×
×
articleicon

Impfpass

Der Impfpass ist dazu da, Impfungen nachzuweisen, die eine Person erhalten hat.
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Im Impfpass sind u.a. die bereits erhaltenen Impfungen aufgelistet. (Alexander Raths / Fotolia.com)

Jeder Österreicher bekommt ab seiner ersten Impfung – zumeist als Baby – einen Impfpass ausgestellt. Im Laufe des Lebens werden alle weiteren Impfungen vom impfenden Arzt in das Dokument eingetragen.

In Österreich besteht keine Impfpflicht, es gibt aber bestimmte Impfempfehlungen für alle Altersstufen (z.B. für Masern oder FSME). Besonders sinnvoll sind Impfungen gegen Infektionskrankheiten vor einem Auslandsaufenthalt wie z.B. gegen Cholera, Hepatitis A, Tuberkulose oder Typhus. Geht der Pass verloren, erhält man problemlos einen neuen Impfpass beim nächsten Hausarztbesuch.

Wozu brauche ich einen Impfpass?

Der Impfpass ist ein nützliches Dokument, er beinhaltet eine vollständige Übersicht über jeden vorliegenden Impfschutz und über Impfungen, die noch ausstehen oder bald aufgefrischt werden müssen. Sie müssen sich allerdings nicht zwangsweise impfen lassen, in Österreich gibt es nämlich keine Impfpflicht, sondern nur Impfempfehlungen. So wird z.B. allen Österreichern die Immunisierung gegen die durch Zecken übertragene FSME (Gehirnhautentzündung) geraten. Diese Empfehlungen sind im österreichischen Impfplan des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates festgehalten. Dieser wird jährlich in aktualisierter Form herausgegeben.

 

Auch im Notfall gibt ein Impfpass wichtige Auskunft: Wenn Sie sich z.B. verletzen und Verdacht auf eine Tetanusinfektion besteht, ist der Impfpass eine schnelle Hilfe zur Kontrolle. Ist die Tetanus-Impfung vermerkt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, wenn nicht, können Sie schnell handeln und die Impfung nachholen. Viele Impfungen bestehen aus Teilimpfungen, die in gewissen Zeitabständen erfolgen. Daher ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Dank dem Impfausweis sehen Eltern z.B. genau, wann das Kind die nächste Teilimpfung absolvieren soll.

Wo bekomme ich einen Impfpass?

Ihren Impfpass bekommen Kinder im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung beim Kinderarzt oder Erwachsene beim Hausarzt nach der ersten Impfung ausgestellt. Der Pass ist kostenlos. Außerdem ist das Dokument über das Bundesministerium für Gesundheit erhältlich.

Was steht in meinem Impfpass?

In Ihren Impfpass trägt der behandelnde Arzt alle Impfungen ein, die Sie von ihm bekommen haben.

 

Außerdem sind Ihre persönlichen Daten vermerkt:

  • Name
  • Adresse
  • Geburtsdatum
  • Sozialversicherungsnummer
  • Das Datum, an dem Sie die Impfung bekommen haben
  • Der Name des verwendeten Impfstoffes und die Chargenbezeichnung (eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, wird meistens in Form eines kleinen Stickers in den Pass geklebt)
  • Unterschrift und/oder der Stempel Ihres behandelnden Arztes

Ich habe meinen Impfpass verloren. Was nun?

Wenn Sie Ihren Impfpass verloren haben, kann Ihnen der Hausarzt einen neuen ausstellen. Sind Sie sich nicht sicher, welche Impfungen Sie schon bekommen haben und/oder wann die letzte Auffrischung stattgefunden hat, z.B. bei der Zeckenimpfung, kann der Arzt einen sogenannten Titer-Test, die Impferfolgskontrolle, durchführen. Damit lässt sich nachweisen, ob genügend Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger im Körper vorhanden sind.

Geschützt im Ausland

Der österreichische Impfpass ist nach den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gestaltet und ist daher auch im Ausland gültig. Bevor Sie einen Urlaub oder einen längeren Auslandsaufenthalt antreten, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt und informieren Sie sich über die empfohlenen Impfungen für das entsprechende Land.

AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


25.07.2017 / 11.12.2020
QUELLEN
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, W. Pschyrembel, Walter de Gruyter, 259. Auflage, Berlin, 2002

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von minimed.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von minimed.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von minimed.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.

Information zur Datenverarbeitung in Drittstaaten
Die Informationen werden durch Partner und Anbieter ggf. auch in Drittstaaten (z.B. USA) verarbeitet. Damit besteht das Risiko, dass keine Datenschutz-Aufsichtsbehörde besteht und Betroffenenrechte u.U. nicht durchgesetzt werden können. Mit deiner Einwilligung erklärst du dich ungeachtet dessen mit der Verarbeitung deiner Daten in Drittstaaten einverstanden.