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Rasch und richtig reagieren bei Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann jeden treffen.
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Das „Schlagerl“ muss als Vorbote eines drohenden schwerwiegenderen Schlaganfalls ernst genommen und umgehend ärztlich abgeklärt werden. (Klinikum Wels-Grieskirchen)

Alle 20 Minuten erleidet in Österreich jemand einen Schlaganfall. Die Hälfte davon trifft Menschen unter 75 Jahren, in zehn Prozent der Fälle sind die Betroffenen sogar unter 45. Eine möglichst rasche Diagnose und eine schnelle Therapie entscheiden über Leben und Tod.

 

Um die Rettungskette möglichst rasch in Gang zu bringen, ist es wichtig, über mögliche Anzeichen eines Schlaganfalls Bescheid zu wissen. „Hängt ein Mundwinkel des Betroffenen nach unten, kann der Patient den Arm und, oder das Bein nicht bewegen, wenn er nur undeutlich oder plötzlich gar nicht mehr spricht oder schwer versteht – das alles sind Zeichen, die den Verdacht auf einen Schlaganfall nahe legen“, erklärt Raffi Topakian, Leiter der Neurologie am Klinikum Wels-Grieskirchen.

Vorbereitung ist alles

Trifft mindestens eines der Signale zu, wird beim Verständigen der Rettung auch gleichzeitig der Notarzt alarmiert. Dieser kündigt den Patienten über das sogenannte Stroke Phone im Klinikum Wels-Grieskirchen an: "Dabei werden bereits die wichtigsten Informationen zum Patienten an den Neurologen durchgegeben", so Topakian. Bis zum Eintreffen des Patienten wird im Krankenhaus alles für die Lyse-Therapie zum Auflösen von Blutgerinnseln vorbereitet. Durch dieses System beträgt der Zeitraum zwischen Eintreffen des Patienten im Krankenhaus bis zum Start der Behandlung zur medikamentösen Öffnung des verstopften Hirngefäßes im Klinikum Wels-Grieskirchen durchschnittlich 25 Minuten.

Der FAST-Test:

Vermuten Sie bei einem Mitmenschen einen Schlaganfall, folgen Sie den Handlungsaufforderungen des FAST-Tests! Jeder Buchstabe steht für eine Aktion:

 

  • F (Face/Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.
  • A (Arms/Arme): Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden.
  • S (Speech/Sprache): Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist das nicht möglich oder klingt die Stimme unklar, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
  • T (Time/Zeit): Rufen Sie 144 – Der Patient muss sofort ins Krankenhaus! Jede Minute zählt, um Leben zu retten oder Folgeschäden zu vermeiden.
AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


07.06.2018
QUELLEN
Klinikum Wels-Grieskirchen, Presseaussendung vom 08. 05. 2018

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