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Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis)

Mann putzt sich die Nase.
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Im Laufe des Lebens tritt bei jedem 5. Menschen Heuschnupfen auf. (Robert Kneschke / Fotolia)

Heuschnupfen ist eine Art von allergischer Schnupfen, die durch Gräserpollen ausgelöst wird.

Ein allergischer Schnupfen kann aber auch durch andere Pflanzenpollen, durch Hausstaubmilben, Tierhaare u.v.m. ausgelöst werden. Typische Symptome sind (allergischer) Schnupfen oder auch entzündete Augen. Mehr als jeder 5. Mensch wird im Laufe seines Lebens mit Heuschnupfen konfrontiert, behandelt wird diese Allergie mit einer Reihe von Medikamenten, allen voran Nasensprays (vor allem Kortison-Präparate) und Tabletten (wie Antihistaminika), sowie mit der Spezifischen Immuntherapie. Vor allem wenn der Heuschnupfen nicht behandelt wird, kann sich daraus Asthma entwickeln.

Wie häufig tritt Heuschnupfen auf?

Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis oder allergische Rhinokonjunktivitis) tritt bei mehr als jedem 5. im Laufe des Lebens auf. Kinder unter 2 Jahren erkranken selten an Heuschnupfen, die Häufigkeit nimmt mit den Jahren zu. So entwickelt jedes 5. Kindergarten- oder Schulkind bis zum 10. Lebensjahr typische Heuschnupfen-Symptome. Der Grund dafür ist, dass die Allergien nicht angeboren sind, sondern erworben werden. Grundsätzlich ist der Verlauf einer Allergie bei Kindern individuell und schwierig zu prognostizieren. Mitunter kann die Allergie im Jugendalter wieder ganz verschwinden. Weit gefährlicher und häufiger ist jedoch ein Fortschreiten der Erkrankung, Mediziner sprechen von einem "allergischen Marsch".

Ursachen / Symptome / Verlauf von Heuschnupfen

Allergien können viele Ursachen haben. So kann eine im ersten Lebensjahr auftretende Nahrungsmittel-Sensibilität später zu Atemwegserkrankungen, wie z.B. Asthma führen. Häufige Infektionen des Atemtraktes begünstigen in den ersten 3 Lebensjahren die Neigung, eine Allergie zu entwickeln. Zu den Risikofaktoren zählen auch Zigarettenrauch im kindlichen Umfeld und genetische Veranlagung. Sind beide Elternteile Allergiker, liegt das Erkrankungsrisiko für das Kind zwischen 60 und 80 %. Ist nur ein Elternteil Allergiker, liegt diese Wahrscheinlichkeit zwischen 20 und 40 %. Besonders bei Kindern ist eine konsequente Allergie-Therapie daher Voraussetzung, um Asthma in späteren Jahren zu verhindern.

 

Das häufigste Allergen (= allergieauslösender Stoff) sind die Pollen windbestäubter Pflanzen, besonders Gräser, gefolgt von Hausstaubmilben, bestimmten Bäumen und Sträuchern (Birken, Hasel, Erle) und Tierhaaren (Katze, Nagetiere, seltener Hunde). 

 

Die Symptome sind

  • rinnende oder verstopfte Nase
  • Juckreiz in der Nase
  • teils heftige Niesanfälle
  • juckende und gereizte (gerötete) Augen, oft mit Tränen
  • Müdigkeit und Krankheitsgefühl

 

Für Kinder sind vor allem Schlafstörungen und die daraus resultierende "Dauermüdigkeit", Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit und ADHS belastend. Das Ausmaß der Allergie ist dabei von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Stress etwa kann die Symptome verstärken.

 

Wird die Allergie nicht behandelt, so vergeht sie bei manchen Menschen von selbst wieder, allerdings betrifft das bestenfalls einen von zehn. Sehr viel häufiger aber kommt es zur "Ausweitung der Allergen-Spektrums“, das heißt, man wird gegen immer mehr Dinge allergisch und zum "Etagenwechsel", der Heuschnupfen weitet sich zum Asthma aus. Manche behalten nur den Heuschnupfen ihr Leben lang.

