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Nackenfaltenmessung

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Mit einer Nackenfaltenmessung kann das Risiko einer Chromosomenfehlbildung beim Baby eingeschätzt werden. (soupstock / Fotolia.com)

Eine Nackenfaltenmessung (NT-Screening, Nackendickemessung, Nackentransparenzmessung) ist eine spezielle Form der Ultraschalluntersuchung. Als Nackenfalte wird eine Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Babys, die sich zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche bildet, bezeichnet. 
 

Liegt eine verdickte Nackenfalte vor, ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer genetischen Fehlbildung erhöht. Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Babys gesund zur Welt kommen, dennoch hat jede Schwangere ein geringes Risiko, ein Baby mit einer Chromosomenfehlbildung zur Welt zu bringen. Mit einer Nackenfaltenmessung kann dieses Risiko eingeschätzt werden. Weder für das Baby noch für die Mutter besteht bei dieser Untersuchung ein Risiko. 
 

Welche Risiken werden durch eine Nackenfaltenmessung abgeklärt?

Mit einer Nackentransparenzmessung kann das Risiko für folgende Fehlbildungen abgeschätzt werden: 

  • Trisomie 13

  • Trisomie 18

  • Trisomie 21
  • 
Turnersyndrom

  • Herzfehler

  • Bauchwandhernie

  • Skelett- oder Nierenfehlbildungen 
     

Was passiert bei einer Nackenfaltenmessung?

Das Risiko einer Fehlbildung (z.B. Down Syndrom) ist bei einer verdickten Nackenfalte erhöht. Durch die noch unvollständige Entwicklung von Niere und Lymphsystem bis zur 14. Schwangerschaftswoche, sammelt sich Flüssigkeit im Nackenbereich (Ödem) an, die sich im weiteren Schwangerschaftsverlauf wieder zurückbildet. Ab der 11. Schwangerschaftswoche kann mittels Ultraschall die Dicke der Nackenfalte gemessen werden (Nackenfaltenmessung), davor ist das Baby noch zu klein, der ermittelte Wert wäre zu ungenau. 
 

Eine Nackenfaltenmessung ist dem Ablauf einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung während der Schwangerschaft sehr ähnlich. Für eine Nackenfaltenmessung ist ein hochauflösendes Ultraschallgerät notwendig. Die Nackenfaltenmessung nimmt nur ein paar Minuten in Anspruch. 
 

Wird zusätzlich eine Blutuntersuchung vorgenommen, spricht man von einem Combined Test. So können eventuelle Fehlbildungen besser eingeschätzt werden. 
 

Wer macht eine Nackenfaltenmessung?

  • Gynäkologe mit einer Zusatzausbildung für Pränataldiagnostik
  • Humangenetiker

  • Pränatalmedizinische Zentren 
     

Welche Risiken hat die Nackenfaltenmessung?

Bei den Ergebnissen einer Nackenfaltenmessung handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten, das heißt es kann zu falsch-positiven aber auch falsch-negativen Ergebnissen kommen. Ein auffälliger Befund besteht bei einer Nackenfalte von über 2 mm. Wird bei einer Nackenfaltenmessung ein auffälliges Ergebnis attestiert, kann es dennoch sein, dass beim Baby keine Fehlbildungen auftreten und umgekehrt. 
 

Für eine sichere Abklärung der Befunde sind daher weitere Methoden erforderlich. Es besteht die Möglichkeit eines Bluttests, bei dem aus dem mütterlichen Blut die kindliche DNA untersucht werden kann (NIPT, Praena Test), oder der invasiven (in den Körper eindringenden) Methoden wie einer Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie 
 

Was können Sie zum Gelingen der Nackenfaltenmessung beitragen?

Haben Sie keine Angst vor dem Ergebnis der Nackenfaltenmessung, die allermeisten Babys kommen völlig gesund zur Welt. Bewahren Sie Ruhe so gut Sie können, auch wenn die Nackenfaltenmessung einen erhöhten Wert ergibt. Die Untersuchung errechnet lediglich eine Wahrscheinlichkeit. Auch wenn der Wert erhöht ist, kann es sein, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist. 
 

Dennoch sollten Sie sich vor der Nackenfaltenmessung Gedanken über mögliche Konsequenzen, wie weitere Untersuchungen der invasiven Pränataldiagnostik zur Abklärung des Verdachts machen. 
 

Kosten Nackenfaltenmessung

Die Kosten für eine Nackenfaltenmessung werden von den Krankenversicherungen meist nicht übernommen, und sind abhängig vom Bundesland. Sie betragen in etwa 100 Euro. 
 

AUTOR


Barbara Bürscher


ERSTELLUNGSDATUM


10.12.2013
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Walter Sacher
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
QUELLEN
Pränataldiagnostik und psychosoziale Beratung, K. Wassermann, A. Rohde, Schattauer Verlag, Stuttgart, 2009 

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