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Warum plötzliche Kindstode seltener werden

Unter dem Begriff Plötzlicher Kindstod versteht man, dass ein Kind ohne erkennbare Ursache verstirbt.
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Beim plötzlichen Kindstod stoppt während des Schlafs die Atmung des Kindes. (JenkoAtaman / Fotolia.com)

Obwohl die genauen Ursachen weiterhin ungeklärt sind, gibt es bekannte Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Aufgrund verschiedener Entwicklungen wird dieser immer seltener. 

Beim plötzlichen Kindstod, von dem vor allem 2 bis 4 Monate alte Säuglinge betroffen sind, hören Babys im Schlaf plötzlich auf zu atmen. In den meisten Fällen gibt es im Vorfeld keinerlei Anzeichen, die Kleinkinder scheinen völlig gesund zu sein. Wie genau es zu dem unvorhersehbaren Ableben kommt, ist in der Medizin bis heute nicht gänzlich geklärt. Es lassen sich dennoch verschiedene Risikofaktoren ausmachen. 

Zahlen rückläufig

Das Phänomen tritt vor allem in den Wintermonaten auf, trifft eher Buben und ist wesentlich wahrscheinlicher, wenn die Mutter während der Schwangerschaft oder danach in Anwesenheit des Babys raucht. Statistiken zufolge wird der plötzliche Kindstod immer seltener, seit den 1990er Jahren sind die Todesfälle um mehr als 50% zurückgegangen.

Elternbett ist tabu

Neben den heutzutage wärmeren Wintermonaten dürfte diese erfreuliche Entwicklung vor allem darauf zurückzuführen sein, dass immer weniger Frauen während der Schwangerschaft rauchen. Diesbezüglich ist die Gesellschaft mittlerweile recht stark sensibilisiert.

 

Andere Vorsichtsmaßnahmen sind unter anderem: 

  • Babys sollten am Rücken schlafen
  • Statt einer Decke einen Schlafsack verwenden – unbedingt auf dicke Decken verzichten
  • Babys nicht im Elternbett schlafen lassen
  • Ideale Temperatur des Baby-Schlafzimmers liegt bei 16 bis 18° Celsius
  • Stillen senkt das Risiko

Nichtrauchen essentiell

All das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nichtrauchen – auch nach der Geburt – absolut essentiell für die Gesundheit des Nachwuchses ist. Ein Raucherhaushalt erhöht nicht nur die Gefahr eines plötzlichen Kindstodes, sondern auch die spätere Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Wenn Sie trotz eingehaltener Vorsichtsmaßnahmen ein ungewöhnliches Verhalten ihres Kindes beobachten, sollten Sie zunächst Puls und Atmung überprüfen. Ist keine Atmung mehr festzustellen, starten Sie mit einer Herzmassage sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


25.07.2017 / 24.08.2020

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