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Symptome der Gürtelrose

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Gürtelrose zeigt sich nicht nur durch Bläschen am Rücken, sie kann auch an den Armen, im Gesicht oder auf den Beinen auftreten. (Angel Simon / Fotolia.com)

Die Hauterkrankung Gürtelrose kündigt sich meist mit heftigen Schmerzen an. Die betroffene Stelle kribbelt, sie fühlt sich taub an, Juckreiz, Müdigkeit und Fieber können auftreten. 
 

Auslöser dieser Beschwerden sind Viren, die in einem Hautareal, das von einem Nervenstrang versorgt wird, wieder aktiv werden. Nach einigen Tagen entwickelt sich an dieser Körperstelle ein Ausschlag mit entzündlichen roten Flecken und mit meist örtlich begrenzten mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die sich wie ein Gürtel einseitig häufig über den Brustkorb ausbreiten. 
 

Typisch für Gürtelrose: Hautbläschen

Nach 1 bis 2 Tagen brechen die Bläschen auf. Sie trocknen aus, es bilden sich Krusten. In diesen Krankheitsphasen ist die Gürtelrose ansteckend durch Kontakt mit den offenen Bläschen (Schmierinfektion), aber auch über die Luft. Die Gürtelrose ist für ungeimpfte Personen, die Windpocken noch nicht durchgemacht haben, bei Kontakt mit den offenen Bläschen bis zum Abfallen der vertrockneten Krusten ansteckend. Es bilden sich manchmal Narben, insbesondere wenn es zu einer Zweitinfektion z. B. durch Bakterien kommt. 
 

In den meisten Fällen beginnt die Gürtelrose am Rücken und breitet sich auf den Brustkorb aus, es können aber auch 
 

  • Gesicht (mit Gefahr für Augen oder Gehör)
  • Hals

  • Arme oder

  • Beine

 

betroffen sein.

Video: Symptome Gürtelrose

Entstehung einer Post-Zoster-Neuralgie

Der Ausbruch einer Gürtelrose führt dazu, dass Nervengewebe geschädigt wird. Dadurch kann es zu attackenartigen Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) kommen, die oft monatelang anhalten können und für Betroffene äußerst unangenehm sind. Von 10 Personen, die an Gürtelrose erkranken, entwickeln 1% bis 2 % eine Post-Zoster-Neuralgie, das Risiko nimmt mit dem Alter zu: Bei den über 60 Jährigen sind rund 2/3 gefährdet, an diesen neuropathischen Nervenschmerzen zu erkranken. Die Schmerzen treten in den befallenen Nervenarealen oft noch Jahre später auf, meist in unterschiedlicher Intensität. 
 

Diagnose der Gürtelrose

Die Gürtelrose lässt sich aufgrund des typischen halbseitigen Ausschlages leicht vom Arzt diagnostizieren. Der Arzt fragt auch nach, ob der Betroffene in der Kindheit an Windpocken erkrankt ist. Selten ist der Nachweis der Erreger durch einen Bläschenabstrich nötig, sobald die Diagnose erstellt ist, beginnt die Therapie. 
 

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


04.02.2015
MEDIZINISCHER EXPERTE
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Höpfl
Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Innsbruck
QUELLEN
Aktuelle Bestandsaufnahe stationärer Zosterfälle zur Bewertung der neu zugelassenen Zostervakzine, Dr. K. M. Zöhrer, Diplomarbeit, Innsbruck, 2008
Neurologie, W. Gehlen/ H.W. Delank, Thieme, 12. Auflage, Stuttgart, 2010
M.N. Oxman et.al: A Vaccine to Prevent Herpes Zoster and Postherpetic Neuralgia in Older Adults, In: The New England Journal of Medicine 2005; 352:2271-2284

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