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Ernährungstipps bei Psoriasis

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Eine vitaminreiche Kost mit gesunden Fetten dämmt Entzündungsreaktionen der Haut ein. (Daniel Vincek - Fotolia.com)

Eine Ernährungsumstellung kann Entzündungen bei Schuppenflechte lindern. Wichtig ist die Reduktion von Übergewicht und eine reichliche Zufuhr von Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren.

 Vorweg: Eine pauschale Psoriasis-Diät gibt es nicht. Allerdings lassen sich Entzündungen mit einer ausgewogenen Ernährung eindämmen. Der Verlauf der Krankheit kann so abgemildert werden. Da Schuppenflechte mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen einhergeht, sollte außerdem auf ein normales Körpergewicht geachtet werden.

Ernährung bei Psoriasis: Übergewicht reduzieren

Übergewicht wirkt sich in mehrfacher Hinsicht negativ auf die Krankheit aus. Zum einen erhöhen zu viele Kilos das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Zum anderen fördert Übergewicht die verstärkte Bildung von Entzündungsbotenstoffen im Fettgewebe. Beim gesunden Menschen schützen Entzündungszellen vor Krankheitserregern. Bei Patienten mit Schuppenflechte richten sich diese gegen den Körper und erzeugen so die typischen Symptome. Die sanfte Reduktion des Körpergewichts mildert demnach auch den Krankheitsverlauf. 

Ernährung bei Psoriasis: Reichlich Obst und Gemüse

Wie alle entzündlichen Erkrankungen geht Schuppenflechte mit einem erhöhten Verbrauch an Antioxidantien einher. Zu den wichtigsten Antioxidantien zählen Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C. Eine Kost, die reich an Obst und Gemüse ist liefert viele dieser antioxidativ wirksamen Substanzen. Sie mindern die Bildung von entzündungshemmenden Botenstoffen und wirken gleichzeitig vorhandenen Entzündungen entgegen.

Ernährung bei Psoriasis: Mehr pflanzliches Eiweiß

Eiweiß ist wichtig für das Immunsystem. Pflanzliche Eiweißlieferanten liefern weniger und tendenziell gesündere Fette als tierische Eiweißquellen. Hülsenfrüchte enthalten reichlich hochwertiges Eiweiß und können auch einmal eine Fleischmahlzeit ersetzen. Ebenso empfehlenswert sind Getreideprodukte und Kartoffeln.

Ernährung bei Psoriasis: Mehr Omega 3–Fettsäuren, weniger Omega 6–Fettsäuren

Unser Körper kann weder Omega 3–Fettsäuren, noch Omega–6 Fettsäuren selbst produzieren. Diese ungesättigten Fettsäuren müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Kleine Herausforderung an der Sache: Das richtige Verhältnis. Meist überwiegt der Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Der Haken: Aus einer bestimmten Omega-6–Fettsäure, der Arachidonsäure bildet der Körper Botenstoffe, die bestehende Entzündungen fördern. Omega–3–Fettsäuren wirken hingegen entzündungshemmend.

 

Wo steckt was drinnen?

 

OMEGA-3-FETTSÄUREN

OMEGA-6-FETTSÄUREN

Fetter Fisch wie Lachs, Thunfisch und Hering

Pflanzliche Öle wie Leinöl, Hanföl, Sojaöl, Walnussöl und Rapsöl

Tierische Fette

Rotes Fleisch

Innereien

Eier

Ernährung bei Psoriasis: Kein Nikotin

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, sodass die Blutversorgung der entzündeten Körperbereiche vermindert wird. Durch die verminderte Sauerstoffversorgung kann sich die Haut schlechter regenerieren. Entzündliche Hautstellen heilen schlechter ab, wodurch sich die Beschwerden verschlimmern können. Und noch einen Nachteil hat der Zigarettenkonsum: Rauchen schränkt die Wirksamkeit von Medikamenten ein. 

Ernährung bei Psoriasis: Alkohol nur in Maßen

Alkoholische Getränke belasten nicht nur die Leber, sondern enthalten auch Histamin. Dieser Eiweißstoff kann zu Hautreizungen führen. Rotwein, Sekt und Co bergen jedoch noch einen weiteren Nachteil. Der in den Getränken enthaltene Alkohol hemmt ein Enzym, das im Körper für den Histaminabbau. Zusätzlich wird die Freisetzung von körpereigenem Histamin gefördert. Ein „Gläschen in Ehren“ sei auch Menschen mit Schuppenflechte erlaubt. Große Mengen Alkohol sollten jedoch in jedem Fall vermieden werden.

Ernährung bei Psoriasis: Vorsicht vor "Symptomverstärkern"

Bei manchen Patienten führen bestimmte Lebensmittel zu einer Verstärkung der Beschwerden. Diese auslösenden Substanzen werden auch als „Trigger“ bezeichnet.

 

Nahrungsmittel, die Beschwerden verursachen können

 

UNGÜNSTIGE WIRKUNG  

NAHRUNGSMITTEL

NEGATIVER EINFLUSS AUF BLUTFETTWERTE UND HARNSÄURE

Innereien

Fettreiche Lebensmittel wie Wurst und fetter Käse

FÖRDERUNG VON BAKTERIENBESIEDELUNG UND PILZBEFALL

Weißmehl

Zucker

REIZUNG VON NERVEN- UND GEFÄSSSYSTE

Histaminreiche Lebensmittel (z.B. Rotwein)

Glutenhaltige Lebensmittel (Gluten ist in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Grünkern enthalten)  

Kaffee

Reizende Gewürze wie Chili, Curry und Pfeffer

Manche Konservierungs- und Farbstoffe

AUSLÖSUNG ALLERGISCHER SYMPTOME

Bestimmte Zusatzstoffe

Ernährung bei Psoriasis: Ernährungstagebuch schafft Überblick

Jeder Mensch reagiert auf zugeführte oder weggelassene Substanzen anders. Daher lassen sich auch keine allgemeingültigen „Verbote“ aussprechen. Ein Tagebuch bildet eine ideale Methode, um bestimmte Muster abzuleiten, die dabei helfen Unverträglichkeiten zu erkennen. Notieren Sie dazu eine Woche lang alle Speisen und Getränke, die Sie zu sich genommen haben. Ergänzen Sie Ihre Einträge mit Angaben zu Ihrem Befinden. Treten die Symptome nach dem Verzehr bestimmter Speisen auf? Besprechen Sie mögliche Zusammenhänge am besten mit einem Arzt.

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGSDATUM


07.08.2017

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