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In der Kälte das Herz nicht überfordern

Herz aus Schnee in Händen gehalten
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Auf unser Herz müssen wir im Winter besonders gut aufpassen. (Ryzhkov Oleksandr - Shutterstock.com)

Bei niedrigen Temperaturen ist die Gesundheit generell stärker gefährdet als bei hohen. Experten raten Betroffenen einer Herzkrankheit, sich bei Eiseskälte nicht zu überanstrengen.

Der Winter und die Gesundheit, das ist prinzipiell keine ganz unkomplizierte Beziehung. Niedrige Temperaturen zwingen unser Immunsystem zu Höchstleistungen, viele werden trotz gezielter Maßnahmen von der Grippewelle erfasst. Doch während sich diese kleineren Probleme im Regelfall nach einiger Zeit wieder verflüchtigen, ist der Körper in der Kälte auch von größeren Gefahren bedroht.

Aktivität mit Vorsicht

Bei besonders kalten Temperaturen ist etwa die Gefahr eines Schlaganfalls erhöht, aber auch auf das Herz sollte man verstärkt Acht geben. Das fordert die Deutsche Herzstiftung in einer Aussendung, wonach vor allem Menschen mit einer Herzkrankheit aufpassen müssen. Vollkommenes Ausrasten ist nicht notwendig, bei anstrengenden Aktivitäten im Freien ist aber Vorsicht geboten.

Schaufeln dürfen andere

Schneeschaufeln sollten Herzkranke beispielsweise lieber einem Familienmitglied überlassen oder bei Bedarf den Nachbarn um Hilfe bitten. Niedrige Temperaturen führen zu einer Verengung der Herzkranzgefäße, wodurch der Herzmuskel mit weniger Blut versorgt wird und in der Folge nicht so viel Sauerstoff bekommt wie üblich. Sofern das Herz gesund ist, stellt das kein Problem dar, bei Vorerkrankungen kann es jedoch kritisch werden.

Schmerzen ernst nehmen

Auffälligstes Anzeichen einer akuten Gefahr ist ein drückender oder brennender Schmerz im Brustbereich. Betroffene halten die Symptomatik oft fälschlicherweise für eine normale Begleiterscheinung der Kälte. Umso wichtiger ist es, die Brustschmerzen ernst zu nehmen und bei Verdacht schleunigst die Rettung zu rufen. Im schlimmsten Fall könnte es sich um einen Herzinfarkt oder lebensbedrohlichen Anfall handeln.

Mit Arzt absprechen

Prinzipiell sollte man im Winter nicht auf Sport verzichten, auch Außenaktivitäten sind denkbar. Aufgrund der kalten Temperaturen sind allerdings weniger anstrengende Tätigkeiten wie etwa langsameres Joggen oder Nordic Walking zu bevorzugen. Bei einer bestehenden Herzkrankheit müssen etwaige Sportpläne immer detailliert mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Richtige Intensität vorausgesetzt ist Bewegung auch für das angeschlagene Herz von Vorteil.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


12.01.2017 / 04.03.2019

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