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Pricktest

Der Pricktest ist einer der häufigsten eingesetzten Allergiestests
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Beim Pricktest wird die Lösung meist auf der Innenseite des Unterarms aufgetragen. (Alexander Raths - Shutterstock.com)

Der Pricktest ist der mit Abstand am häufigsten eingesetzte Allergietest. Hausstaubmilbenallergie, Tierhaarallergie und andere Allergien des Soforttyps (Typ I Allergien) können mit einem Pricktest diagnostiziert werden.

Bei einem Pricktest werden allergieauslösende Substanzen auf die eingeritzte Haut am Unterarm aufgetragen. Der Test verursacht aber kaum Schmerzen. Liegt eine Allergie vor, zeigt sich nach einigen Minuten eine Reaktion auf der Haut.

Anlass des Pricktests

Was passiert bei einem Pricktest?

In der Regel wird ein Standardtest angewandt, bei dem verschiedene Lösungen zum Einsatz kommen, die häufig Allergien auslösen. Getestet wird mit industriell hergestellten Lösungen, bei Bedarf können noch weitere Substanzen untersucht werden. Bei der Auswahl der getesteten Substanzen werden regionale Gegebenheiten berücksichtigt. Vor dem Pricktest führt der Arzt ein Gespräch mit dem Patienten, die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden ebenfalls in die Auswahl miteinbezogen.

 

Die Lösung wird meist auf der Innenseite des Unterarms aufgetragen. Anders als beim Epikutantest, bei dem der Teststoff nur auf die Haut aufgetragen wird, wird die Haut bei einem Pricktest mit einer Nadel oberflächlich leicht angeritzt. Nach 20 bis 30 Minuten kommt es bei einer allergischen Reaktion zu Rötungen, Juckreiz und Quaddeln.

 

Um ein aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, werden zusätzlich eine Positiv- und eine Negativkontrolle durchgeführt. Mit Positivkontrolle ist gemeint, dass ein Stoff (ein Histamin) auf die Haut aufgetragen wird - auch wenn keine Allergie vorliegt wird dadurch eine Hautreaktion in Form einer Quaddel ausgelöst. Zur Negativkontrolle wird Kochsalz ebenfalls auf die Innenseite des Unterarms aufgetragen, dabei sollten keine Hautreaktionen sichtbar sein.

Wer führt einen Pricktest durch?

  • Hautarzt
  • Allergie-Facharzt (Allergologe)
  • HNO-Arzt
  • Kinderarzt

Welche Risiken hat der Pricktest?

Wird der Pricktest dazu eingesetzt, die Auslöser für allergisches Asthma ausfindig zu machen, kann der Test in seltenen Fällen einen Asthmaanfall auslösen. In einzelnen Fällen kann es zu starken Reaktionen an der Teststelle kommen. Sehr selten tritt eine allergische Reaktion der gesamten Haut, der Atemwege oder des Kreislaufs auf.

Was können Sie zum Gelingen des Pricktests beitragen?

Nehmen Sie bestimmte Medikamente, wie Antihistaminika, Schlaf- oder Beruhigungsmittel oder Kortikoide (Nebennierenrindenhormone) ein, informieren Sie Ihren Arzt. Manche Wirkstoffe beeinträchtigen die Aussagekraft des Tests.

Kosten & Krankenkasse

Die Kosten für den Pricktest werden von der Krankenkasse getragen.

AUTOR


Elisabeth Mondl , Barbara Bürscher


ERSTELLUNGSDATUM


20.02.2014
MEDIZINISCHER EXPERTE
Dr. Tamara Kopp
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Juvenis Medical Center
LETZTES REVIEW
QUELLEN
Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, S.Andreae et al., 2. Auflage, Thieme Verlag, Stuttgart, 2008
Hauttests zur Diagnostik von allergischen Soforttyp-Reaktionen. AWMF Leitlinien der Deutschen Gesellschaft Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI). Leitlinie 061/026

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