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Sport bei Allergie und Asthma

Athletische Frau verwendet Asthmainhalator im Freien.
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Allergien und Asthma müssen keine Hindernisse für ein aktives Leben sein. (glisic_albina / Fotolia)

Wenn Kinder oder Erwachsene ihr Asthma unter Kontrolle haben und auf besondere Anstrengungen vorbereitet sind, steht körperlicher Aktivität nichts im Wege. Bewegung und Sport können nicht nur helfen, belastbarer und fitter zu werden, sondern auch entspannen und schlicht Spaß machen. 

Allergien gehören zu den größten Risikofaktoren für Asthma bronchiale. Wie eine große Lungengesundheitsstudie mit 11.000 Teilnehmern zeigt, sind immer mehr Österreicher von Allergien betroffen. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der Betroffenen um 13 Prozent angestiegen. Wenn man plötzlich unter Juckreiz an den Schleimhäuten, insbesondere tränenden Augen und Niesreiz mit Fließschnupfen oder auch an Atembeschwerden leidet, liegt der Verdacht einer Allergie nahe. „Eine Abklärung durch den Facharzt bringt Aufschluss über die Auslöser. Eine individuell angepasste Behandlung und Medikation gibt die Möglichkeit, auch mit Allergien und selbst Asthma weitgehend unbeschwert Sport treiben zu können“, sagt Primarius Dr. Josef Eckmayr, Leiter der Abteilung für Lungenkrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Das ist wichtig, denn körperliche Aktivität stärkt Atemmuskulatur und körperliche Belastbarkeit, verbessert die Koordinationsfähigkeit und baut die Körperspannung und somit eine gute Selbstwahrnehmung auf.“

Viele Sportarten möglich

Treten während des Trainings Symptome zum Beispiel im Bereich der Haut und der oberen oder unteren Atemwege auf, sollten diese durch einen Facharzt abgeklärt werden. „Ist die Art der Allergie diagnostiziert und durch eine entsprechende Therapie unter Kontrolle gebracht, ist prinzipiell jede Art von Sport möglich“, erklärt Eckmayr. „Bei Heuschnupfen ist es allerdings wichtig, die sportlichen Aktivitäten im Freien auf die Pollen- und Wettersituation abzustimmen. Bei hoher Pollenbelastung und starkem Beschwerdebild sollte pausiert werden.“ Wichtig dabei ist immer: die Symptome behandeln! Die tagesaktuelle Pollenbelastung kann zum Beispiel auf www.pollenwarndienst.at, einem Service der Medizinischen Universität Wien, abgerufen werden. „Asthma kann nicht nur durch Allergene, wie Pollen, Hausstaubmilden und Tierhaare, ausgelöst werden. Auch Duftstoffe, Gerüche, Rauch, Kälte sowie Ozon- und Feinstaubbelastung können durch eine irritative Wirkung oder durch chemische Reizwirkung entsprechende Schleimhautreaktionen verursachen. Mit einer ideal eingestellten medikamentösen Behandlung sollte sich das Beschwerdebild bessern.“

Wichtig bei Asthma vor dem Sport

Auf die Inhalation muss eine Aufwärmphase folgen, die körperliche Leistung ist dann langsam, aber stetig zu steigern. „Dabei sollten die gesetzten Ziele realistisch sein“, rät Eckmayr. Asthmapatienten müssen während des Sports gut auf ihre Atemtechnik und Körperreaktionen achten. „Bei Beschwerden empfiehlt es sich, eventuell Tempo und Leistung zu drosseln, eine Pause einzulegen und zu inhalieren. Nach dem Sport sind Auslaufen und Dehnen wichtig!“ Für Asthma eignen sich generell mittelintensive Ausdauersportarten, wie Schwimmen, Wandern, Radfahren oder Nordic Walken. Bedacht soll weiters werden: „Chronisches Asthma kann ‚in Wellen‘ verlaufen – auf bessere und schlechtere Tage ist zu achten!“

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


19.07.2018
QUELLEN
Presseaussendung des Klinikum Wels-Grieskirchen, Juli 2018.

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