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Wenig Wissen über Herzklappenerkrankungen

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Laut einer Studie wissen viele nicht genau über Herzklappen bescheid. (Fabio Balbi / Fotolia)

Um ein besseres Bewusstsein der Bevölkerung zum Thema Herzklappenerkrankung zu vermitteln, wurde nun eine Arzt-Patienten-Plattform ins Leben gerufen.

Anlässlich des Weltherztages am 29. September hat Edwards Lifesciences das Wissen der Österreicher über 60 Jahre zum Thema "Herzgesundheit" erhoben. Eine Erkenntnis daraus: Obwohl 50 Prozent der Patienten mit unbehandelten Herzerkrankungen wie Aortenklappenstenose innerhalb von zwei Jahren sterben, kennen die meisten Befragten nicht einmal deren Namen. Geschätzte 115.000 Österreicher über 65 Jahre sind von einer Aortenklappenstenose betroffen. Bei frühzeitiger Erkennung könnte die Lebensqualität der Betroffenen nach einer Herzklappenoperation deutlich verbessert werden. "Das Bewusstsein für Symptome von Erkrankungen ist der erste Schritt zur Heilung. Nur wer weiß, worauf er achten muss, kann rechtzeitig einen Arzt aufsuchen", so Prof. Martin Thoenes, Medical Director Europe bei Edwards Lifescienes über die Motivation zur Studie, in der mehr als 1.000 Österreicher über 60 Jahre befragt wurden.

Wie das Herz zu einem spricht

Schwindel, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Erschöpfung zählen zu den Anzeichen, die nicht zu unterschätzen sind. Ältere Patienten, die solche Symptome bemerken, sollten ihren Arzt auf eine regelmäßige Herz-Stethoskop-Untersuchung ansprechen. Bei Aortenstenose gibt es in Österreich zwei Möglichkeiten der Behandlung: Zum einen den schonenden Eingriff mittels Knopfloch-Chirurgie und zum anderen die Operation am offenen Herzen. Medikamentös ist die Erkrankung nicht heilbar.

Teil der Initiative werden

In Zusammenarbeit mit Univ. Prof. Dr. Christian Hengstenberg, Leiter der Kardiologie am AKH Wien und Univ. Prof. Dr. Otmar Pachinger, Präsident des österreichischen Herzfonds, hat Edward Lifesciences nun eine Arzt-Patienten-Plattform ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Bewusstsein für Symptome, Diagnose und Behandlung von Herzklappenerkrankungen bei der Altersgruppe 65+ zu erhöhen. "Wir laden Ärzte, Patienten und Unternehmen, die in diesem Bereich etwas beitragen möchten, herzlich ein, Teil der Initiative zu werden. Interessenten können sich per Mail an herzklappe(at)skills.at wenden", so Hengstenberg.

Weitere Ergebnisse der Studie

Herzerkrankungen wie Herzstillstand sind mehr als einem Drittel der Befragten bekannt, Herzinfarkt sogar drei Viertel der Senioren. Mit Herzklappenerkrankungen kann jedoch nur jeder Dritte etwas anfangen. Die Sorge der Österreicher um Herzklappenkrankheiten ist im Vergleich zum Risikopotenzial schwach ausgeprägt. Knapp ein Viertel der Befragten gibt an, sich am meisten vor einer Krebserkrankung zu ängstigen. Alzheimer liegt auf Platz zwei, gefolgt von Schlaganfällen und Herzinfarkt.

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


17.10.2018

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