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Erkältung

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Erkältungen vorbeugen: Besonders in der kalten Jahreszeit sollte das Immunsytem gestärkt werden. (Aleksandra Suzi - Shutterstock.com)

Erkältung (Verkühlung, grippaler Infekt) ist eine Infektion der oberen Atemwege und wird oft mit Grippe (Influenza) verwechselt. Beide Erkrankungen haben ähnliche Symptome: (Mäßig hohes) Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Krankheitsgefühl.

Letzteres ist bei Grippe jedoch stärker ausgeprägt als bei grippalen Infekten. Schonung und Hausmittel bei Erkältungen sind die vorrangige Therapie. Zur Vorbeugung hilft alles, was das Immunsystem stärkt, in erster Linie eine gesunde Lebensführung.

Häufigkeit einer Erkältung

Erkältungen sind so häufig, dass sich keine genauen Zahlen dazu finden lassen. So gut wie jeder Mensch hat zumindest einige Male in seinem Leben eine Erkältung, bei Kindern im Vor- und Volksschulalter sind auch mehrere Erkältungen im Laufe eines Jahres durchaus normal. Sie können das ganze Jahr über auftreten, sind aber im Winter um vieles häufiger als im Sommer.

Ursachen/Symptome/Verlauf einer Erkältung

Erkältungen werden durch eine ganze Reihe verschiedener Viren ausgelöst. Nur 8 % (etwa jeder 12. Fall) werden durch Bakterien verursacht. Übertragen wird eine Erkältung vor allem durch Tröpfcheninfektion, aber auch durch Schmierinfektion.

 

Symptome der Erkältung

  • Mäßig hohes Fieber,
  • Schnupfen anfangs wässrig, dann ist das Nasensekret gelb und zäh,
  • Husten,
  • Halsschmerzen,
  • Abgeschlagenheit und
  • eventuell Kopf- und Gliederschmerzen.

 

Das Ausmaß der Symptome ist meistens nicht sehr intensiv und sie beginnen nach 2 bis 3 Tagen abzuklingen.

 

Wenn die Symptome heftig sind oder lange anhalten, steckt möglicherweise eine schwerere Infektion dahinter. Dann sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Diagnose einer Erkältung

Üblicherweise reichen die Symptome aus, um die Diagnose zu stellen. Meist wird der Arzt den Verkühlten gar nicht zu Gesicht bekommen.

Therapie einer Erkältung

Viel trinken ist wichtig bei einer Erkältung. Außerdem helfen schleimlösende Mittel (Expektorantien), Bettruhe und ein wohltemperiertes (nicht zu kaltes oder zu heißes) Zimmer sowie bei Bedarf auch fiebersenkende, entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel. Generell heilen Erkältungen innerhalb einer Woche von selbst aus, andernfalls empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Erkältung: Was kann man selber tun?

  • Gesund halten: Eine gesunde Lebensführung mit sportlicher Betätigung (nicht übertreiben!) und ausgeglichener, vitaminreicher Ernährung (sowohl Unter- als auch Übergewicht sind immunschwächend) ist die beste Vorbeugung.
  • Alkohol schwächt Immunsystem: Alkohol sollte höchstens in Maßen genossen werden, da zu viel Alkohol das Immunsystem schwächt. Tabakrauchen belastet nicht nur das Immunsystem, sondern ganz besonders die Atemwege und sollte daher auch gelassen werden.
  • Immunsystem stärken: Immunstärkende Präparate aus der Apotheke können vorbeugend (!) helfen, etwa solche mit Vitamin C, Vitamin B und Vitamin E, mit Sonnenhut (Echinacea), mit Zink, Selen oder Eisen. Ist die Krankheit einmal da, sind diese Mittel allerdings größtenteils sinnlos, da sie einige Zeit genommen werden müssen, bis der Körper auf sie reagiert.
  • Hygiene: Gute Hygiene ist besonders im Winter wichtig: Papiertaschentücher nach der Verwendung gleich im Mistkübel entsorgen. Häufig Hände waschen und mit ungewaschenen Händen nicht Augen, Nase oder Mund berühren. Händeschütteln und Begrüßungsküsse einschränken oder ganz vermeiden. Kontakt meiden: Als Erkrankter den Kontakt mit anderen Menschen möglichst meiden, um diese nicht anzustecken. Das bedeutet auch nicht arbeiten gehen, um die Kollegen zu schützen (und auch z.B. die Kunden, die Schüler, die Pfleglinge, ...).
AUTOR


Livia Rohrmoser


ERSTELLUNGSDATUM


30.06.2017
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Andreas Temmel
Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten – Wahlarzt

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