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Pollen-Alarm: Was tun?

Frau muss im Freien niesen
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Die richtige Heuschnupfen-Therapie kann allergisches Asthma verhindern. ( Africa Studio - Shutterstock.com)

Die Pollensaison ist schon voll im Gange: Birke und Erle blühen bereits. Was Sie gegen Heuschnupfen tun können und warum es wichtig ist, selbst aktiv zu werden.

Auch, wenn das unbeständige Wetter die Belastung senkt: Heuschnupfen-Betroffene spüren hautnah die Auswirkungen ihrer Allergie. Die Lebensqualität ist teils stark eingeschränkt, alltägliche Aktivitäten gestalten sich oft mühsam. Selbst leichte Bewegung wie Treppensteigen wird aufgrund der Atembeschwerden als anstrengend empfunden. Die Schlafqualität nimmt ab, weshalb am nächsten Tag die Konzentrationsfähigkeit gemindert ist. Bei Kindern kann sich die Pollenallergie sogar auf die Schulnoten auswirken. Eine aktuelle Studie hält die Beschwerden Betroffener im Alltag fest - und erklärt, was bei Pollenflug wirklich hilft.

Heuschnupfen: So ist der Alltag beeinträchtigt

Dauer-Niesen, Hautjucken und Augenbrennen sowie das Gefühl, keine Luft zu bekommen - all das und einiges mehr quält Heuschnupfen-Allergiker. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass folgende Aktivitäten Heuschnupfen- Betroffenen Schwierigkeiten bereiten:

  • Treppensteigen: Macht 47 % der Pollenallergiker zu schaffen
  • Sport: 55 % der Allergiker fühlen sich beeinträchtigt
  • Gartenarbeit: 44 % der Heuschnupfen-Betroffenen fällt Gartenarbeit schwer
  • Hausarbeit: Tätigkeiten in den eigenen 4 Wänden bereiten 38 % der Allergiker Probleme

35 % der Befragten gaben zudem an, sich während der Pollensaison besonders unattraktiv zu fühlen. Vor allem, wenn die Augen oder Haut gerötet sind, kann sich das stark auf das Selbstwertgefühl auswirken.

Möglichkeiten der Linderung

Eine Pollenallergie ist also nicht "nur ein bisschen Schnupfen", wie Außenstehende vermuten, sondern stellt für Betroffene eine einschneidende Belastung dar. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, akute Symptome zu lindern und langfristig die Allergie zu behandeln. Beschwerden lassen sich mit sogenannten Antihistaminika in Tablettenform bzw. antiallergischen Nasensprays erleichtern. Pollengitter an den Fenstern verhindern das Eindringen der allergieauslösenden Stoffe in die Wohnung. Kleidung von draußen nicht ins Schlafzimmer hängen, Haare am besten abends täglich waschen. So ist nachts eine deutliche Erleichterung spürbar, die Schlafqualität wird gebessert.

App zur Einschätzung der Allergiebelastung

Die Gratis-App des Österreichischen Pollenwarndienstes wird schon jetzt von über 140.000 Allergikern genutzt. Die App verrät, wie hoch die Pollenbelastung in der unmittelbaren Umgebung von Betroffenen ist. So fällt die Entscheidung leichter, wann Sport im Freien möglich ist und ob Medikamente sinnvoll sind. Neu in der App: Ein Countdown zählt die Tage, bis voraussichtlich die Saison für einzelne Pollen startet.

Allergisches Asthma vermeiden

Neben einer Therapie, welche die Symptome lindert, kann eine spezifische Immuntherapie (SIT) Allergien grundlegend behandeln. Bei einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich ungefährliche Stoffe aus der Umwelt in der Form, als würden sie für den Körper eine Gefahr darstellen: Die Immunabwehr ist fehlgeleitet. In der SIT wird das Immunsystem des Patienten langsam so "umgepolt", dass es harmlose Pflanzenstoffe auch tatsächlich als bedenkenlos einstuft. Das erleichtert nicht nur die Pollenzeit, sondern verhindert vor allem die Entstehung von Asthma. Laut Univ.-Prof. Dr. Reinhart Jarisch, stellvertretender Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums in Wien, entwickeln etwa 30 % aller Pollenallergiker Asthma. Mit einer "Desensibilisierung", wie SIT umgangssprachlich genannt wird, kann diese chronische Entzündung der Atemwege in vielen Fällen verhindert werden.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGS-/
ÄNDERUNGSDATUM


26.03.2015 / 28.02.2019

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