 

Je besser die Behandlung, desto größer die Chance, dass der Heuschnupfen vergeht beziehungsweise der "Etagenwechsel" verhindert wird. Genaue Zahlen dazu sind kaum zu ermitteln, da zu viele Faktoren mitspielen: Die Allergieneigung ist bei den einzelnen Allergikern unterschiedlich stark, die Behandlung und die sogenannte Compliance, das "Mitspielen" des Patienten unterschiedlich gut und nicht zuletzt schwankt ja auch die Allergeneinwirkung – gerade bei Pollen – stark mit dem Wetter im jeweiligen Jahr.

 

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Diagnose von Heuschnupfen

Der erste Verdacht entsteht meistens bereits durch die Beobachtung der Beschwerden. So können die Symptome z.B. immer zur gleichen Jahreszeit oder immer in bestimmten Situationen auftreten.Bei Verdacht sollte ein speziell ausgebildeter Allergologe hinzugezogen werden. In Österreich ist Allergologie eine Zusatzqualifikation, die HNO-, Kinder-, Haut-, Lungenärzte oder Fachärzte für Innere Medizin absolvieren können.

 

Eine Erkrankung muss unbedingt behandelt werden, da sie andernfalls von Jahr zu Jahr stärkere Symptome hervorruft. Um eine Allergie zu diagnostizieren, geht der Allergologie in drei Schritten vor:

  • Anamnese: Es wird eine Dokumentation erstellt über Intensität, Zeit, Häufigkeit und genauem Auftreten der allergischen Reaktionen. Weiters wird unter anderem abgeklärt, ob die Eltern des Patienten Allergiker sind und seit wann die Beschwerden bestehen.
  • Danach wird in der Regel ein Hauttest (Prick-Test) durchgeführt. Dabei werden kleine Tropfen verschiedener Allergene auf den Unterarm aufgetragen. Üblicherweise tritt, sofern eine Allergie vorliegt, nach 20 Minuten eine sichtbare Reaktion auf – Hautrötung, Pusteln oder Quaddeln.
  • Ein Bluttest kann zusätzlich oder alternativ durchgeführt werden, er wird vor allem bei kleinen Kindern gemacht. Das Ergebnis zeigt, ob IgE-Antikörper vorliegen und auf welche Allergene das Immunsystem reagiert.

Abgrenzung von Erkältung

Der erste Verdacht, dass es sich um eine Allergie und keine Erkältung handelt, kommt häufig durch die Beobachtung, dass sich die Symptome immer zur gleichen Jahreszeit oder in bestimmten Situationen bemerkbar machen. Treten die Beschwerden regelmäßig im Frühling auf, kann das auf eine Unverträglichkeit gegen manche Pollen hinweisen. Hinweise sind auch ein sehr plötzliches Auftreten des Schnupfens sowie ein Rückgang der Symptome in geschlossenen Räumen.

 

Ein typisches Begleitsymptom von Heuschnupfen ist zudem Juckreiz, insbesondere im Bereich der Augen und der Nase. Fieber ist hingegen als relativ deutliches Zeichen zu werten, dass es sich nicht um eine Allergie, sondern doch um eine Erkältungskrankheit handelt. Unterschiede gibt es auch beim Blick ins Taschentuch: Allergiker haben oft ein relativ klares, wässriges Sekret, Erkältungen können hingegen auch für einen zähflüssigen, eher gelblichen Ausfluss sorgen.

 

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Unterscheidung zwischen Allergie und Intoleranz

Die Begriffe "Allergie" und "Intoleranz" (Unverträglichkeit) werden häufig synonym verwendet, haben jedoch unterschiedliche Ursachen. Eine Allergie wird durch eine Überreaktion des Immunsystems hervorgerufen. Dieses ist dann nicht mehr in der Lage zwischen "gefährlichen" und "ungefährlichen" Angreifern zu unterscheiden. Kommt ein Allergiker mit seinem Allergen in Kontakt, reagiert das Immunsystem überempfindlich und bekämpft die eindringenden Allergene in übertriebener Weise. Es bildet Immunglobulin E (IgE-Antikörper), welches die Mastzellen in der Atemwegsschleimhaut besetzen und wehren den vermeintlichen Feind ab, indem sie ihn mit Histamin überfluten. In der Folge kommt es zu den typischen Symptomen wie Niesen, Augenjucken oder rinnender Nase.

