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Jede 5. Lebertransplantation durch chronische Hepatitis

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Hepatitis verläuft häufig symptomlos und erfordert oft eine Lebertransplantation. (Magic mine - Shutterstock.com)

In Österreich sind zirka 50.000 Menschen an Hepatitis C und 70.000 Menschen an Hepatitis B erkrankt - Lebertransplantationen sind häufige Folgen.

Weltweit trägt jeder 12. einen Hepatitis-Virus in sich. Die Folge ist eine ebenso hohe Todesrate, wie jene durch Aids oder Malaria. Denn im Gegensatz zu Hepatitis A kommt es bei einer Infektion mit Hepatitis B oder C oft zu einem chronischen Krankheitsbild, z.B. Leberzirrhose. Dadurch können Lebertransplantationen notwendig werden. Laut Wolfgang Vogel von der Innsbrucker Universitätsklinik besteht noch Bedarf über bestehende Risiken und vorbeugende Maßnahmen aufzuklären. Eine Erkrankung mit Hepatitis C verläuft häufig symptomlos und erhöht die Gefahr, andere unwissentlich anzustecken.

Hepatitis B und C haben Spätfolgen

Was Übertragungsweise und Chronifizierung betrifft, so bestehen zwischen Hepatitis A, B und C teils erhebliche Unterschiede:

  • Hepatitis A: ist die Folge verunreinigter Lebensmittel, kann aber auch über eine Schmierinfektion übertragen werden. Es handelt sich demnach um eine klassische Reisekrankheit, die vor allem in Ländern mit niedrigen Hygienestandards auftritt. Lothar Fiedler, Fachgruppen-Obmann für Innere Medizin der österreichischen Ärztekammer, empfiehlt eine vorbeugende Impfung, auch wenn diese Form der Erkrankung ohne Spätfolgen verheilt.
  • Hepatits B und C: diese Krankheiten können chronisch werden . Beide Formen können zu Leberkrebs oder Leberzirrhose führen. Übertragen werden sie durch Sexualkontakte oder durch Kontakt mit infiziertem Blut. Die Behandlung dieser Hepatitis-Varianten gestaltet sich schwieriger, da die verfügbaren Medikamente nicht bei allen Betroffenen gleichsam wirken. Neue Präparate sollen diesbezüglich jedoch vielversprechend sein.

Lebertransplantationen steigen an

Lebertransplantationen werden nötig, wenn eine Lebererkrankung in fortgeschrittenem Stadium hat oder Leberversagen vorliegt. Dabei besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine ganze Leber oder Teile davon von bereits Verstorbenen zu entnehmen. Oder Teile der Leber eines noch lebenden Spenders. An eine Spenderleber werden hohe Ansprüche gestellt. So müssen zwischen Spender und Empfänger Blutgruppe, Größe und Gewicht identisch sein. In Österreich werden jährlich 130 Lebertransplantationen in den Universitätskliniken Wien, Innsbruck und Graz durchgeführt. Jede 5. ist auf eine Hepatitis-Erkrankung zurückzuführen.

Kostenloses Kinderimpfprogramm und Vorsorgeuntersuchungen

Gegen Hepatitis C gibt es bis jetzt noch keinen vorbeugenden Impfschutz. Gegen die B-Variante jedoch schon. Angehörige von Hepatitis B-Betroffenen können sich also dagegen immunisieren. Und Besonders Eltern mit Säuglingen wird geraten, das kostenlose Kinderimpfprogramm - welches den Schutz vor Hepatitis B inkludiert - für ihre Kleinen in Anspruch zu nehmen. Selbiges gilt für kostenlose Vorsorgeuntersuchungen, da diese die Chancen einer Früherkennung erhöhen.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


28.07.2014 / 01.03.2019

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