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Kalte Nase löst Schnupfen und Co. aus

Kalte Nase löst Schnupfen und Co. aus
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Eine verringerte Körpertemperatur begünstigt eine Erkältung. (Aleksej / Fotolia.com)

"Warm anziehen, sonst verkühlst du dich!" Scheinbar hatten unsere Eltern mit dieser Aussage doch Recht: Erkältungen entstehen durch Viren und Bakterien, die bei niedrigen Temperaturen in der Nase besonders leichtes Spiel haben. 

Warum sich manche Menschen in den Wintermonaten schneller erkälten, war bislang wissenschaftlich nicht geklärt. Eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Universität Yale wies nun anhand eines Mäuseexperiments nach, dass eine verringerte Körpertemperatur die Infektion mit dem schnupfenauslösenden Rhinovirus begünstigt. Das hat zweierlei Gründe: Erstens bevorzugen die Krankheitserreger kältere Temperaturen in der Nase, weil sie ihnen bessere Möglichkeiten zur Vermehrung bieten. Andererseits wird die Immunabwehr des Körpers durch die Kälte herabgesetzt, wodurch er sich schlechter gegen eindringende Viren wehren kann. 
 

Abwehrzellen in Nase durch Kälte gehemmt

Bislang gingen Forscher davon aus, dass die gesamte Körpertemperatur ausschlaggebend für das Ansteckungsrisiko ist. Das stimmt auch insofern, als dass das Immunsystem geschwächt wird, wenn der Körper unter 37 Grad abkühlt, die ein gesunder Mensch hat. Doch noch entscheidender als die Körpertemperatur selbst, dürfte sein, wie warm bzw. kalt die Nase ist. 
 

Die Wissenschafter der Universität Yale entnahmen im Rahmen der Studie Epithelzellen aus den Atemwegen von Versuchsmäusen. Diese Zellen sind u.a. auch in der Nasenhaut zu finden und üben eine Schutzfunktion aus, indem sie Viren und Bakterien davon abhalten, ins Körperinnere zu gelangen. Anschließend wurden die Zellen im Labor mit Rhinoviren infiziert. Bei 37 Grad konnte sich das Zellgewebe gut gegen die Krankheitserreger wehren, doch schon bei 33 Grad war die Chance auf eine erfolgreiche Abwehrrektion deutlich gemindert. 
 

Warme Nase - keine Erkältungen?

Nach den Forschungserkenntnissen scheint es demnach wichtig, sich im Winter nicht nur warm anzuziehen, sondern auch die Nase warm zu halten. So wird das Epithelzellgewebe gewärmt und die Immunabwehr in den Atemwegen kann optimal funktionieren. Ein Schal, der bei großer Kälte auch die Nase verdeckt, sorgt dafür, dass die Epithelzellen bei den idealen 37 Grad bleiben. Zusätzlich lässt sich das Immunsystem - auch bei beginnender Erkältung - mit Hausmitteln, wie Vitamin C und zinkreicher Kost (Spinat, Leinsamen, Ananas, Karfiol) oder mit heißen Bädern stärken. 
 

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


08.01.2015

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