×
×
articleicon

Gürtelrose (Herpes Zoster)

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Gürtelrose wird von denselben Viren verursacht, die auch Windpocken auslösen. (Mumemories - Shutterstock.com)

Bei der schmerzhaften Hauterkrankung Gürtelrose (Herpes Zoster) kommt es zu einer Nervenentzündung, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird.

Schätzungen zufolge erkranken in Österreich jährlich rund 30.000 Menschen an Gürtelrose. minimed. at hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Die Gürtelrose ist für ungeimpfte Personen, die als Kinder nicht an Windpocken erkrankt sind, bei Kontakt mit den offenen Bläschen bis zum Abfallen der vertrockneten Krusten ansteckend.

 

Aber auch wer als Kind Windpocken hatte, ist als Erwachsener gegen Gürtelrose nicht immun: Die Windpocken-Viren "schlummern" oft jahrzehntelang im Nervengewebe, bei Immunschwäche können sie wieder aktiv werden und Gürtelrose auslösen. Zumeist sind 50jährige betroffen, Frauen und Männer gleich häufig. Mit dem Alter steigt auch das Risiko für Komplikationen wie z. B. das Auftreten einer Post-Zoster-Neuralgie.

Schmerzhafter Ausschlag

Die Herpes-Zoster-Infektion äußert sich durch einen schmerzhaften Ausschlag mit entzündlichen roten Flecken und Bläschen, der sich häufig wie ein halbseitiges Band über den Brustkorb zieht. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt, die das Virus beherbergen, der Kontakt damit ist ansteckend. Besonders im Frühstadium ist der Zoster sehr gut mit Virostatika und Schmerzmitteln behandelbar, vorbeugend gibt es eine Impfung. Eine der häufigsten Komplikationen im Anschluss an eine Gürtelrose ist die Post-Zoster-Neuralgie, die sich durch heftige Nervenschmerzen äußert.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


18.02.2014
MEDIZINISCHER EXPERTE
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Höpfl
Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Innsbruck
QUELLEN
K. M. Zöhrer: Aktuelle Bestandsaufnahe stationärer Zosterfälle zur Bewertung der neu zugelassenen Zostervakzine, Diplomarbeit, Innsbruck, 2008
Neurologie, W. Gehlen, H.W. Delank, Thieme Verlag, 12. Auflage, Stuttgart, 2010
M.N. Oxman et.al: A Vaccine to Prevent Herpes Zoster and Postherpetic Neuralgia in Older Adults, In: The New England Journal of Medicine 2005; 352:2271-2284

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


minimed.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.