwarten ist. Lymph- und Harnsysteme, die für die Ausscheidung von Flüssigkeit sorgen, entwickeln sich erst zwischen der 11. und 14 Schwangerschaftswoche. Vor der 11. Schwangerschaftswoche ist der Fötus für genaue Messwerte noch zu klein, nach der 14. Schwangerschaftswoche verschwindet das Ödem von selbst.

3. Frage: Was passiert bei der Nackenfaltenuntersuchung?

Die Untersuchung wird per Ultraschall, entweder vaginal oder über die mütterliche Bauchdecke durchgeführt. Sie birgt keine Risiken für Mutter und Kind. Die werdende Mutter liegt dabei auf dem Rücken und kann die Messung auf dem Ultraschallmonitor beobachten. Die Nackenfaltenuntersuchung zählt nicht zu den routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen und wird meist nur auf Wunsch der Schwangeren durchgeführt. Explizit empfohlen wird sie bei schwangeren Frauen über 35 Jahren sowie bei Risikoschwangerschaften.

4. Frage: Wie zuverlässig ist das Ergebnis bei der Nackenfaltenmessung?

Wichtig: Die Nackenfaltenmessung ist kein sicheres Diagnosewerkzeug. Sie liefert nur einen Anhaltspunkt für mögliche Fehlbildungen oder Anomalien. Ein falsch positives Ergebnis ist ebenso möglich wie ein falsch negatives Ergebnis. Heißt also: Bei manchen Föten mit tatsächlicher Fehlbildung ist ein Nackenödem nicht erkennbar. Anders herum werden viele Kinder mit auffälligen Werten vollkommen gesund geboren. Insofern sollten werdende Mütter auch dann Ruhe bewahren, wenn die Nackenfaltenmessung einen erhöhten Wert liefert.

5. Frage: Wie geht es nach erfolgter Nackenfaltenmessung weiter?

Wenn die Nackentransparenzmessung keine Auffälligkeiten ergeben hat, sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich. Liegt ein erhöhter Wert vor, wird der Arzt einen Triple-Test veranlassen, bei dem ein Hormonstatus gemacht wird. Bestätigt sich auch hier der Verdacht, wird der Gynäkologe zu einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) raten.

 

Da die Ergebnisse dieser Untersuchungen sehr belastend sein können, sollten werdende Eltern im Vornherein abwägen, ob sie diese überhaupt in Anspruch nehmen wollen.

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


10.03.2017 / 17.05.2019
QUELLEN
Pränataldiagnostik und psychosoziale Beratung, K. Wassermann, A. Rohde, Schattauer Verlag, Stuttgart, 2009

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