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Wie heilen akute Wunden?

Wundsalbe wird auf Wunde geschmiert
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Wirksame Salben können die Verheilung einer Wunde unterstützen. (Hector Roqueta / Shutterstock.com)

Wunden entstehen durch das Zerstören, Durchtrennen oder Schädigen der Haut. Um ihre Schutzfunktion wiederherzustellen, ist eine normale Wundheilung wichtig.

In der Regel heilt der Körper Verletzungen selbst, er ersetzt das zerstörte Gewebe durch neues. Die Dauer der Heilung hängt von der Tiefe und Größe der Wunde ab. Während des Heilungsprozesses entsteht eine Narbe, gleichzeitig können Komplikationen wie eine Infektion auftreten, die die Heilung stören. Erfahren Sie, wie eine normale Wundheilung abläuft und wie Sie den Heilungsprozess der Haut fördern können.

Der Verlauf der normalen Wundheilung

Die Heilung verläuft in mehreren Phasen, die sich teilweise überlappen. Kurz nach der Verletzung setzt die Blutstillung ein, die Blutgefäße im Bereich der Wunde verengen sich. Das verringert den Blutverlust. Gerinnt das Blut, füllt es die Wunde aus und verschließt die geöffnete Hautstelle. Im Zuge der Hämostase entsteht Fibrin, die Eiweißfasern verkleben die Fläche und sie hindern Krankheitserreger daran, in die Wunde einzudringen. Histamine lösen eine Entzündungsreaktion aus, die Durchlässigkeit der Kapillaren erhöht sich, Wundflüssigkeit tritt aus. Die Entzündungszellen reinigen die Wunde und schwemmen Zelltrümmer und Bakterien mit dem Wundsekret aus, dadurch verhindern sie eine Infektion. Die sogenannte Reinigungs- und Entzündungsphase dauert bei akuten Wunden bis zu drei Tage, chronische Wunden heilen langsamer.

 

In der sich anschließenden Granulations- oder Proliferationsphase entstehen aus dem Fibrin und dem Wundsekret an der Oberfläche Wundkrusten (Grind, Schorf). Zwei Tage nach der Verletzung beginnt der Körper mit der Bildung von neuem Gewebe. Von den Wundrändern wachsen neue Zellen in das Wundbett, dadurch entsteht Granulationsgewebe. Um dieses mit Blut zu versorgen, wachsen feine Kapillaren aus den umliegenden Blutgefäßen ins Gewebe. Zu erkennen ist dieser Prozess an der dunkelroten Färbung der Wunde. Sie ist gut durchblutet, körnig und glänzt feucht. Die Bindegewebszellen produzieren Eiweißfasern als Vorstufe des Kollagen. Sie ziehen die Wundränder zusammen, wodurch sich die Wundfläche minimiert. Normalerweise ist die Wundheilung in dieser Phase nach zehn bis vierzehn Tagen abgeschlossen, große Wunden verheilen langsamer.

 

In der nachfolgenden Regenerations- oder Epithelisierungsphase verringert sich der Anteil an Gefäßen und Gewebewasser. Die Kollagenfasern stabilisieren sich. Aus Granulationsgewebe wird Narbengewebe, Epithelzellen dringen weiter in die Wunde ein. Sie schrumpft täglich bis zu zwei Millimeter, bis sie sich vollständig verschließt. Diese Phase beginnt am vierten Tag und dauert mehrere Wochen. Der Körper bildet weiter neues Kollagen, wodurch sich die Narbe in den kommenden Monaten in ihrer Beschaffenheit verändert. Ihre maximale Belastbarkeit erreicht sie nach etwa drei Monaten.

Den Heilungsprozess unterstützen

Die ersten Schritte nach der Entstehung der Wunde entscheiden, wie sie verheilt. Warten Sie ab, bis die Wunde nicht mehr blutet, bevor Sie diese versorgen. Bei größeren Wunden suchen Sie einen Arzt auf. Kleine Abschürfungen, Schnitte und Verbrennungen behandeln Sie problemlos selbst. Beginnt die Wunde, sich zu verschließen und die Blutgerinnung setzt ein, reinigen und desinfizieren Sie den betroffenen Bereich. Kaltes Wasser und ein alkoholfreies Desinfektionsmittel eignen sich dafür am besten. Hilfreich kann die Anwendung von Wundcremes wie Acerbine Wundheilsalbe sein - sie wirkt desinfizierend, schmerzlindernd und unterstützt die Wundheilung. Diese Salben fördern die Bildung neuer, gesunder Haut, gleichzeitig pflegen und kühlen sie die empfindliche Narbenfläche. Achten Sie darauf, dass die Wundränder nicht spannen. Lagern Sie die verletzte Körperpartie höher oder ruhig. Im Anschluss bedecken Sie die Fläche mit einem Verband oder einem Pflaster.

 

Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Spurenelementen (Zink, Eisen), Vitaminen und Eiweiß unterstützt den Heilungsprozess, zudem hilft eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Rauchen vermindert die Durchblutung, wodurch sich die Wunden langsamer verschließen.

Störungen im Laufe des Heilungsprozesses

Akute Wunden entstehen durch verschiedene Ursachen wie:

 

  • Verletzungen (wie Schnitte, Quetschungen, Stiche, Abschürfungen, Tierbisse, Verbrühungen, Verbrennungen),
  • kosmetische Maßnahmen (wie Schönheitsoperationen, Piercings und Tätowierungen) oder
  • medizinische Eingriffe zur Behandlung oder Diagnostik (wie Operationen, Biopsien).

 

Kommt es zu einer gestörten Wundheilung, wird aus einer akuten eine chronische Wunde. Ursachen sind Durchblutungsstörungen im Bereich der Wunde, die in den meisten Fällen auf bestehende Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Venenerkrankungen zurückzuführen sind. Auch die Infektion der Wunde und dauerhafter Druck auf die Dermis können Ursachen für eine gestörte Wundheilung sein. Oberstes Ziel bei einer Wunde ist es, den normalen Heilungsprozess zu fördern.

AUTOR


Advertorial


ERSTELLUNGSDATUM


03.12.2019

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