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Vitamin D: Kleinkinder oft schlecht versorgt

Kleiner Bub ist vom Essen nicht begeistert
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Oft lehnen Kinder Lebensmittel ab, die Vitamin D enthalten, da hilft die Gabe des "Knochen-Vitamins" mittels Tropfen oder anderer Supplemente (redpepper82 - Fotolia.com)

Es stärkt das Immunsystem und beeinflusst wesentlich die Entwicklung des kindlichen Gehirns bzw. den Knochenaufbau: Vitamin D nimmt von der Zeugung bis zum 2. Geburtstag eine Schlüsselrolle ein. Dennoch sind gerade Kleinkinder oft unzureichend mit Vitamin D versorgt.

Die empfohlene Dosis für die Vitamin-D-Zufuhr liegt bei Säuglingen im 1. Lebensjahr bei 10 μg, der Kinderarzt empfiehlt meist die Gabe von Tropfen. Ab dem 1. Lebensjahr sollte die tägliche Vitamin D-Aufnahme aus der Nahrung 15-20 µg betragen, allerdings lässt sich diese hohe Menge nicht alleine mit herkömmlichen Lebensmitteln decken. Dazu kommt, dass die Kleinen vielfach jene Lebensmittel verweigern, die viel Vitamin D aufweisen wie z. B. Fisch, Pilze oder auch Eigelb.

Vitamin D - wo ist es drin?

Lebensmittel, natürliche und angereicherte (Kinderportionen)

Vitamin D in µg

Hering, 50 g gegart

13

Forelle, 50 g gegart

10

Wildlachs, 50 g gegart

2

Kindermilch, angereichert, 250 ml

2,75-6,25

Eigelb, 1 Stk.

1,7

Champignons, 50 g

1

Kuhmilch (3,5% Fett), 250ml

0,25

Margarine, angereichert, 5 g

0,4

Butter, 5 g

0,05

Quelle: nut.s nutritional software (BLS 3.01) und Herstellerangaben

Vitamin D: Kleinkinder unterversorgt?

Bei 62 % der 3- bis 17-Jährigen Nicht-Migranten und bei 76 % der Migranten liegt eine deutliche Vitamin D-Unterversorgung vor, wie Daten des Kinder- und Jugend-Gesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts zeigen. Dr. Dieter Furthner, Leiter der Abteilung für Pädiatrie am Salzkammergutklinikum Vöcklabruck: "Angesichts der enormen gesundheitsfördernden Bedeutung von Vitamin D empfehle ich, Kindern ab dem 1. Geburtstag neben einem Vitamin-D-reichen Essalltag z.B. mit angereicherten Produkten wie z. B. Kindermilch zusätzlich z.B. 10 µg/Tag als Supplement zu verabreichen."

Nur wenige natürliche Vitamin D-Quellen

Bei ausreichender UVB-Strahlung des Sonnenlichts produziert der Körper Vitamin D zum Großteil selbst in der Haut. Aber: Je stärker die Haut pigmentiert ist, je höher der Schutzfaktor der Sonnencreme und je weiter nördlich man wohnt, desto schlechter funktioniert diese Eigensynthese. Hinzu kommt ein verändertes Freizeitverhalten, weshalb auch Kinder ganzjährig auf die Zufuhr über die Nahrung bzw. über angereicherte Lebensmittel angewiesen sind.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


25.06.2015 / 16.05.2019
QUELLEN
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Zipitis CS, Akobeng AK: Vitamin D supplementation in early childhood and risk of type 1 diabetes: a systematic review and meta-analysis. Arch Dis Child 93, 512–517 (2008)
Kampman MT, et al: Outdoor activities and diet in childhood and adolescence relate to MS risk above the Arctic Circle. J Neurol 2007; 254(4):471–47
Burton JM, et al: A phase I/II dose-escalation trial of vitamin D3 and calcium in multiple sclerosis. Neurology 2010; 74: 1852–1859
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