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Haarwurzelstatus (Trichogramm, Trichoscan)

Bürste mit vielen Haaren.
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Wird zur Haarwurzelstatus-Ermittlung ein Trichogramm durchgeführt, sollte das Haar 6 bis 8 Wochen nicht gefärbt oder getönt werden. (studio306fotolia / Fotolia.com)

Eine Bestimmung des Haarwurzelstatus (Trichoscan) gibt Auskunft darüber, ob Haarausfall vorliegt. Durch diesen Test kann die Phase des Haarzyklus, die Wachstumskapazität des Haares und der Anteil des Haarverlusts abgeschätzt werden. 

Unterschiedliche Möglichkeiten stehen dazu zur Verfügung: Für ein Trichogramm werden 50 bis 100 Haare ausgezupft und unter einem Mikroskop untersucht. Bei einem Trichoscan wird nur ein kleiner Bereich auf der Kopfhaut rasiert, eingefärbt und mikroskopisch geprüft. 

Anlass eines Haarwurzelstatus

  • Vorsorgeuntersuchung: Eine Haarwurzelstatus-Bestimmung ist keine Vorsorgeuntersuchung. 
  • Diagnosestellung: Bei der Diagnostik von Haarausfall ist die Haarwurzelstatus-Bestimmung ein wichtiges Hilfsmittel. 
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Eine Haarwurzelstatus-Bestimmung kommt zur Kontrolle der Therapie von Haarausfall zum Einsatz. 

Was passiert bei der Bestimmung eines Haarwurzelstatus?

Mit dieser Untersuchung lässt sich eine Aussage über das aktuelle Wachstumsverhalten der Haare treffen. Anhand der Form von Haarschaft und Haarwurzel wird der Anteil der Haare bestimmt, die sich in der Wachstumsphase, der Ruhephase und der Übergangsphase befinden. 
 

Ein Trichogramm oder ein Trichoscan ist als diagnostisches Hilfsmittel zu verstehen, das in Verbindung mit anderen Untersuchungen eine sichere Diagnose ermöglicht. Die Bestimmung des Haarwurzelstatus gibt Auskunft über die Intensität des Haarausfalls, nicht jedoch über den Grund des Haarverlusts. 

Trichogramm 

Für ein Trichogramm werden dem Patienten zirka 50 bis 100 Haare, meist am Scheitel oder der Stirn, ausgezupft. Das funktioniert mit einer Epilationsklemme. Die Haare werden nicht büschelweise, sondern in einer Reihe entfernt. Die Auswertung des Trichogramms erfolgt unter dem Mikroskop. Dabei wird auf krankhafte Veränderungen der Haarwurzeln (Verkrümmungen, Bruchstellen, Abweichungen vom normalen Aufbau) geachtet. 

 

Trichoscan 

Eine modernere Variante zur Bestimmung des Haarwurzelstatus ist der sogenannte Trichoscan. Dabei müssen dem Patienten keine Haare mehr ausgezupft werden. Der Trichoscan ist ein computerunterstütztes Analyseverfahren zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus. Dabei wird eine zirka 15 x 15 Millimeter große Stelle der Kopfhaut rasiert. 3 Tage später wird die Stelle mit einer speziellen Farbe eingefärbt und fotografiert. Ein Computer berechnet dann die Daten für den Haarwurzelstatus. 

Wer führt die Bestimmung des Haarwurzelstatus durch?

Dermatologe 

Hat die Haarwurzelstatus-Bestimmung Risiken?

Das Auszupfen der Haare, die für ein Trichogramm benötigt werden, empfinden die meisten Patienten als schmerzhaft. Abgesehen davon birgt die Bestimmung des Haarwurzelstatus aber keine Risiken. 
 

Ein Trichoscan ist schmerzfrei für den Patienten und birgt ebenfalls kein Risiko. 

Was können Sie zum Gelingen beitragen?

Wird ein Trichogramm durchgeführt, sollte das Haar 6 bis 8 Wochen nicht gefärbt oder getönt werden. Dauerwellen sind vor der Untersuchung ebenfalls tabu. 5 Tage vor der Untersuchung nicht Haare waschen. 

Kosten & Krankenkasse


Eine Untersuchung kostet um die 60 Euro und wird von der Krankenkasse nicht übernommen. 

AUTOR


Elisabeth Mondl, Barbara Bürscher


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


20.12.2013 / 13.08.2018
QUELLEN
Photoepilation, Zur Praxis der Haarentfernung mit Licht- und Lasersystemen, Gerd Kautz et al., Steinkopff Verlag, Darmstadt, 2004
Haare, Praxis der Trichologie, R. M. Trüeb, Steinkopff Verlag, Darmstadt, 2003
Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, S. Andreae et al., Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart, 2008
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