 

Eine Intoleranz hingegen ist eine Reaktion des Körpers, die auf eine bestimmte Fehlfunktion zurückzuführen ist. Bei Laktoseintoleranz beispielsweise, einer Unverträglichkeit von Milchzucker, liegt ein Mangel am milchzuckerspaltenden Enzym Laktase vor. Das Immunsystem ist jedoch intakt.

Therapie bei Heuschnupfen

Bei der Allergie-Therapie spricht man auch von drei Säulen:

  • Vermeidung des Auslösers: Schafft es der Patient, keinen Kontakt mehr mit dem Erreger der Symptome zu haben, so wird er beschwerdefrei sein. Bei Pollen funktioniert dies allerdings nur sehr schlecht, da diese während des Pollenflugs überall sind. Besser möglich ist diese Maßnahme bei ganzjährigen Allergenen, wie z.B. bei der Hausstaubmilbe.
  • Linderung der Symptome: Die sogenannte symptomatische Therapie erfolgt mit Medikamenten: Diese können dabei systemisch (z.B. als Tabletten) oder lokal (z.B. als Nasenspray) gegeben werden. Häufig werden dabei sogenannte Antihistaminika verordnet, also Medikamente, die die Wirkung von Histamin (einem wichtigen Botenstoff bei der allergischen Reaktion) hemmen. Antihistaminika können sowohl als Tablette als auch als Nasenspray gegeben werden. Grundsätzlich gilt aber für alle Medikamente, dass diese nicht zu einer Heilung führen, sondern die Beschwerden nur unterdrücken und den Verlauf der Erkrankung nicht beeinflussen.
  • Spezifische Immuntherapie: Die einzige Therapie, die die Ursache der Allergie behandelt, ist die Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie), welche als Spritze unter die Haut (die sogenannte SCIT) oder auch als Tropfen, bzw. als Tablette unter die Zunge (die sogenannte SLIT) erfolgen kann.

 

Ob und welche Form für Sie in Frage kommt, erfahren Sie in Allergiezentren oder beim auf Allergien spezialisierten Arzt. Der Erfolg der SIT hält im Durchschnitt mehrere Jahre an, allerdings mit großen Abweichungen von Person zu Person. Grundsätzlich wirkt sie umso besser, je früher der Patient sie beginnt. Anders gesagt: Wer erst seit 3 Jahren an der Allergie leidet, hat bessere Erfolgsaussichten als jemand, der schon seit 20 Jahren Allergiker ist.

 

Therapie-Optionen im Detail:

 

Medikamentöse lokale Therapie

Bei einer allergischen Reaktion setzt der Körper Histamin frei. Spezielle Medikamente können diese Ausschüttung zwar unterbinden, sie lindern jedoch nur die Symptome, können aber die Ursache der Erkrankung nicht beseitigen. Folgende Medikamente können die Beschwerden lindern:

 

Abschwellende Nasensprays

Nasensprays wirken bei verstopfter Nase. Sie beinhalten gefäßverengende Substanzen und führen dazu, dass die Nasenschleimhaut abschwillt und dadurch das Atmen erleichtert wird. Derartige Sprays sollten, um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern, nur etwa 5 bis 7 Tage angewendet werden.

 

Lokale Antihistaminika

Antihistaminika werden bei Beschwerden, wie Schnupfen, Niesen, rinnender Nase, tränendend und juckenden Augen sowie bei Augenentzündungen eingesetzt und als Nasensprays oder Augentropfen verabreicht. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sie die Funktion von Histaminrezeptoren blockieren. Histamin wirkt gefäßerweiternd und löst die allergie-typischen Beschwerden aus.

 

Mastzellenstabilisatoren

Diese Substanzen unterdrücken die Ausschüttung von Histamin, also jenes Botenstoffes, der die Symptome einer Allergie verursacht. Sie können sowohl im Akutfall helfen, als auch auch in der Langzeittherapie eingesetzt werden.

