×
×
articleicon

Anosmie heilen: Kann Geruchssinn zurückkommen?

Frau riecht an einem Blumenstrauß
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Bei einer Anosmie geht der Geruchssinn verloren, an neuen Therapien wird weiterhin gearbeitet. (lumenphotos - Fotolia.com)

Durch einen Unfall oder verschiedene Erkrankungen kann es zur Anosmie, dem totalen Verlust der Riechfähigkeit kommen. Mittels Gehirnforschungen sollen neue Therapien entwickelt werden.

Was wenn der Duft frischer Blumen nicht mehr wahrgenommen wird, das leckere Mittagessen ohne signifikanten Duft auskommen muss und die Nase bei der Partnerwahl plötzlich keine Rolle mehr spielt? Wie es ist, ohne Geruchssinn zu leben, davon können etwa 5% der Bevölkerung berichten. Die Symptomatik wird in der Fachsprache Anosmie genannt, weitere 15% sind von der Hyposmie betroffen, bei der das Riechvermögen eingeschränkt ist.

Verschiedene Ursachen

Für ein anhaltendes Fernbleiben sämtlicher Düfte sind verschiedene Ursachen denkbar. So können Infektionen oder ein einfacher Schnupfen ebenso der Auslöser sein wie etwa ein Unfall. Bei einem solchen ist eine Durchtrennung der Nervenbahnen möglich, der Geruchssinn geht verloren. Oftmals nehmen Betroffene den Sinnesverlust gar nicht sofort wahr, auch für Ärzte ist eine Diagnose manchmal schwierig.  

Sozialer Faktor

Eine Anosmie kann auch gefährlich werden, etwa, wenn der Geruch von Feuer nicht wahrgenommen werden kann. Ernst zu nehmen ist auch der negative Effekt, den sie in manchen Fällen auf das Sozialleben hat. Da Betroffene die Wirkung von Parfum oder Deo nicht mehr überprüfen können, sind sie oft verunsichert und reduzieren den Kontakt mit Freunden.

Therapiemöglichkeiten

Oftmals kommt der Geruchssinn von alleine wieder zurück, es gibt aber auch Therapiemöglichkeiten. In manchen Fällen ist die Problematik durch eine Operation behebbar, indem, je nach Auslöser, die Nasenscheidewände geradegerückt oder Polypen entfernt werden. Ist das Symptom auf eine chronische Entzündung zurückzuführen, kann eine kurze Antibiotika-Behandlung weiterhelfen.

Rolle des Gehirns

Betroffenen wird außerdem ein Training empfohlen, bei dem mit Hilfe von Riechstiften die Sinneswahrnehmung verbessert werden soll. Zu dieser Methode wurde an der Universität Graz vor Kurzem eine Studie durchgeführt, welche die Rolle des Gehirns untersuchte. Dabei wurde klar, dass durch das Riechtraining Hirnareale wieder zu arbeiten beginnen. Anhand dieser Erkenntnisse sollen zukünftig noch effektivere Therapien entwickelt werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


24.03.2016

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von minimed.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von minimed.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von minimed.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.