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HPV-Test

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Der HPV-Test dient nur zum Nachweis von HP-Viren, über Zellveränderungen kann nur der PAP-Abstrich Auskunft geben. (Jarun Ontakrai - Shutterstock.com)

Ein HPV-Test ist ein Verfahren, bei dem festgestellt werden kann, ob eine Infektion mit HPV (Humane Papillomaviren) vorliegt. 

Der Ablauf eines HPV-Abstrichs ist ähnlich wie beim PAP-Abstrich: Mit einem Bürstchen werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen, in einem Röhrchen verpackt und im Labor analysiert. Viele Frauen empfinden den HPV-Test als schmerzhaft - gesundheitliche Risiken hat ein HPV-Test allerdings nicht. Obwohl auch Männer von HPV betroffen sind, gibt es derzeit kein HPV-Testverfahren für Männer. Der HPV-Test dient nur zum Nachweis von HP-Viren, ob es zu Zellveränderungen gekommen ist, kann nur mit einem PAP-Abstrich festgestellt werden.

Anlass eines HPV-Tests

  • Vorsorgeuntersuchung: Durch einen HPV-Test kann eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus festgestellt werden. So kann frühzeitig das Risiko für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs abgeschätzt werden.
  • Diagnosestellung: Ein HPV-Test dient entweder der Feststellung, ob eine Infektion mit einem High-Risk- oder einem Low-Risk-HP-Virenstamm vorliegt, es kann aber auch festgestellt werden, um welchen Virentyp es sich handelt. Bei einem HPV 16 - einem besonders aggressiven Virusstamm - ist die Chance auf Selbstheilung einer Krebsvorstufe - Dysplasie - geringer als mit einem anderen HP-Virusstamm. Bei einem unklarem PAP-Abstrich - PAP III - dient der HPV-Nachweis dazu, um zwischen einer Infektion und einer Krebsvorstufe durch HPV-Viren zu unterscheiden.
  • Verlaufskontrolle, Operations-/Behandlungsnachsorge: Nach einer Konisation kann mit einem HPV-Test festgestellt werden, ob die HPV-Virus-Infektion noch vorhanden ist. Auch wenn im Rahmen der Konisation die Krebsvorstufe im Gesunden entfernt wurde, kann die HPV-Virus-Infektion bestehen bleiben, was das Risiko für das Wiederauftreten von Krebsvorstufen erhöht.

Was passiert bei einem HPV-Test?

In den allermeisten Fällen bleibt eine Infektion mit HPV unbemerkt und wird vom Immunsystem erfolgreich bekämpft. Es ist daher nicht sinnvoll, nach einer HPV-Infektion zu suchen, wenn keine Beschwerden, wie ein auffälliger PAP-Abstich, vorliegen. In einigen wenigen Fällen kommt es zu einer chronischen HPV-Infektion, die dann im weiteren Verlauf zu anderen Krankheiten (z.B. Gebärmutterhalskrebs oder Feigwarzen) führen kann.

 

Bei einem HPV-Test wird mit Hilfe eines kleinen Bürstchens über den Gebärmutterhals gestrichen. Die so entnommenen Zellen werden anschließend in einem Röhrchen verpackt ins Labor geschickt und dort analysiert.


Ein HPV-Test allein eignet sich jedoch nicht zur Krebsvorsorge, da durch diesen Test lediglich festgestellt werden kann, ob die Patientin sich mit HPV infiziert hat. Ob es bereits zu Zellveränderungen gekommen ist, kann nur mit einem PAP-Abstrich festgestellt werden.

Es gibt 2 unterschiedliche Arten von HPV-Tests

  • Laboruntersuchung, bei der festgestellt wird, ob es sich um eine Infektion mit einem High-Risk- oder einem Low-Risk-HP-Virentyp handelt. Hochrisiko-Typen können zur Entstehung von verschiedenen Krebsarten führen, während Niedrigrisiko-Typen z.B. Feigwarzen auslösen können.

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    Laboruntersuchung, bei der festgestellt wird, mit welchen Virentypen der Patient sich angesteckt hat.

HPV-Test beim Mann

Männer sind genau so häufig wie Frauen vom humanen Papillomavirus betroffen. Genitalwarzen treten bei Männern ebenso oft auf wie bei Frauen, Männer entwickeln aus einer chronischen Infektion mit HPV allerdings weniger oft Krebs (z.B. Peniskrebs, Analkarzinome oder Krebs im Mund- und Rachenraum). Eine HPV-Impfung ist daher für Männer ebenso sinnvoll wie für Frauen. Einen HPV-Test für Männer gibt es derzeit aber noch nicht.

Wer macht einen HPV-Test?

  • Gynäkologe

Was können Sie zum Gelingen eines HPV-Tests beitragen?

Wenn bei einem HPV-Test eine Infektion festgestellt wird, bedeutet das noch lange nicht, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. In den allermeisten Fällen heilt eine HPV-Infektion von alleine wieder ab. Ob bereits Zellveränderungen vorliegen, kann nur mit einem PAP-Test festgestellt werden. Frauen mit einer chronischen HPV-Infektion haben jedoch ein höheres Risiko für die Entstehung eines Karzinoms. Bis sich aus einer HPV-Infektion ein Karzinom entwickelt vergehen allerdings im Mittel mindestens 10 Jahre.

 

Mit einem einmaligen HPV-Test kann nicht festgestellt werden, ob eine vorübergehende oder eine chronische Infektion vorliegt. Um das festzustellen, muss der Test in etwa 18 Monaten wiederholt werden.

Risiken?

Bei einem HPV-Test wird, anders als bei einem PAP-Test, mit einem kleinen Bürstchen eine Gewebeprobe vom Gebärmutterhals genommen. Viele Frauen empfinden das als schmerzhaft, ähnlich wie Regelschmerzen. Die Schmerzen können auch ein paar Stunden nach Entnahme noch bestehen. Ansonsten stellt ein HPV-Test allerdings kein Risiko für die Patientin dar.

Kosten & Krankenkasse

Bei einem auffälligen PAP-Abstrich (PAP III) werden die Kosten für einen HPV-Test von der Krankenkasse übernommen. Ein HPV-Test, der zur Vorsorge durchgeführt wird, muss von der Patientin selbst bezahlt werden und kostet in etwa 50 Euro.

AUTOR


Barbara Bürscher
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


11.09.2014 / 07.02.2019
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Johannes Seidel
Gynäkologen und Leiter von Women & Health
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