 

Lokale Glukokortikoidtherapie

Diese Medikamente wirken stark entzündungshemmend und können als Nasenspray oder Augentropfen bzw. bei Asthma auch durch Inhalation angewendet werden. Bei lokaler Anwendung bleiben Nebenwirkungen (u.a. Aufgedunsenheit, Verringerung der Knochendichte, Cushing-Syndrom, Bluthochdruck, Verschlechterung bei Diabetes mellitus) aus.

 

Systemische Therapie

Antihistaminika

Bei der systemischen Behandlung mit Antihistaminika sollten Substanzen der 2. Generation verwendet werden. Ältere Medikamente der 1. Generation passieren die Blut-Hirnschranke und rufen unter anderem Müdigkeit und Schwindelgefühle hervor. Bei Histaminika der 2. Generation wird die Blut-Hirnschranke nicht passiert, die beschriebenen Nebenwirkungen bleiben daher aus. Sie wirken, indem sie die Histaminausschüttung unterdrücken und stabilisieren außerdem die Mastzellen, sodass keine Entzündungsmediatoren freigesetzt werden.

 

Kortison in Tablettenform

Eine systemische Glukokortikoidtherapie (Kortison gehört der Gruppe der Glukokortikoide an) ist nur bei schweren Erkrankungsfällen indiziert. Zu beachten ist auch, dass die Wirkung einer Kortison-Therapie erst nach 2 bis 4 Tagen einsetzt. Die Medikamente müssen nach Anweisung des Arztes genau angewendet und nach Therapieende "ausgeschlichen", also langsam abgesetzt werden. Diese Substanzen werden meist nur in der Notfallsmedikation angewendet, z.B. um einen allergischen Schock zu behandeln. Allergiesymptome können auch mithilfe einer Kortisonspritze blockiert werden. Diese wirkt wie ein Depotpräparat und ist einige Wochen lang aktiv. Da es bei langfristiger Medikation jedoch zu Nebenwirkungen kommen kann (hoher Blutdruck, Infektanfälligkeit, Osteoporose, Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, Cushing-Syndrom – also veränderte Fettverteilung im Körper), ist die Behandlung nur im Notfall angebracht.

 

Spezifische Immuntherapie

Die spezifische Immuntherapie (SIT) – bekannt auch als Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung – wirkt in erster Linie bei allergischer Rhinitis, die durch Pollen verursacht wird. Sie zeigt aber auch bei Insektengiftallergie, Hausstaubmilbenallergie und Tierhaarallergie gute Erfolge. Sie bekämpft die Ursachen einer Allergie und kann dadurch auch langfristig eine Erkrankung an Asthma bronchiale verhindern. Sie wird entweder als Spritze, in Tablettenform oder als Tropfen (unter die Zunge) verabreicht.

 

Subkutane Immuntherapie (SCIT)

Diese Form der Immunisierung mittels Spritze ist bei allergischer Pollinose, aber auch bei Hausstaubmilben- oder Tierhaarallergie wirksam.

 

Sublinguale Immuntherapie (SLIT)

Bei dieser Methode wird eine Lösung, die das Allergen enthält, unter die Zunge getropft.

 

Orale (mündliche) Verabreichung (Gräsertablette)

Dabei wird über 3 Jahre hinweg täglich eine Gräsertablette verabreicht. Diese Methode wird Betroffenen empfohlen, die aufgrund einer Gräserpollen-Allergie einen Heuschnupfen entwickeln. Mit der Therapie sollte mindestens 8, im Idealfall sogar 16 Wochen vor der Gräser-Pollensaison begonnen werden.

 

Sanfte Methoden

Allergien sind ernst zu nehmende Erkrankungen, die schwere Folgeerkrankungen mit sich bringen können. "Sanfte" Behandlungsalternativen sollten daher unbedingt mit dem Arzt diskutiert werden. So etwa sind leichte Allergien mit Akupunktur behandelbar, allerdings sollte eine Kosten-Nutzen-Rechnung angestellt und mit dem Arzt besprochen werden. Günstige Auswirkungen auf die Atemwege haben z.B. Atemtherapie, Entspannungstechniken oder Kneipp’sche Anwendungen.

