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Hepatitis C: Bei Früherkennung gute Heilungschancen

Blut wird auf Hepatitis C-Antikörper untersucht.
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Nur ein Bluttest gibt eindeutig Aufschluss. (jarun011 / Fotolia)

Eine Leberentzündung durch das Hepatitis-C-Virus bedeutet mittlerweile kein lebenslanges Martyrium mehr.

Die Diagnose Hepatitis C kommt für viele Betroffene nach wie vor oft überraschend. Da die Anzeichen – unter anderem Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Juckreiz, Gelenkschmerzen und Leistungsabfall – sehr unspezifisch sind, wird die Leberentzündung oft unerwartet diagnostiziert. Noch immer wird die Erkrankung mit Drogenkonsum oder sexuell übertragbaren Krankheiten in Zusammenhang gebracht. Dabei liege die Wahrscheinlichkeit, sich beim Geschlechtsverkehr anzustecken, weit unter einem Prozent, wie ao. Univ.-Prof. Dr. Petra Munda, Fachärztin für Innere Medizin und Zusatzfachärztin für unter anderem Hepatologie, betont: „Wenn überhaupt kommt es beim Geschlechtsverkehr nur dann zu einer Übertragung, wenn Entzündungen und Wunden im Genitalbereich vorliegen. Sprich: Wenn Blut im Spiel ist.“ Bei homosexuellen Männern bzw. bei bestimmten verletzungsträchtigen Sexualpraktiken, wie beispielsweise Analverkehr, ist das Übertragungsrisiko allerdings deutlich höher, da es durchaus zu Verletzungen kommen kann.

Bluttest gibt Gewissheit

Eine fortschrittliche, gut verträgliche Therapie sorgt heute dafür, dass die Hepatitis C-Viren innerhalb von 8 bis 16 Wochen vollständig aus dem Körper verschwinden. Die Heilungsrate liegt bei 97 bis 99 Prozent. “Entscheidend ist jedoch, dass die Erkrankung so früh wie möglich erkannt und behandelt wird. Je eher man sich also testen lässt, umso besser", so Munda. Neben einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) wird zu Beginn häufig ein sogenannter HCV-Antikörpertest durchgeführt. Nach der Blutabnahme wird das Blut im Labor auf Hepatitis C-Antikörper untersucht, wobei betont werden muss, dass diese erst zwei bis drei Monate nach der Infektion nachweisbar sind.

Wer zählt zu den Risikogruppen?

  • Ältere Personen bzw. Menschen, die vor 1989 Blutprodukte (Bluttransfusionen z. B. bei Operationen oder nach Unfällen, Gerinnungsfaktoren bei  sognannten „Blutern“) erhalten haben. Erst seit Anfang der 1990er-Jahre werden Blutkonserven usw. in Österreich (!) auf Hepatitis C getestet.
     
  • Drogenkonsumenten, v. a. wenn sogenanntes Needle Sharing betrieben wird (Teilen von Spritzen), aber auch durch das bei der Drogeninjektion verwendete Zubehör (beispielsweise Filter, Kocher, Löffel etc.) ist eine Übertragung möglich. Ebenso kann das Hepatitis C-Virus beim Kokain-Schnupfen übertragen werden, wenn z. B. die Schnupfröhrchen weitergereicht werden. Denn die Schleimhäute werden durch das Kokain sehr angegriffen und es kommt zu Mikroverletzungen mit Blutungen.
     
  • Personen mit Tattoos: Bei mangelhaften Hygienemaßnahmen im Rahmen des Tätowierens kann es zu einer Übertragung des Virus kommen. Man sollte sich ausschließlich in zertifizierten Studios tätowieren lassen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber (HHÖ).

AUTOR


Margit Koudelka


ERSTELLUNGSDATUM


17.07.2018
QUELLEN
Presseaussendung "Welt-Hepatitis-Tag 2018: #lassdichtesten und kenne Deinen Status zu Hepatitis", AbbVie GmbH

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