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ABCDE-Regel für den eigenen Hautcheck

Ärztin untersucht Muttermale bei Patientin.
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Behalten Sie Muttermale immer im Auge! (Evgeniy Kalinovskiy / Fotolia)

Verdächtige Muttermale sollte sich ein Arzt ansehen. Doch auch selbst sollte man die Male im Auge behalten.

Regelmäßige Kontrolle ist die beste Vorsorge

Das „Braunwerden“ ist eine der wichtigsten Schutzfunktionen der Haut. Würde die Haut nicht mit einer Verfärbung und Verdickung auf Sonneneinstrahlung reagieren, könnten die UV-Strahlen sehr schnell die Haut schädigen. Wer sich der Sonne allerdings ohne die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen aussetzt, geht bei Sonnenbränden ein deutlich erhöhtes Melanomrisiko ein. Selbstbeobachtung und der regelmäßige Hautcheck durch den Facharzt sind wichtig, um auffällige Hautveränderungen frühzeitig zu entdecken. Auch Jugendliche sollten sich bei familiärer Vorbelastung, bei einer Vielzahl von bzw. bei ungewöhnlichen Muttermalen vorsorglich kontrollieren lassen. Die ABCDE-Regel dient zur Orientierung und kann helfen, eventuell gefährliche Male zu erkennen. „Selbstbeobachtung und regelmäßige fachärztliche Kontrollen sind eine wichtige Kombination, um Hautkrebs so früh wie möglich zu erkennen“, erklärt Dr. Gernot Lechner, Oberarzt an der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Die Selbstbeobachtung ersetzt zwar nicht den jährlichen Muttermal-Check beim Spezialisten, die sogenannte ABCDE-Regel hilft aber auch dem Laien, auffällige Hautveränderungen zu entdecken.“

  • A – Asymmetrie: Ein Pigmentmal gilt als auffällig, wenn es nicht gleichmäßig rund oder oval ist.
  • B – Begrenzung: Verwischte, ungleichmäßige Umrandungen, die an den Rändern „auszulaufen“ scheinen, sind Alarmsignale.
  • C – Colour (Farbe): Hat das Pigmentmal unterschiedlich gefärbte Zonen, wirkt es fleckig, sollte es vom Hautarzt angesehen werden.
  • D – Durchmesser: Einer Kontrolle bedarf auf jeden Fall auch die Zunahme des Durchmessers eines Muttermals.
  • E – Erhabenheit: Ist das Muttermal erhöht oder ragt eine andere Hautveränderung über das Niveau der Haut hinaus, sollten es von einem Dermatologe kontolliert werden. 

Schützen Sie sich vor zuviel Sonne!

Sonnenbrände verstärken das Melanomrisiko erheblich und UV-Strahlen gelten nachweislich als Hautkrebsverursacher Nummer eins. Deshalb sollte man sich gut gegen zuviel Sonne schützen.

  • Meiden Sie die Mittagssonne und schützen Sie Kinder vor praller Sonne zusätzlich durch UV-undurchlässige Textilien, wie etwa Hut, Hemd und Hose!
  • Am besten wasserfeste Sonnencremen verwenden, die dem Hauttyp (fettig oder trocken) angepasst sind und einen individuell ausreichenden Lichtschutzfaktor bieten (LSF 25 bis 50).
  • Wasserresistente Sonnenschutzprodukte verlieren durch Schwitzen und Abtrocknen ihre Wasserfestigkeit, deshalb muss man sich in regelmäßigen Abständen neu eincremen.
  • Je länger die Sonnencremetube geöffnet ist, desto mehr verliert der LSF an Wirkung. Daher weg mit der Tube vom Vorjahr!
  • Die meisten heute im Handel geführten hochwertigen Sonnencremen wirken sofort durch den physikalischen Lichtschutzfilter. Daher ist es nicht mehr notwendig, sich 30 Minuten vor dem Sonnenbad einzucremen.
  • Verwenden Sie ausreichend Creme!
  • Bräunen im Solarium stellt eine zusätzliche UV-Belastung dar, die der Gesetzgeber aus diesem Grund für Jugendliche unter 18 Jahren untersagt.
Dr. Gernot Lechner

Die Selbstbeobachtung ersetzt zwar nicht den jährlichen Muttermal-Check beim Spezialisten, die sogenannte ABCD-Regel hilft aber auch dem Laien, auffällige Hautveränderungen zu entdecken.

Dr. Gernot Lechner
AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


05.06.2018
QUELLEN
Klinikum Wels-Grieskirchen, Presseaussendung vom 14. 05. 2018
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