Heuschnupfen bei Kindern vorbeugen

Eltern können dazu beitragen, um Kinder vor Allergien zu schützen bzw. den Ausbruch der Erkrankung zu verzögern, so beispielsweise durch:

  • Mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung in der Schwangerschaft
  • Verzicht auf Rauchen – Passivrauchen erhöht das Allergierisiko
  • Idealerweise 6 Monate Stillen
  • Häufiges Lüften des Wohnraums, Staubvermeidung bei Risikokindern (wenn einer der oder beide Elternteile Allergiker sind

Was kann der Betroffene selber gegen Heuschnupfen tun?

Vor allem die jeweiligen Allergene vermeiden, je nachdem, ob man an Pollenallergie, Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie oder anderen Allergien leidet.

 

Bei Pollen helfen Pollengitter vor den Fenstern, die Belastung zu verringern. Während der Pollensaison Kleider, die draußen getragen werden, nicht ins Schlafzimmer bringen, täglich Haare waschen, Wäsche nicht im Freien trocknen, längere Aufenthalte im Freien möglichst meiden, außer es regnet mehrere Stunden. Beim Autofahren Fenster geschlossen halten und die Klimaanlage mit einem Pollenfilter ausrüsten.

 

Regelmäßig staubsaugen, wobei das Gerät mit einem Spezialfilter ausgerüstet sein sollte. Flächen möglichst feucht wischen. Diese Arbeiten sollte – zumindest in der Saison – nicht der Allergiker durchführen, sondern ein anderes Haushaltsmitglied.

 

Den Rasen kurz halten und keine Pflanzen in den Garten setzen, auf die ein Familienmitglied allergisch reagiert.

 

Den Urlaub möglichst zur Pollenzeit planen und in ein Gebiet fahren, wo die entsprechenden Pflanzen noch nicht, nicht mehr oder gar nicht blühen.

 

Beim Essen auf Kreuzreaktionen achten, das sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel, die mit dem Allergen "verwandt" sind. Vor allem Kernobst (z.B. Apfel) bei einer Birken-Allergie oder manche Getreideprodukte bei Gräserpollenallergie oder Kamille bei Allergie auf Beifuß oder Ragweed. Eine Liste dazu hat Ihr Allergiespezialist.

 

Der Pollenwarndienst hilft mit Informationen zur aktuellen "Wetterlage".

 

Generell bei Heuschnupfen gilt:

  • Die Therapien konsequent durchziehen. Vor allem die Spezifische Immuntherapie braucht Ausdauer und Disziplin.
  • Die Zahl der Hausmittel gegen Heuschnupfen ist unüberschaubar, aber wirklich wirksam ist keines. Nasenduschen und Augenbäder bringen kurzfristig Erleichterung. Die oft beworbenen Mittel Brottrunk und Kolostralmilch sind den Beweis der Wirkung bisher schuldig geblieben.
  • Ein Pflanzenpräparat aus Pestwurz und das Homöopathikum Galphimia glauca können immerhin auf manche Studien verweisen, in denen sie ihre Wirksamkeit belegten.

 

Mehr lesen » Sport bei Pollenallergie

MINI MED zum Nachhören

Wenn der Heuschnupfen tiefer geht! Der Einfluss der Nase auf Lunge und Herz

(Graz, 5.3.2020)

 

Referent: Priv.-Doz. Dr. Peter Valentin Tomazic

AUTOR


Livia Rohrmoser
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Carola Bachbauer, BA


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


09.12.2013 / 18.05.2021
MEDIZINISCHER EXPERTE
Prim. Dr. Peter Ostertag
Foto (c): Ostertag/privat
Leiter der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Bezirkskrankenhaus Kufstein
QUELLEN
Praktische Allergologie, W. Heppt, C. Bachert, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart, 2011
Interview mit Dr. Beatrix Tichatschek am 14.08.2013
Allergische Rhinokonjunktivitis. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI). In: Allergo J. 2003; 12: 182-194
C. Dürr, S. Heimgarnter et al.: Pollenallergie. Klinische Aspekte, Teil 1. In: Schweiz Med Forum 2008; 8(14): 253-257; Pollenallergie: Diagnostik und Therapie, Teil 2. In: Schweiz Med Forum 2008; 8 (15): 270-274
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